Nachrichten

Dienstag, 17. Oktober 2017 · sonnig  sonnig bei 16 ℃ · Neuer Kreisvorstand gewähltMalschule Rita Walle zieht umKirmes in St. Ingbert – Familientag

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Kinowerkstatt – Programm v. 9. – 11. Nov.

Zum 100. Geburtstag des Regisseurs Fred Zinneman („Das siebte Kreuz“, „Zwölf Uhr mittags“) und zum Tode von Deborah Kerr zeigt die Kinowerkstatt am Wochenende, Freitag, den 9. November, um 19 Uhr, Samstag, den 10. November, um 21 Uhr, sowie am Sonntag, um 20 Uhr einen Klassiker der Filmgeschichte aus dem umfangreichen Archiv der Kinowerkstatt: Fred Zinneman’s „Verdammt in alle Ewigkeit“ (USA, 1953, From her to Eternity, OmU) mit Burt Lancaster, Deborah Kerr, Montgomery Clift, Donna Reed und Frank Sinatra. Der Film wurde 1954 mit 8 Oscars ausgezeichnet bei insgesamt 13 Nominierungen. In folgenden Kategorien gewann der Film: Bester Film, Bester Nebendarsteller (Frank Sinatra), Beste Nebendarstellerin (Donna Reed), Bester Regisseur (Fred Zinnemann), Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Drehbuch, Bester Ton. Es bietet sich die Gelegenheit einen Filmklassiker auf der grossen Leinwand kennen zu lernen oder noch einmal zu sehen.
Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Soldaten Prewitt (Montgomery Clift), der sich aus Protest vom Musikkorps zur Infanterie hat versetzen lassen. Dort verweigert er seinen Einsatz in der Boxstaffel und wird daraufhin auf Befehl des Capitains grausam schikaniert. Die Schilderung von Auswüchsen im Garnisonsleben endet mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor. Eindrucksvoll vor allem die psychologisch scharf herausgearbeiteten Charaktere und die guten Darsteller.
————————————————————————————
Am Freitag, den 9. Nov. um 21.45 Uhr und am Montag, den 12. November, um 20 Uhr ist der letzte Filme von Fred Zinnemann aus dem Jahre 1982 zu sehen: „Am Rande des Abgrunds“ (dtsch. Fassung, Originaltitel: Five Days One Summer, USA 1982, ca. 108 min.) mit Sean Connery, Betsy Brantley, Lambert Wilson, Jennifer Hilary, Isabel Dean.

Nicht als Superagent 007, sondern als ergrauter schottischer Arzt Dr. Douglas Meredith, verbringt Sean Connery ein paar Tage in den Schweizer Alpen. Seine Begleiterin in diesem Frühjahr ist Kate, die junge Nichte und Geliebte von Meredith. Der Fünfzigjährige will noch einmal die Vergnügen seiner Jugend genießen und Kate beweisen, dass er nichts von seiner einstigen Kraft und Vitalität verloren hat. Dieser Plan droht zu scheitern, als der junge Bergführer Johann auftaucht und Kate sofort in seinen Bann zieht. Vor dem Hintergrund der majestätischen Alpen entwickelt sich ein Dreiecksverhältnis, ein Drama, das in der Bergtour der Rivalen gipfelt.

Info:
Fred Zinnemann (* 29. April 1907 in Wien; † 14. März 1997 in London; eigentlich: Alfred Zinnemann) war ein österreichisch-US-amerikanischer Filmregisseur. Fred Zinnemann kam in Wien (im 3. Bezirk) als Sohn jüdischer Eltern zur Welt; sein Vater war Arzt. In seiner Jugend in Wien war er eng mit dem späteren Hollywood-Regisseur Billy Wilder befreundet, mit dem er zeitweise in dieselbe Klasse ging und mit dem er ein Leben lang Kontakt hielt.
Seit 1928 in Berlin tätig, war er 1929 Kameraassistent bei einem Stummfilm mit Marlene Dietrich. Seine dritte Kameraassistenz absolvierte er im Sommer 1929 bei „Menschen am Sonntag“, „der bald einmal berühmt gewordenen Außenseiterproduktion der Brüder Siodmak, Edgar Ullmers und Billy Wilders“. Im Oktober 1929 ging er nach Hollywood und arbeitete dort als Regieassistent und Kurzfilmregisseur.

Ein typischer Hollywoodhandwerker ist Zinnemann nie geworden. Nur einen Bruchteil der knapp sechs Jahrzehnte, die seine Karriere umfasst, hat er in Hollywood zugebracht. Ihm wird zugeschrieben, Montgomery Clift, Marlon Brando, Grace Kelly, Rod Steiger, Meryl Streep und andere Stars als Erster groß herausgebracht zu haben.

Fred Zinnemann wurde insgesamt fünf Mal mit einem Oscar ausgezeichnet und weitere sechs Mal oscarnominiert (siehe Abschnitt Auszeichnungen). Zinnemann gilt als einer der besten Regisseure des 20. Jahrhunderts.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017