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Kinowerkstatt Programm: „Filmwoche: Jugendliche und Alkohol“

Die Darsteller und Schüler, die an dem Projekt beteiligt waren und der Regisseur werden anwesend sein. „Volle Peilung“ läuft im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema „Jugendliche und Alkohol“, die in der Zeit vom 2. -17. Februar vom Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises angeboten wird. Der Film lief schon einmal Anfang Februar im Rahmen der Podiumsdiskussion „Alkoholkonsum bei Jugendlichen“ und wurde von Experten und Publikum begeistert aufgenommen. Im Anschluss an „Volle Peilung“ läuft „Leaving Las Vegas“ (USA, 1995/ 96),
Regie: Mike Figgis nach dem Roman von John O’Brien mit Nicolas Cage, Elisabeth Shue, Julian Sands u.a.: „Die bittere und tragische Trinker-Ballade LEAVING LAS VEGAS vom britischen Regisseur Mike Figgis (…) ist ein Liebesfilm. Aber ein kompromisslos gegen den Strich gebürsteter. Bewusst bricht Figgis mit den ungeschriebenen Regeln des Mainstream-Kinos.“

Filmwoche: Filme zum Thema „Alkohol“.
Am Freitag, den 17. Februar, ab 16 Uhr, laufen ebenfalls im Rahmen der Filmwoche zum Thema „Jugendliche und Alkohol“ insgesamt vier Filme: „Alkohol
– die Volksdroge und ihre Kinder“, „Voll im Rausch – Jugendliche und Alkohol“, „Weil wir zusammen nicht mehr glücklich sind“ und „Abgefüllt und trotzdem lustig“. Die Filme wenden sich sowohl an Jugendliche als auch an interessierte Lehrer, Sozialarbeiter und Pädagogen und Eltern und dauert insgesamt 110 Minuten. Die Filme können auch nach telefonischer Absprache
(36821) für interssierte Schulklassen vormittags gezeigt werden. In „Alkohol, die Volksdroge und ihre Kinder“ (17 min.) einem Dokumentarfilm von Kirsten Esch (BRD 1999, 17 Min., Farbe, FSK: Ab 6 Jahren) Die Alkohol-Werbung ist allgegenwärtig, auf Plakatwänden, Werbespots im Fernsehen und in Anzeigen. Sie will positive Gefühle vermitteln: Geselligkeit, Fröhlichkeit. Doch wie sieht es in Wirklichkeit aus? Junge Menschen erzählen vor der Kamera über ihre Alkoholerfahrungen. Da sind die Jungen und Mädchen einer Gruppe die sich bezeichnenderweise die `Bier-Boys` nennen. Ihr Paragraph 1 heißt: `Saufen, saufen, saufen.` Da ist Robert, der schon früh mit Alkohol in Kontakt kam und – nicht zuletzt durch die familiären Umstände – zum Alkoholiker wurde. Da ist ein fünfzehnjähriges Mädchen, deren Leben vom Alkohol bestimmt ist und die kurz vor einer Entziehung steht.Ergänzt werden die Aussagen der Jugendlichen durch kurze Experten-Statements.

In „Voll im Rausch“ (29 min.) wird gezeigt, daß Feiern oft trinken heißt, besonders die süßen und schrillen Alkopops. Vor allem Mädchen wird mit den süßen Getränken der Einstieg in die Droge Alkohol deutlich leichter gemacht. Die beiden Freundinnen Paula und Vera sind erst 14. Sie wohnen in München und haben viele Möglichkeiten, sich zu amüsieren. Von den älteren Jugendlichen lernen sie, was man am Wochenende so alles machen kann. Die Badewanne bei einer Privatparty ist voll mit Alkopops, und beim Tanzen halten sie sich gerne an so einer kleinen bunten Flasche fest. In ihrer Klasse gibt es fast niemanden, der Alkopops nicht wenigstens schon einmal probiert hat. Die Meinung der Jugendlichen: „Klar kann Alkohol schädlich sein und süchtig machen, na und?“ Doch er macht auch lustig und locker und gehört zu jeder Party. Gut, dass es die schrillen und süßen Alcopops gibt, die viel besser als das bittere Bier schmecken. Alcopops verführen Jugendliche und insbesondere Mädchen immer früher dazu, Alkohol zu trinken.

„Weil wir zusammen nicht mehr glücklich sind“ (45 min.) produziert vom Medienprojekt Wuppertal, von Jugendlichen selbst gedreht, treten Monique (15 Jahre), Veronika (17 Jahre) und Ramona (20 Jahre) auf – sie sind Töchter von Alkoholikern. Für ihren Film interviewten sie sich gegenseitig ausführlich: Zu dem Alltag und den Problemen mit der Alkoholsucht ihrer Väter, zu den Folgen der Sucht, zu den Beziehungen zu ihren Vätern und Müttern, zu den Entzugsversuchen der Väter, zu ihren Ängsten und Wünschen und ihrem eigenen Umgang mit Alkohol. Ramonas Vater ist seit ihrer frühen Kindheit trocken, Moniques und Veronikas Väter trinken trotz verschiedener Entzüge und Kuren weiter. Moniques Mutter hat sich jedoch (mit Monique) von dem trinkenden Vater getrennt, Monique hat aber weiter Kontakt zu ihm. Um zu erfahren, was sich die Alkoholiker-Väter zu den Problemen denken, die sie ihren Kindern mit der Sucht und deren Umständen schaffen, führen die drei Mädchen außerdem ein Interview mit einem (seit einigen Jahren
trockenen) Alkoholiker. Klaus-Peter und seine (auch alkoholkranke) Frau gingen in den Entzug, als ihre Kinder mit dem Auszug aus der elterlichen Wohnung drohten, und sind seitdem trocken und eine ?glückliche Familie?

„Abgefüllt und trotzdem lustig“ – ein Gespräch und eine Partystudie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen (20 min)

Das Video vereint Lustvolles und Problematisierendes aus den ?ganz normalen? (Trink-)Erfahrungen von Jugendlichen. Die drei 18jährigen SchülerInnen Christina, Daniel und Mohammed des Wuppertaler Gymnasiums Vohwinkel sind FilmemacherInnen und Interviewte in ihrem Film zugleich. Für den Film führen sie ein sehr nahes Gespräch über ihren Alkoholkonsum. Über die Gründe, warum sie trinken bzw. warum Mohammed als Moslem nicht trinkt, was sie wo zu welchen Gelegenheiten trinken, und welche positiven und negativen Folgen das hat. Wie ihr Trinkverhalten im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum ihrer Eltern und ihres Freundeskreises steht. Formal ist das Video ein Experiment: Reden + Drehen. Während des intensiven Gesprächs in Christinas Küche filmen sich die drei Jugendlichen mit je einer mobilen DV-Kamera aus der Hand selbst. Um das Trinkverhalten zu visualisieren veranstalteten sie mit Freundinnen eine Party und filmten sich und sie dabei.

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