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29-Jähriger liefert sich Verfolgungsfahrt mit Polizei

Am 1. Februar sollte ein roter VW Polo durch die Polizei in Saarbrücken St.-Johann im Bereich der Brebacher Landstraße, Ecke Mainzer Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Grund dafür war ein defektes Rücklicht am Wagen.

Auf Anhaltezeichen „Stop Polizei“ reagierte der Fahrer, der sich alleine in dem Fahrzeug befand, nicht. Auch das hinzugeschaltete Blaulicht und das Martinshorn ignorierte der Fahrzeugführer und begann stattdessen sein Fahrzeug zu beschleunigen.

In der Folge setzte der 29-Jährige seine Fahrt über die B40 durch die Orte Schafbrücke, Scheidt und Rentrisch fort, ohne den Anhaltezeichen der Polizei nachzukommen. Hierbei kam es im Bereich Scheidt auch zu einem Rotlichtverstoß. Der Fahrer des VW Polo beschleunigte auf regennasser Fahrbahn teilweise auf 140 km/h.

Durch weitere Polizeieinheiten konnte der betreffende PKW im Bereich der Einmündung L 126R/B 40 zwischen Rentrisch und St. Ingbert gestoppt werden.

Im Bereich der Einmündung B40/Rentrischer Weg wollte der flüchtende Fahrzeugführer links einbiegen. Hierbei verlor er auf Grund seiner den Straßen- und Witterungsverhältnissen nicht angepassten Geschwindigkeit in Verbindung mit seiner Beeinflussung durch Drogen die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einer am rechten Fahrbahnrand aufgestellten Schutzplanke sowie einer Straßenlaterne. Anschließend verließ der Fahrzeugführer sein Fahrzeug und versuchte zu Fuß zu flüchten. Hierbei konnte er jedoch nach wenigen Metern gestellt und vorläufig festgenommen werden.

Eine Überprüfung des angebrachten Kennzeichens ergab, dass dieses – ebenso wie ein weiteres im Fahrzeug aufgefundenes Kennzeichen als gestohlen gemeldet ist.

Eine Überprüfung des Fahrzeugführers ergab zudem, dass dieser nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und zudem ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Trier wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorlag.

Durch den Unfall entstand wirtschaftlicher Totalschaden an dem VW Polo. Die Höhe des an der Schutzplanke sowie der Straßenlaterne entstandenen Schadens lassen sich derzeit noch nicht beziffern.

Bei dem Fahrzeugführer wurde eine Blutprobe entnommen und sein Fahrzeug sichergestellt. Den 29-jährigen Fahrer aus dem Bereich Heusweiler erwartet nun eine Strafanzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung, dem Verdacht der Verkehrsunfallflucht in Verbindung mit dem Führen des Fahrzeugs ohne gültige Fahrerlaubnis und der Urkundenfälschung. Überdies wird er nun der JVA zugeführt, wo er seine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017