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Lesung beim St. Ingberter Literaturforum (ILF) in der Stadtbücherei

Der St. Ingberter Autor, Martin Bettinger ist am Mittwoch, 12. Dezember, 19 Uhr Gast beim St. Ingberter Literaturforum (ILF) in der Stadtbücherei St. Ingbert.

Bettinger liest aus seinem Roman Engelsterben und aus dem Manuskript für seinen neuen Roman „Die Liebhaber meiner Frau“.

Mit seinem Berlin-Roman „Engelsterben“ erntete Martin Bettinger zwischen Lob und Entrüstung die unterschiedlichsten Reaktionen. Während Kritiker die unverstellte, authentische Geschichte lobten, verübelten ihm bekannte Schriftstellerkollegen, sie in seiner Darstellung nicht genügend verfremdet zu haben. Dabei geht es in „Engelsterben“ nur am Rande um den Literaturbetrieb. Das Buch erzählt eine alte Geschichte auf neue Art: Wie jemand aus der Provinz in die Großstadt zieht, wie er Bekanntes mit Unbekanntem vertauscht, wie er eine ruhige Bucht in Neuseeland zurücklässt, um sich durch Schutt und Charme des neuen Berlin zu schlagen. Bettingers Hauptfigur wird nicht müde, als moderner Held eine Stadt zu entdecken, von der es an einer Stelle heißt: „Kein Krieg in Berlin. Auch keine Mauer. Nur ein Frieden, der täglich mit einer Heftigkeit ausbricht, als renne er vor vierzig Jahren Stille davon“.

Nach dem Schauplatz Berlin ist Bettinger mit seinem neuen Manuskript „Die Liebhaber meiner Frau“ wieder ins Saarland zurückgekehrt. Laura, eine Frau Mitte dreißig, führt nach ihrer Scheidung ein ungebundenes Leben mit mehreren Liebhabern. Dies missfällt ihrem Jugendfreund Blum, der Laura seit Jahren im Stillen verehrt und nun beginnt, die lästigen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

In Form eines Schelmenromans erzählt Bettinger von einer Welt, in der tradierte Rollen längst überholt sind. Unruhige Frauen sind auf der Suche nach Sex, ruhebedürftige Männer sind auf der Suche nach Treue, nur der Liebesgott ist der gleiche geblieben: Er schmiedet munter seine Intrigen und verlangt von jedem ausgiebig Zoll.

Der in St. Ingbert lebende Autor Martin Bettinger studierte Literatur und Philosophie in Saarbrücken und Freiburg. Bekannt wurde er durch den Roman „Der Himmel ist einssiebzig groß“, danach folgten der Gedichtband „Dachschaden“ und die Romane „Der Panflötenmann“ und „Engelsterben“. Nach mehreren Neuseeland-Aufenthalten erschien dort sein Erzählband „The Moon in the Gutter“. Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den Gustav-Regler-Förderpreis des Saarländischen Rundfunks und den Bird´s Clearing Award der Stadt Nelson, Neuseeland.

Die Stadtbücherei und das St. Ingberter Literaturforum (ILF) laden zu Lesung und Gespräch mit Martin Bettinger sehr herzlich ein. Das ILF beschließt mit dieser Veranstaltung das Arbeitsjahr 2007. Weitere Informationen an der Auskunft der Stadtbücherei St. Ingbert unter Telefon 06894/9225-711.

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