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Josefskirche: Brandursache noch unklar


Wie Peter Weyand von der Landespolizeidirektion berichtete ist die Brandursache selbst noch unklar. Es gibt keinerlei Hinweise, dass der Brand ursächlich durch die Dachdeckerarbeiten ausbrach.


Der Brand begann im Dach des Hauptschiffes und griff von dort blitzschnell auf den Hauptturm über. Die Ermittlungen der Landespolizei gehen darum derzeit in alle Richtungen, von Brandstiftung bis hin zu technischen Ursachen, wobei Brandstiftung eher unwahrscheinlich ist, da laut Pfarrer Vogt alle Zugangsmöglichkeiten versperrt waren.


Die Renovierungskosten gehen sicher in zweistellige Millionenhöhe, wobei „alles noch Spekulation sei“. Zunächst muß der Zustand der Gewölbe von Experten geprüft werden. Gerade erst war das Schiff der St. Josefskirche für rund eine Million Euro renoviert worden und für die Renovierung des nun abgebrannten Turmes waren ebenfalls Kosten für eine Million Euro eingeplant.


Landrat Clemens Lindemann und Oberbürgermeister Georg Jung versicherten ihre Solidarität und sprachen von kreativem Querdenken „besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen“.

Bürgermeister Rainer Hoffmann erinnerte daran, dass der Turm der Josefskirche eines der drei Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert und sogar im Logo der Stadt vorhanden sei. Über eine Kostenbeteiligung von Stadt und Kreis an der Renovierung kann allerdings erst konkret gesprochen werden, wenn die versicherungsrechtlichen Fragen geklärt sind.


Im Laufe des Mittwoch wurde ein Kran aufgestellt, sodass Statiker und Architekten den Zustand des Turmes aus der Nähe begutachten konnten. Das inzwischen in Richtung Rohrbach geneigte Gerüst hat den stürzenden Hut des Kirchturmes abgefangen.


Das Gewirr des Gerüstes ist händisch nicht abbaubar. Voraussichtlich werden Krane mit Mannkörben in Position gebracht, damit das Gerüstgewirr abgeschnitten werden kann. Der 10 bis 15 Tonnen schwere Giebel wird dann mit dem Gerüst fallen. Die Evakuierungsdauer für die Nachbarn ist noch völlig offen. Mindestens noch einige Tage, bis zu einer Woche wird auch die Kaiserstraße gesperrt bleiben müssen, solange noch Gefahr wegen des Gerüstes besteht.


Löschbezirksmeister Timo Meyer berichtete, dass erst Mittwoch gegen 16 Uhr die Nachlöscharbeiten beendet waren. Er wies darauf hin, dass, im Gegensatz zu Gerüchten, es keinen Dachstuhlbrand bei umliegenden Häusern gegeben habe. Durch Funkenflug verursachte kleinere Brandherde konnten teils sogar mechanisch gelöscht werden. Über zweihundert Helfer von Feuerwehren, DRK, THW und Polizei waren im Einsatz. Lediglich ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen.

Großes Lob wurde der Feuerwehr für ihr behutsames Eingreifen zuteil. Durch Sachverstand und gute Koordination seien große Schäden am Gewölbe und vor allem Löschwasserschäden vermieden worden.

Spendenkonten für den raschen Wiederaufbau der St. Josefskirche:
Kreissparkasse Saarpfalz (BLZ 594 900 10) Kto. 1011 5827 96
Liga Bank (BLZ 750 903 00) Kto. 52 175

Bericht/Fotos: JH, der den netten Polizeibeamten grüßt, welcher meine Mitschrift der Pressekonferenz als „Presseausweis“ akzeptierte.

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