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Squash: Heimpleite gegen Aufsteiger Augsburg

Das im Ahorn-Park in Paderborn die Trauben für das St.Ingberter Team sehr hoch hingen, war schon im Vorfeld klar gewesen. Zumal der SRC auf der Profiposition lediglich auf die Nummer Drei, Shahid Khan, zurückgreifen konnte, da Bradley Ball und Peter Barker nicht zur Verfügung standen.
Der Klassenunterschied zeigte sich am deutlichsten auf den Positionen 4 und 1. Simon Krewel mühte sich gegen den ehemaligen Top-Fünf Spieler Lars Osthoff zwar redlich, konnte aber keine Akzente setzen. Ähnlich chancenlos war Shahid Khan gegen den Deutschen Einzelmeister Simon Rösner, der Khan nie ins Spiel kommen ließ. Beide Spiele wurden mit 0:3 verloren.
Markus Voit, der bärenstark in die Saison gestartet ist, war dagegen erfolgreicher: Sein Gegner Stefan Leifels musste einen Satzverlust hinnehmen und für den Sieg letztlich viel arbeiten. Mit dem guten Spiel und einem 1:3-Ergebnis gegen die Deutsche Nummer Zwei kann Voit durchaus zufrieden sein.
Kapitän Johannes Voit spielte schließlich im letzten Spiel des Tages gegen den Engländer Tim Garner und zwang diesen mit einer großartigen Leistung in den fünften Satz. Dort erwies sich der ehemalige Weltranglistenspieler schließlich als zu stark und sicherte mit einem 11:6 den glatten 4:0-Erfolg für seine Mannschaft.
„Paderborn hat eine solch stark besetzte Mannschaft, da ist ein Punktgewinn schon sehr unwahrscheinlich. Man versucht zwar immer die Großen zu ärgern, aber es klappt eben nicht oft.“, resümiert Johannes Voit.

Beim Sonntagsspiel empfing der 1. SRC Wiesental, St. Ingbert den Aufsteiger TBS-Sharks Augsburg aus Bayern. Die Augsburger hatten nach ihrem Aufstieg Nationalspieler André Haschker vom Bremer SC verpflichtet und können somit ein starkes Team aufbieten.
So kam es, dass schon das erste Spiel des Tages entscheidenden Einfluss nehmen sollte. Marco Scherer war der erwartet gleichwertige Gegner für Simon Krewel: Der erste Satz war ein einziger Schlagabtausch, an dessen Ende Scherer auf 10:7 davonziehen konnte. Doch Krewel kämpfte sich heran, glich aus und sicherte sich den Satz unter dem Jubel des Publikums. In Durchgang zwei konnte Scherer erneut wegziehen und hatte mit 10:6 mehrere Satzbälle. Erneut nutzte Krewel die aufkommende Unsicherheit seines Kontrahenten aus und glich zum Tie-Break aus, 10:10. Schließlich gelang ihm erneut der Satzgewinn, diesmal mit 14:12.
Doch die Aufholjagden hatten Kraft gekostet und dies bekam Krewel im folgenden Spielverlauf zu spüren. Die beiden nächsten Sätze gewann Scherer, der von der hohen Fehlerquote des jungen 20jährigen St.Ingberters profitierte. Im finalen fünften Satz wurde es am Ende ganz spannend: Erneut musste der Tie-Break entscheiden. Krewel konnte den ersten Matchball von Scherer abwehren, ehe er selbst in zwei Versuchen scheiterte. Im zweiten Anlauf war Scherer schließlich erfolgreich und siegte nach einem 70-minütigem Marathonmatch mit 14:20 im 5. Satz.
„Am Ende habe ich zu nervös agiert. Ich konnte meine Konzentration nicht mehr so hoch halten wie zuvor.“, ärgerte sich Krewel.
Sein Teamkamerad Markus Voit ließ dagegen nichts anbrennen: Sein Gegner Florian Silbernagl kam mit dem souveränen Spiel des St.Ingberters zu keiner Zeit zurecht und beging viele leichte Fehler. Ohne Druck konnte Voit somit sein Spiel durchziehen und wurde schließlich mit einem glatten 3:0-Erfolg belohnt.
Auf der Spitzenposition traf Shahid Khan auf den in der Weltrangliste weitaus besser platzierten Franzosen Julien Balbo. Doch dieser hatte Probleme, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden: Nach zwei Sätzen stand es lediglich 1:1. Doch Khan agierte in der Folge zu unkonzentriert und baute so seinen Gegner auf. Balbo setzte sich schließlich mit 3:1 durch.
Es war damit an Johannes Voit, den Punkt zu retten. Doch gegen seinen Rivalen André Haschker, Nummer Vier in Deutschland, erwischte er einen schwachen Start und lag schnell mit 0:2 hinten. Im dritten Satz gelang es Voit erstmals, sein druckvolles Spiel aufzubauen und ging rasch in Führung, die er in einen 11:9-Satzerfolg ummünzen konnte. Im folgenden Durchgang erwischte Haschker jedoch wieder den besseren Start und hielt seinen Vorsprung bis hin zum Matchball beim Stande von 10:6. Er verwandelte den zweiten und besiegelte damit die erste Heimniederlage des SRCs in der noch jungen Saison.
„Natürlich ist es schade, dass wir heute keine Punkte geholt haben“, meint Markus Voit, der als einziger siegen konnte. „Mit Bradley Ball auf der Eins und etwas mehr Glück bei Simon hätte die Sache schon wieder ganz anders ausgesehen.“

