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Kein Grund zur Panik – Lokale Fälle in Italien und Griechenland

Anlässlich des Auftretens des Vogelgrippe-Virus am Wochenende in Italien und Griechenland erklärt der saarländische Gesundheitsminister Josef Hecken: „Es besteht kein Grund zur Panik. Das Saarland liegt nicht auf den großen Routen der Zugvögel. Bei Einhaltung aller Schutzmaßnahmen kann eine flächenhafte Ausbreitung des gefährlichen Virus H5N1 verhindert werden. Daher wird auch das Saarland ab März die 300.000 Hühner, Gänse, Enten und Puten in 6.000 Betrieben erneut aufstallen“. Bei einem Gespräch mit Bundesverbraucherminister Horst Seehofer am kommenden Mittwoch in Berlin werden weitere Maßnahmen besprochen.

„Trotz der aktuellen Fälle bei Tieren in der EU besteht zur Zeit Gott sei Dank in Deutschland keine akute Bedrohungslage und damit auch kein Anlass zur Panik. Niemand kann verlässlich einschätzen, ob und wohin sich die Vogelgrippe ausbreitet und niemand weiß, ob und wie es evtl. zu einem „Überspringen“ des Virus „auf Menschen“ kommt. Deshalb ist verantwortungsbewusste Vorsorge angezeigt und selbstverständlich, Panikmache aber unverantwortlich.

Die bisher im Saarland getroffenen Maßnahmen haben sich als effektiv bewiesen: das Einfuhrverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus gefährdeten Gebieten wird im Saarland weiterhin konsequent durchgeführt. Des weiteren haben sich das flächendeckende Monitoring von Haus- und Wildgeflügel bewährt. Die gezogenen Proben waren alle unauffällig. Der Vogelflug wird weiterhin durch den Ornithologischen Beobachterring im Saarland beobachtet und entsprechende Auffälligkeiten gemeldet.

Mit diesen Maßnahmen wird es gelingen, nicht nur die Menschen, sondern auch die 382 Geflügel-Großbetriebe mit über 100 Tieren pro Betrieb und die rund 6.000 kleineren Geflügelzüchter im Saarland zu schützen. Abschließend macht der Minister deutlich, dass ein Alleingang einzelner Länder zur Vermeidung der Vogelgrippe wenig Sinn mache. Notwendig sei vielmehr eine Absprache mit dem Bund und der EU über wirksame und übergreifende Schutzmaßnahmen für Mensch und Tier.“ Betroffen von der Stallpflicht ist nach Angaben von Gesundheitsminister Josef Hecken jede Art von Haus- und Zuchtgeflügel, wie z. B. Hühner, Gänse, Enten oder Puten, nicht hingegen Tauben. Aufgestallt werden muss nach derzeitiger Risikoberwertung ab 01. März bis 30.April.

Hinweis:
Infektionen des Menschen mit Influenzaviren des Geflügels sind selten; lediglich bei sehr nahem Kontakt zu kranken Tieren kann es zu einer Infektion kommen. Der Erreger wird vor allem durch Kot und Sekrete übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht bestätigt. Der Verzehr von ausreichend erhitztem bzw. gekochtem Geflügelfleisch oder -produkten ist unbedenklich. Weitere Infos auch unter der saarländischen Vogelgrippe Tel. 0681-501 2030 und 0681501 2040 (Wochentags von 8 bis 18 Uhr).

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