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Niederlage in der Ingobertushalle


Wie immer war die Ingobertushalle proppenvoll, viele Fans waren
gekommen, die ein phänomenales Publikum waren. Dennoch hat die SGH St.
Ingbert zum erstenmal in dieser Saison ein Heimspiel in der Oberliga RPS
gegen den Tabellenzweiten HSG Biewer-Pfalzel mit 27: 31 (12:18)
verloren. Wohin fährt der SGH-Express?

Die vergangenen vierzehn Tage waren hart für die St. Ingberter, vier
Punktspiele, 1 Pokalspiel, dann dazu noch Zusatztraining, schließlich
wurde ein gehandelter Favorit der Oberliga-RPS erwartet. Dazu kommt,
dass Rückraumschütze Roman Kraus noch verletzt ist, Peter Jancik
aufgrund seiner Knieverletzung Schmerzen hat und nicht voll einsatzfähig
ist. Er wird im Dezember operiert. Keeper Rüdiger Lydorf wird erst Ende
des Monats November wieder zwischen den Pfosten stehen können. Dafür
konnte Dominic Mader erstmals wieder eingesetzt werden.

Die Gastgeber begannen gut, führten durch Tore von Jakub Balaz, Michael
Deckert und Mirko Schwarz schnell mit 5:2, hatten die Chance zum 6:2
durch einen Tempogegenstoß, der aber vergeben wurde. Biewer-Pfalzel nahm
eine Auszeit, formierte seine Abwehr kompakter, schaltete Jakub Balaz
fast aus, so dass es für die SGH nur noch schwer ein Durchkommen gab.
Fehlpässe, unkonzentriertes Spiel, vor allem beim Angriff, reihenweise
vergebene Torchancen kennzeichneten das Agieren der Saarländer. Sieben
Minuten lang konnte die Heimmannschaft keinen Treffer mehr erzielen,
auch ein Siebenmeter wurde selbst im Nachschuss nicht verwandelt,
während die Gäste mit 9:6 in Führung gingen. Dieser Führung liefen die
Masica-Jungs hinterher. Obwohl Keeper Christian Dorscheid so manche
Torchance der Trierer zunichte machte, konnte die SGH ihre zahlreichen
Möglichkeiten nicht nutzen. Sechs Treffer lagen die Gäste zur Halbzeit
vorne.

Nach dem Seitenwechsel begann die Aufholjagd; durch Tore von Alexander
Wesely und Dominic Mader, der auf Einsatz brannte, wurde der Vorsprung
auf vier Treffer verkürzt (16:20, 36.). Aber die Ballverluste und
Unkonzentriertheiten der Heimspieler (Fehlpässe, verstolperte Bälle,
Lattentreffer, Schüsse übers Tor) in der Folge verhinderten einen
Ausgleich. Eine entscheidende Situation war in der 40.Minute, als es
18:21 stand und die Chance zum Anschluss verspielt wurde. Der Gegner
agierte hart aber fair in der Abwehr, die Spieler waren körperlich
robuster, spielten einfach disziplinierter und sehr konzentriert. Es
gelang nicht, die Rückraumschützen des Gegners in den Griff zu bekommen.
Zwar kämpften die St. Ingberter, gaben nie auf, aber es reichte einfach
nicht. Viele Fans waren an diesen Tag enttäuscht von Jakub Balaz, der
sich einfach hat lahm legen lassen, kein Rezept dagegen gefunden hat.
Aus dem Rückraum kam wenig, Roman Kraus wurde schmerzlich vermisst.

Peter Masica war enttäuscht. „Wir hätten gewinnen können, aber was sich
beim Pokalspiel in Saarlouis schon angedeutet hat, setzte sich hier
fort. Am Freitag im Training habe ich die Einstellung der Spieler
kritisiert. Wer nicht 100 Prozent beim Training gibt, wird das auch
nicht im Spiel umsetzen. Die ersten Minuten haben sie gut angefangen,
das umgesetzt, was in der Kabine angesagt war, da hat es gestimmt. Dann
kam lange kein Tor, schlechte Pässe, ein Standspiel; gegen die kompakte
Abwehr der Gäste hätte viel mehr Bewegung sein müssen. Ich habe gewusst,
dass das einmal kommen wird. Keine Disziplin, keine Konzentration
herrschte bei vielen vor. Alexander Wesely hat mir gut gefallen, Dominic
Mader hat sich gut präsentiert, hat allerdings noch Trainingsrückstand
nach seiner langen Verletzung.. Die Torleute haben nicht auf das gehört,
was Roger Strobel und ich ihnen geraten haben. Es tut mir leid für die
Zuschauer. Es ist schade um die zwei Punkte, wir haben uns nicht gut
verkauft. Biewer-Pfalzel hat nur auf unsere Fehler zu warten brauchen
und sie ausgenutzt. Für das nächste Spiel in Kuhardt haben wir viel
Arbeit vor uns.“ Abteilungsleiter Klaus Weiland war enttäuscht von der
Leistung der Spieler.

Gästetrainer Uwe Fachinger äußerte in der anschließenden
Pressekonferenz, dass er sehr angetan sei von der tollen Atmosphäre in
St., Ingbert. „Wir wurden sehr freundlich aufgenommen, die SGH ist eine
nette Mannschaft.“ Man könnte dies allerdings ironisch deuten. „In der
ersten Halbzeit hat meine Mannschaft sehr schöne Spielzüge gezeigt, eine
kämpferische Einstellung und eine aggressive Abwehr mit einem guten
Torwart. Nach der Pause wirkte sie etwas zerfahren. Schon beim Training
in dieser Woche waren wir zuversichtlich, mein Team war selbstbewusst
und hat mit Spaß das Training absolviert.

Tore für die SGH: Peter Jancik 6/1; Mirko Schwarz, Michael Deckert,
Dominic Mader, Alexander Wesely je 4; Martin Schwarz 2/1; Jan Weise,
Sebastian Marx, Jakub Balaz je 1.
HSG Biewer-Pfalzel: Thomas Kochann 10; Oliver Kammann 5; Marc Köhler 4;
Oliver Gloden, Christian stein je 3; Carsen May 2; Alexander Kuhfeld und
Carsten Rohr je1.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017