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Landespreis Hochschullehre 2005

In Vertretung von Wissenschaftsminister Jürgen Schreier hat Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath heute (11.2.06) den ersten von drei Preisträgern des Landespreises Hochschullehre 2005 ausgezeichnet. Professor Wolfgang Nestler von der Hochschule der Bildenden Künste Saar erhält mit der Auszeichnung ein Preisgeld von 20 000 Euro für das Kunst-, Lehr- und Lernprojekt „Weltkulturerbe im Austausch“ aus dem Wintersemester 2004/05.

Dr. Susanne Reichrath: „Mit der Anerkennung und der Würdigung besonderer Leistungen in der Hochschullehre wollen wir Hochschullehrerinnen und -lehrer ermutigen, neue Wege in der Lehre zu suchen und zu erproben. Angesichts der veränderten Bildungsmärkte in Europa und in der Welt wird die Qualität der Studienangebote immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor der Hochschulen. Der Preis wurde ins Leben gerufen, um Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in diesem Land für besonders herausragende Leistungen in der Lehre auszuzeichnen. Für Leistungen, die beispielgebend und geeignet sind, Lehre, Studium und Prüfung inhaltlich oder didaktisch-methodisch nachhaltig zu verbessern.“

Die von Professor Wolfgang Nestler im Rahmen des Faches Plastisches Gestalten im Studienbereich Freie Kunst ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe „Weltkulturerbe im Austausch“ stellt einen Prototyp dar. Kerngedanke des Projektes war, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zum Gastgeber anderer Weltkulturerbestätten zu machen. Die Gäste waren gefordert, sich hier in ihren kulturellen Zusammenhängen zu präsentieren. Im Mittelpunkt stand ein Besuch der Projektteilnehmer aus dem Saarland in Korea, um das Projekt aus künstlerischer Sicht vorzustellen, gefolgt von einem Gegenbesuch koreanischer Künstler in Völklingen, um die koreanische Sicht auf ihr Weltkulturerbe in Kyong-ju zu vermitteln. Die Veranstaltungsreihe wurde aufgrund ihrer Einzigartigkeit ebenfalls zum UNESCO-Projekt.

Die Ausschreibung des Landespreises Hochschullehre 2005 im Oktober vergangenen Jahres ist erneut auf große Resonanz gestoßen. So haben sich vier Hochschulen des Landes mit insgesamt zwölf Vorschlägen um den Lehrpreis beworben. Die meisten Vorschläge kamen – wie bereits im Vorjahr – von der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). Darüber hinaus haben die Hochschule für Musik und die Katholische Hochschule für Soziale Arbeit Vorschläge eingereicht.

Die Auswahlentscheidung für die Preisvergabe wurde von einer vierzehnköpfigen Kommission vorbereitet, die sich aus Studierenden, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, einer Vertreterin der Frauenbeauftragten der Hochschulen sowie einer Vertreterin des Wissenschaftsministeriums zusammensetzte. Die Jury habe sich die Aufgabe nicht leicht gemacht, betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath. Jeder Vorschlag sei von vier Gutachtern unabhängig voneinander geprüft worden.

Der Landespreis Hochschullehre ist mit insgesamt 50 000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträgerinnen oder Preisträger aufgeteilt werden. Die Preisgelder dienen der weiteren Verbesserung der Qualität der Lehre und sind nach freiem Ermessen der Preisträgerinnen und Preisträger für diese Zwecke zu verwenden. Für den Preis können zum einen alle Lehrenden aus den Hochschulen und der Universität des Saarlandes vorgeschlagen werden, zum anderen aber auch Arbeitsgruppen mit bis zu fünf Mitgliedern.

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