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Kinowerkstatt zeigt „Rythm is it“

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, lädt am Samstag, den 8. September um 20 Uhr zu dem Film „Rythm ist it“ (Deutschland 2003) von Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch ein. Es ist der aufsehenerregende Dokumentarfilm über ein bemerkenswertes Tanz-Projekt: 239 Berliner Kinder und Jugendliche aus 25 Nationen, aus den unterschiedlichsten Schultypen und sozialen Schichten erarbeiteten zusammen mit Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern ein Ballett zu Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“. Angeleitet wurden die jungen Tänzer, von denen kaum einer tänzerische Vorbildung hatte und nur wenige mit klassischer Musik in Berührung gekommen waren, vom in der Jugendarbeit erfahrenen Choreographen Royston Maldoom.

Josef Eder, Choreograf und enger Mitarbeiter Royston Maldoom’s seit mehreren Jahren, wird in der Kinowerkstatt anwesend sein und ein Tanzprojekt vorstellen, das im Saarland unter seiner und Royston Maldooms Leitung stattfand. Er wird in seine Arbeitsweise Einblick geben und über das Projekt im Saarland berichten. Eingeladen sind auch alle, die an diesem Projekt im Saarland teilgenommen haben. Denn nachdem das Tanz – Projekt „Sacre“(du Printemps), das zusammmen mit Sir Simon Rattle und 250 Schülern in Berlin gestartet wurde, bundesweit durch den Dokumentarfilm bekannt geworden ist, folgten mehrere Tanzprojekte gleicher Art, so auch im Saarland in Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Kultusmisterium: 109 Jungen und Mädchen aus acht saarländischen Schulen haben in über 25 halbtägigen Proben seit Mitte März dieses Jahres unter Leitung von Maldoom und Choreograf Josef Eder eine Choreografie zu Igor Strawinskys Ballettmusik „Der Feuervogel“ einstudiert. Das Besondere: Elf Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen sieben, acht, neun und elf aus St. Ingbert waren beim „Feuervogel“ dabei. Am 28. April dieses Jahres feierte im Saarbrücker Staatstheater das Tanzprojekt dann seine großartige Premiere: Fünf Wochen harter Probenarbeit hatten sich für die 109 saarländischen Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren aus neun Schulen gelohnt und waren vom Erfolg gekrönt.
Man hat es von seiten der Choreografen geschafft, Schüler aus den verschiedensten Schulformen, die bisher wenig Übung im Tanz hatten, über dieses Projekt zu begeistern und ihnen damit neue Zukunftsperspektiven, im Tanzbereich oder Theater zu eröffnen. So war auch im Saarland nach der Aufführung des „Feuervogels“ aus der Begeisterung heraus der Wunsch bei den Teilnehmern groß, weiterzumachen: Es entstand unter der Leitung von Josef Eder aus den sogenannten „Foyer-Elementen“ ein Tanz-Projekt, das jetzt zum Tanz- und Theaterfestival nach Braunschweig am 20. September eingeladen ist. Aus der Presseerklärung: „Das Feuervogel-Projekt ist außergewöhnlich, einzigartig und pädagogisch wie künstlerisch herausragend. Royston Maldoom, Josef Eder und Constantin Trinks haben den Ehrgeiz und die Fähigkeit, mit den Schülerinnen und Schülern eine musikalisch und tänzerisch hochklassige Arbeit zu leisten“ sagte Minister Jürgen Schreier anlässlich eines Probenbesuchs im Saarländischen Staatstheater. „Ein solches Schüler-Tanz-Projekt sei außerordentlich wichtig für das soziale Lernen, die Konzentrationsfähigkeit, das Selbstbewusstsein und die persönliche Reifung der jungen Menschen, so der Minister, gleichzeitig stärke es den Gemeinschaftssinn und habe Ausstrahlung auf andere Schülerinnen und Schüler. „Es ist mir enorm wichtig, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Spielplan des Saarländischen Staatstheaters zu verankern, um das Haus für sie nicht nur als Besucher, sondern auch als „Akteure“ zu öffnen“, betonte Generalintendantin Dagmar Schlingmann. Dass gerade Royston Maldoom und Josef Eder für das erste derartige Projekt am SST gewonnen werden konnten, sei etwas ganz Besonderes.“

Eintritt: 2,50/4.- Euro
tel 06894 36821

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017