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Handball: Spielbericht SGH St. Ingbert gegen HF Illtal


Drei rote Karten, etliche Zweiminutenstrafen und ein Kampf hart an der
Grenze des Erlaubten, kennzeichneten das Saar-Derby voller Emotionen
zwischen der SGH St. Ingbert und den Handballfreunden Illtal im St.
Ingberter Hexenkessel. Dank einer besseren ersten Halbzeit konnte die
Heimmannschaft das Spiel mit 33:31 (20:14) für sich entscheiden.

Gut gefüllt war die Ingobertushalle, die Fans der SGH waren guter Dinge,
die Sperrigen Güter machten Stimmung, lauter noch waren die Illtaler
Fans mit ihren Trommeln zu vernehmen. Die Schiedsrichter vom TuS
Göllheim hatten alle Hände voll zu tun und haben ihre Aufgabe, so Peter
Masica, gut gemeistert. Torhüter Manuel Weinmann muss auf Grund seiner
Kapselverletzung an der Hand für zwei Wochen pausieren, dafür schlüpfte
Torwarttrainer Roger Strobel noch einmal ins Spielertrikot, kam aber
dank der ausgezeichneten Leistung von Christian Dorscheid nicht zum
Einsatz. Dominic Mader stand nach seiner Verletzung wieder auf der
Spielerliste.

Das erste Tor setzte Spielertrainer Krzysztof Wroblewski für die
Handballfreunde, das war aber auch die einzige Führung im Derby für die
Handballfreunde. „Die erste Minute haben wir verschlafen“, so der
SGH-Coach. Michael Deckert, Mirko Schwarz, Peter Jancik und Jakub Balaz
setzten nach, und nach fünf Minuten führte die Heimmannschaft mit 5:3.
In jeder Phase des Spiels waren die SGH-Fans mit dabei und feuerten ihr
Team an. Die Illtaler Zebras, ein starker Gegner, konnten jedoch nicht
abgeschüttelt werden, ließen es zunächst nicht zu, dass sich der
Vorsprung der Gastgeber vergrößterte. St. Ingbert baute souverän und
diszipliniert seinen Angriff auf, zeigte eine starke Abwehrleistung und
ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Wroblewski nahm eine Auszeit
(15.), weil seine Zebras zwischenzeitlich vier Tore zurücklagen, doch
das 15:9 (20.) für die Gastgeber und das 20:14 (30.) verdeutlicht, dass
die erste Halbzeit an die St. Ingberter ging. Kurz vor der ersten
Halbzeit warf Oliver Zeitz den Ball ins Publikum und erhielt dafür seine
erste Zeitstrafe.

In der Kabine machte Masica seinen Jungs klar, dass es noch härter
werden würde, er mahnte, sich nicht provozieren zu lassen. Nicht nur er
erkannte, dass der Gegner übermotiviert schien. Das zeigt auch die Rote
Karte, die Oliver Zeitz (38.) nach drei Zeitstrafen kassierte. Bis zur
50. Spielminute führte St. Ingbert mit sieben Treffern (29:22), doch
dann wurde nach der Auszeit der Gäste viel Hektik ins Spiel
hineingetragen. Masica stellt fest: „Die Gäste agierten mit offener
Deckung, wir waren zu statisch, so dass die Zebras gefährlich nahe
herankamen, erst durch mehr Bewegung kamen wir wieder ins Spiel“.
Nervenkitzel, Spannung pur herrschte bei den Fans, die jetzt lautstark
ihre Mannschaft anfeuerten, wozu auch Hallensprecher Mathias Uhlig regen
Anteil hatte. Das Spiel wurde härter, Frank Nomine kassierte die zweite
Rote für Illtal (58.), eine Minute später musste Mike White (SGH) vom
Platz und Michael Deckert wurde an der Stirn wegen einer Platzwunde
getackert. Doch die Zebras konnten das Blatt nicht mehr wenden, nicht
nur Wroblewski musste anerkennen, dass St. Ingbert die zwei Punkte
verdient gewonnen hatte. Überglücklich nach der harten Schlacht
bedankten sich die Spieler bei ihren Fans.

Jakub Balaz haben die tolle Atmosphäre und die Anfeuerung durch die Fans
sehr angespornt. „Wir wollten gewinnen, die ganze Mannschaft hat eine
sehr gute Leistung gezeigt, alle Kraft hat sie auf dem Spielfeld
gelassen. Die Fans haben uns nach vorne getrieben.“

Peter Mascia war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Jungs. „Wir
haben es heute nicht leicht gehabt. Illtal schien übermotiviert, es war
ein hartes Spiel, viele Emotionen wurden in das Derby hineingetragen.
Kompliment an meine Truppe, sie haben die Härte zurückgegeben, sich aber
nicht provozieren lassen. Ich habe gefürchtet, dass das Spiel in der
zweiten Halbzeit eskaliert. Wir haben versucht in der ersten Halbzeit
einen schönen Handball zu spielen, für Illtal war es sicher
frustrierend, dass wir gekontert haben und nach dreißig Minuten deutlich
die Nase vorn hatten. Lob hatte er vor allem für Peter Jancik und Mirko
Schwarz parat , auch Mike White zeige eine steigende Tendenz.

Michael Deckert: „Wir wollten zwei Punkte, aber durch fairen Sport.“

Nächstes Spiel am Samstag, den 03. November 2007 in der Ingobertushalle
St. Ingbert gegen TV Homburg…+

Mehr Infos: www.sgh-sankt-ingbert.de

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