Nach den beiden Spieltagen rutschte der 1. SRC Wiesental, St. Ingbert vom 3. auf den 7. Tabellenplatz. Allerdings ist das Ligafeld nach vier Spieltagen noch dicht beisammen. Lediglich der Paderborner SC behielt eine reine Weste und steht mit 8:0 als Ligaprimus da.

Begegnung des 3. Spieltags:

Paderborner SC – 1. SRC Wiesental, St. Ingbert
4:0

Spieler Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4 Satz 5 Punkte Sätze
Simon Rösner : Shahid Khan 11:7 11:8 11:5 33:20 3:0
Tim Garner : Johannes Voit 11:8 12:14 11:5 9:11 11:6 52:21 3:2
Stefan Leifels : Markus Voit 11:8 7:11 11:7 11:9 40:35 3:1
Lars Osthoff : Simon Krewel 11:4 11:4 11:6 33:14 3:0

Begegnung des 4. Spieltags:

1. SRC Wiesental, St. Ingbert – TBS-Sharks Augsburg
1:3

Spieler Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4 Satz 5 Punkte Sätze
Shahid Khan : Julien Balbo 4:11 11:7 4:11 7:11 26:40 1:3
Johannes Voit : André Haschker 5:11 4:11 11:9 7:11 27:42 1:3
Markus Voit : Florian Silbernagl 11:8 11:8 12:10 33:26 3:0
Simon Krewel : Marco Scherer 12:10 14:12 5:11 8:11 12:14 45:53 2:3

Die aktuelle Tabelle

Platz Mannschaft Sätze Matches Punkte
1 Paderborner Squash Club 45:6 15:1 8:0
2 Black & White RV Worms 35:19 11:5 6:2
3 Schängel Squash Club Koblenz 35:26 10:6 5:3
4 TBS-Sharks Augsburg 33:25 10:6 5:3
5 Sport-Insel Stuttgart 27:31 7:9 4:4
6 Squash Insel Taufkirchen 25:34 7:9 4:4
7 1.SRC Wiesental, St. Ingbert 28:33 7:9 3:5
8 1.Bremer SC 24:32 7:9 3:5
9 1. SC Karlsruhe 21:37 4:12 1:7
10 SC München-Solln 13:43 2:14 1:7

Der nächste Doppel-Spieltag findet am 16. und 18. November statt.
Am 16. November empfängt der 1. SRC Wiesental, St. Ingbert den Tabellenvorletzten Karlsruhe. Das Auswärtsspiel am Sonntag bestreitet das Team beim Vizemeister aus Worms.

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