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Handball: Spielbericht VTV Mundenheim-SGH St. Ingbert vom 15.12.2007

Der SGH Express hat wieder Fahrt aufgenommen, und das gleich mit
Höchstgeschwindigkeit. Das Team von Peter Masica überzeugte durch eine
disziplinierte und mannschaftlich geschlossene Leistung in Ludwigshafen
gegen eine bisher zu Hause ungeschlagene VTV Mundenheim mit 38:23
(19:12). Es war das beste Spiel der Saison für die SGH.

Ohne den gerade operierten Peter Jancik mussten die Saarländer im
letzten Spiel des Jahres in Mundenheim antreten. Sie hatten sich nicht
nur vorgenommen, noch einmal alles zu geben, sie gaben es auch. Vor
allem Keeper Rüdiger Lydorf, der einfach keine Tore des Gegners zulassen
wollte, bildete einen sicheren Rückhalt für das Team, vereitelte allein
24 Chancen der Hornissen und hielt drei Siebenmeter, leitete mehrere
Tempogegenstöße ein, die millimetergenau auf Michael Deckert oder
Thorsten Blaumeiser passten, die blitzschnell verwandelten. Michael
Deckert war nicht zu bremsen, er traf zwölf Mal, vor allem über
Bodenpässe. Diszipliniert und konzentriert in Abwehr und Angriff
begannen die Gäste, führten bereits in der zweiten Minute, gaben diese
nicht mehr ab. Wo die Abwehr einmal durchlässig war, stand einer:
Rüdiger Lydorf. Torwarttrainer Roger Strobel: „Ich weiß nicht, was ich
ihm noch beibringen soll.“

Die Hornissen hatten nicht mit einer so stark spielenden SGH gerechnet,
da sie wussten, dass Jancik fehlen würde. Sie wurden buchstäblich von
den St. Ingbertern überrannt, 7:2 für die Masica-Truppe stand es nach
sechs Minuten, da half auch eine Auszeit des RPS-Oberligisten Mundenheim
nicht, der SGH-Express war einfach nicht zu bremsen. Tor um Tor wurden
konzentriert erarbeitet, sicher abgeschlossen. Die Gegenseite konnte
viele Chancen nicht umsetzten, verzweifelte am St. Ingberter Keeper. Das
Kennzeichen der Pfeil-Truppe (Trainer VTV), die Schnelligkeit, konnte
nicht umgesetzt werden, weil sich die Gäste gut darauf vorbereitet
hatten. „Es war klar“, so Jan Weise, „dass die VTV mit ihrem Lauf- und
Kreuzspiel versuchen würde, unsere Abwehr auszuhebeln; wir haben
gewusst, wo wir stehen müssen und haben den Hornissen den Schneid
abgekauft.“ Mit sieben Toren Vorsprung für die SGH wurden die Seiten
gewechselt.

Motiviert kamen die Saarländer aus der Kabine, setzten ihre Taktik
diszipliniert fort. Trotz der Roten Karte für Roman Kraus aufgrund der
dritten Zeitstrafe (43.) blieb das Spiel das gleiche, Jeder spielte für
Jeden, vor allem spielten sie für Ihren Mannschaftskameraden Peter
Jancik. Auch wenn einmal nur vier Feldspieler gegen sechs der VTV
standen, erfuhr das Match keinen Bruch, die Gäste machten „den Sack zu“.
Es stand 35:21 (55.), als Manuel Weinmann zwischen die Pfosten
wechselte; auch er zeigte sich von der besten Seite, hielt gleich einen
Siebenmeter, ließ den Gegner nicht zum Zug kommen. 15 Treffer Vorsprung
hieß es am Ende. Stehende Ovationen der St. Ingberter Fans waren dem
Masica- Team gewiss und großes Lob für den Trainer: „Er hat alles
richtig gemacht.“ Masica war überwältigt: „Ich kann keine Worte finden,
es war einfach die beste Leistung der ganzen Runde. Wir haben uns in der
Kabine bewusst gemacht, was uns stark macht und alles umgesetzt. Ich
habe einen härteren Gegner erwartet. Kompliment an meine Mannschaft, und
Dank an die Fans, es war das schönste Weihnachtsgeschenk.“

Nach dem Spiel war Rüdiger Lydorf platt, aber glücklich. Roger Strobel
lobt ihn: „Er hat sehr gut gehalten, das umgesetzt, was vorgegeben war.
Er hat „lange gestanden, hatte alles im Griff.“ Martin Schwarz erklärte
die Wandlung des Teams so: „Der Trainer hat in der letzten Zeit viel für
die Stimmung getan, er hat nicht nur auf Taktik und Disziplin Wert
gelegt, sondern er hat das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, uns klar
gemacht, dass Handball Spaß machen kann.“ Jan Weise fasst die Stimmung
der Mannschaft zusammen: „Wir fühlen uns großartig, wir haben gegen eine
Topmannschaft auswärts hoch gewonnen, weil uns der Trainer gut
eingestellt hat.“ Auch Dominic Mader freut sich: „Nach längerer Zeit hat
es nochmals geklappt.“ „Die Mannschaft war besonders motiviert“, so
Mirko Schwarz, „weil das der Hallensprecher von Mundenheim uns in seiner
Ansage nicht gerade positiv angekündigt hat.“

Tore für die SGH: Michael Deckert: 12, Mirko Schwarz: 6, Jakub Balaz: 5,
Martin Schwarz: 5/3, Thorsten Blaumeiser, Dominic Mader: 4, Alexander
Wesely und Jan Weise: je 1.
Am 12. Januar geht es gegen den SV Zweibrücken wieder los.
Bilder und Infos unter www.sgh-sankt-ingbert.de

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