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Kinowerkstatt – Programm v. 11. – 14. Januar

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Freitag, den 11. Januar, um 19 und 21.45 Uhr, am Samstag, den 12. Januar, um 21 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr „Der Mann ohne Vergangenheit“ (Finnland, Deutschland, Frankreich 2002), Regie, Buch, Produktion: Aki Kaurismäki. Es spielen Markku Peltola, Kati Outinen, Annikki Tähti, Juhani Niemelä u.a.
Der finnische Schauspieler und Musiker Markku Peltola war wie gemacht für Kaurismäkis Nachtstück von dem tieftraurigen Sonderling, der in Helsinki gottsjämmerlich verprügelt wird und der dann nicht mehr weiss, wer er ist und was er zu suchen hat auf dieser öden Welt. Jetzt ist Markku Peltola für immer verstummt. An Silvester ist er nach schwerer Krankheit im Alter von 51 gestorben. „Der Mann ohne Vergangeheit“ wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, er erhielt den Europäischer Templeton-Filmpreis des Jahres 2002, den Preis der Ökumenischen Jury beim Internationalen Filmfestival von Cannes 2002 und den Filmpreis der dänischen Kirche. Der Templeton European Film Award wird im Auftrag der renommierten Templeton Foundation mit Sitz in den USA durch die Internationale kirchliche Filmorganisation INTERFILM und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) vergeben. Der Preis ist mit 10.000 CHFr dotiert und mit einer Urkunde verbunden. Er wird Filmen verliehen, die – sich durch besondere künstlerische Qualität auszeichnen, – einer menschlichen Haltung Ausdruck geben, die mit der biblischen Botschaft übereinstimmt oder sie zur Debatte stellt, – die das Publikum zur Auseinandersetzung mit spirituellen oder sozialen Werten und Fragen anregt

In diesem Film erzählt der gefeierte finnische Regisseur Aki Kaurismäki die Geschichte eines Mannes, der einen brutalen Akt der Gewalt überlebt, er wird des Nachts nach einer Bahnfahrt brutal zusammengeschlagen – es ist „Der Mann ohne Vergangenheit“. „The Man Without a Past“ erzählt eine Geschichte, die Elemente tiefer Zärtlichkeit mit komischen Zügen verknüpft. