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Grundschulen in der Mittelstadt St. Ingbert weiten Ganztagsangebot aus

Für sechs Grundschulen wird der Ausbau und die Erweiterung der Nachmittagsbetreuung mit insgesamt 913.370,77 Euro gefördert werden. Damit hat die Mittelstadt St. Ingbert bisher für die Nachmittagsbetreuung an ihren Grundschulen rund 1,7 Mio. Euro aus Mitteln des Investitionsprogramms „Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB) erhalten, betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath heute (15.2.06) bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an den Oberbürgermeister der Mittelstadt, Georg Jung. Kein anderes Bundesland besitze bei den Ganztagsschulen ein derart dichtes Betreuungsnetz wie das Saarland, so die Staatssekretärin.

„Das Saarland hat flächendeckend Freiwillige Ganztagsschulen eingerichtet und schneidet im Ländervergleich hervorragend ab. Saarlandweit wurden bisher rd. 220 Schulstandorte mit IZBB-Mitteln gefördert. Das Bewilligungsvolumen liegt aktuell bei rd. 31 Mio. Euro. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges politisches Ziel der Landesregierung und genießt höchste Priorität. Die Eltern können sicher sein, dass ihre Kinder in der Freiwilligen Ganztagsschule gut aufgehoben sind und dass ein attraktives Bildungs- und Freizeitangebot in der Freiwilligen Ganztagsschule besteht“, betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath. Eine Nachmittagsbetreuung wird überall dort angeboten, wo Bedarf besteht – flächendeckend, flexibel und wohnortnah. Inzwischen gibt es landesweit an 151 von 189 Grundschulstandorten und an 14 von 15 Gesamtschulen ein Ganztagsangebot. Bei den Erweiterten Realschulen ist ein Versorgungsgrad von 66 Prozent erreicht, bei den Gymnasien sind es knapp 80 P rozent.

Grundschule St. Ingbert-Rohrbach – Pestalozzischule:

Das nachmittägliche Bildungs- und Betreuungsangebot soll in St. Ingbert-Rohrbach am Standort Pestalozzischule konzentriert werden. Das wird durch einen Anbau mit Betreuungsräumen und Speiseraum-Multifunktionsraum, Ausgabeküche und Mediothek/Bibliothek für die Freiwillige Ganztagsschule verwirklicht. Dafür erhält die Stadt als Schulträger einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 713.723 Euro. Derzeit nehmen 22 Kinder ein Betreuungsangebot bis 14 Uhr wahr, 16 Kinder bleiben bis 16 Uhr. Nach Abschluss der Maßnahme können dann bis zu 60 Kinder bis 16 Uhr betreut werden. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule ist das JBF Saarbrücken (Jugendprojekt Verein für Bildung und Freizeit e. V.).

Grundschule St. Ingbert-Rohrbach – Pestalozzischule

Standort Hassel:

Für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule am Standort Hassel erhält die Stadt Ingbert 23.147 Euro aus dem IZBB-Programm. Das nachmittägliche Bildungs- und Betreuungsangebot wird durch neue Möbel, Spiele, Spielgeräte und sonstige Materialien qualitativ wesentlich verbessert. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule am Standort Hassel ist das Deutsche Rote Kreuz KV St. Ingbert. Nach Abschluss der Maßnahme ist die Betreuung von 30 Kindern bis 16 Uhr möglich.

Rischbachschule:

Die Stadt St. Ingbert erhält insgesamt drei Bewilligungsbescheide in Höhe von zusammen 39.423 Euro. Mit den Fördergeldern werden die Ausstattung der Bibliothek inklusive Bücher, der Küche sowie Spielgeräte finanziert. Die Zuwendungen ermöglichen die Einrichtung einer Ausgabeküche einschließlich Geschirr und Möbel für den Bereich der Essenseinnahme. So kann das nachmittägliche Bildungs- und Betreuungsangebot auf 16 Uhr erweitert werden. Möbel für den Betreuungsbereich, Spiele und sonstige Materialien einschließlich Büchern tragen wesentlich zur qualitativen Verbesserung und Weiterentwicklung bei. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule ist das Deutsche Rote Kreuz KV St. Ingbert. Nach Abschluss der Maßnahme ist die Betreuung von 40 Kindern bis 16 Uhr möglich.

