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Universität muss sich klar positionieren

Die Landesregierung begrüßt, dass auch die Universität des Saarlandes Studiengebühren erheben möchte. Sie begrüßt auch, dass die von der Universität ursprünglich ins Gespräch gebrachte unterschiedliche Vorgehensweise bei den einzelnen Studiengängen anscheinend nicht weiter verfolgt wird.

Unterschiedliche Auffassungen bestünden zwischen dem Modell der Landesregierung und dem neuen Modell des Universitätspräsidiums – das der Landesregierung bisher nur aus der Presse bekannt ist – noch über die Höhe der Gebühren und über die zu Beginn Gebühren zahlenden Studierenden. Skeptisch äußerte sich die Staatssekretärin, ob die Universität sich und ihren Studierenden mit ihren Gebührenvorstellungen wirklich einen Gefallen tue. Die Universität würde nämlich nach ihrem neuen Papier im Jahr 2008 rund 7,5 Mio. Euro gegenüber dem 500 Euro-Modell für alle und von Anfang an der Landesregierung verzichten. Selbst auf mittlere und lange Sicht käme die Universität mit ihrem Modell nicht über rund 7 Mio. Euro an Gebühreneinnahmen hinaus. Diese Mindereinnahmen gehen den Studierenden bei der Qualitätsverbesserung ihrer Studienbedingungen verloren. Denn die Einnahmen aus den Studiengebühren stehen den Hochschulen hierfür zur Verfügung. Sie werden durch das Land vorfinanziert und nicht
auf die staatliche Finanzierung angerechnet. Dr. Susanne Reichrath: „Es ist schon ein großer Unterschied zwischen knapp 7 und 11,7 Mio. Euro.“

Sie sei besorgt, so die Staatssekretärin weiter, ob die Universität dann noch im Wettbewerb um bessere Studienbedingungen gegenüber anderen Ländern, wie z. B. Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Hamburg, bestehen könne. Diese verlangten nämlich 500 Euro für alle. Überraschend sei auch das jetzige Vorgehen der Universität. Obwohl der Universitätsrat in seiner letzten Sitzung vor zwei Monaten das Präsidium gebeten habe, mit der Landesregierung nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen und obwohl diese Gespräche laufen bzw. auf höchster Ebene terminiert seien, würden diese Ergebnisse nicht abgewartet. Hinzu komme, dass sich die Diskussionsgrundlage offensichtlich verändert habe: Das dem Universitätsrat damals als Konzept vorgelegte Papier sei anders als das jetzige Senatspapier. Die Universität müsse sich klar positionieren.

Die Landesregierung habe erst nach mehreren Abstimmungsgesprächen zwischen und mit allen Hochschulleitungen ihre Vorstellungen artikuliert. Sie habe – wie schon bereits vor der Kabinettsentscheidung – auch jetzt wieder zu konstruktiven Gesprächen eingeladen. „Am besten wäre“, so Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath, „man komme im Einvernehmen mit der Universität zu einer Lösung“.

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