Rischbachschule – Standort Wiesentalschule:

Die Stadt St. Ingbert erhält für die Freiwillige Ganztagsschule am Standort Wiesentalschule Mittel in Höhe von 86.076 Euro aus dem IZBB-Programm. Die Wiesentalschule ist ständige Dependance der Grundschule St. Ingbert – Rischbachschule. An der Wiesentalschule wurde eine Baumaßnahme – das sog. „Kinderhaus“ – für Zwecke des nachmittäglichen Bildungs- und Betreuungsangebotes bereits mit IZBB-Mitteln in Höhe von 620.757 Euro gefördert. Die dort für die Freiwillige Ganztagsschule vorgesehenen Räume sollen mit den neu bewilligten Geldern mit Küchenausstattung, Möbeln, Spielen und sonstige Materialien einschließlich Bücherpaketen eingerichtet werden. Die offizielle Einweihung des Kinderhauses findet am 17. Februar 2006 statt. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule ist das Caritas-Zentrum Saarpfalz. Nach Abschluss der Maßnahme ist die Betreuung von 60 Kindern bis 16 Uhr möglich.

Grundschule St. Ingbert – Südschule:

Für die Südschule erhält die Stadt Ingbert insgesamt zwei IZBB- Bescheide in Höhe von 30.144 Euro. Mit diesen Fördermitteln werden u. a. Möbel für den Betreuungsbereich, Spiele und sonstige Materialien einschließlich Bücherpakete angeschafft. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule ist das Deutsche Rote Kreuz KV St. Ingbert. Nach Abschluss der Maßnahme ist die Betreuung von 40 Kindern bis 16 Uhr möglich.

Grundschule St. Ingbert – Südschule

Standort Oberwürzbach:

Die Stadt St. Ingbert erhält für den Standort Oberwürzbach zwei Bewilligungsbescheide in Höhe von zusammen 20.855 Euro für weitere Anschaffungen nachdem bereits im Januar 2004 eine Zuwendung in Höhe von 13.611 Euro ergangen war. Maßnahmeträger der Freiwilligen Ganztagsschule am Standort Oberwürzbach ist das Deutsche Rote Kreuz KV St. Ingbert. Nach Abschluss der Maßnahme ist die Betreuung von 30 Kindern bis 16 Uhr möglich.

Aktuell nehmen im Saarpfalz-Kreis 1.258 Schülerinnen und Schüler an den unterschiedlichen Modellen des nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebotes teil. Von den 52 Schulen im Saarpfalz-Kreis (29 Grundschulen, 7 Erweiterte Realschulen, 1 Realschule, 2 Gesamtschulen, 6 Gymnasien, 7 Schulen für Behinderte davon 1 Waldorfschule) bieten 23 Grundschulen, 2 Erweiterte Realschulen, 1 Realschule, 2 Gesamtschulen, 6 Gymnasien, 6 Schulen für Behinderte inkl. 1 Waldorfschule ein Bildungs- und Betreuungsangebot am Nachmittag an.

Für Investitionen in Ganztagsschulen stellt der Bund dem Saarland bis zum Jahr 2007 insgesamt 49 Mio. Euro zur Verfügung. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger von zunächst 1,53 Mio. Euro auf jetzt 2,3 Mio. Euro jährlich erhöht. Dies ist das 15-fache des Ansatzes der Vorgängerregierung. Zusammen mit den in der Freiwilligen Ganztagsschule eingebrachten Lehrerstunden betragen die jährlichen Personalkosten des Landes für die nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebote rd. 4,1 Millionen Euro.

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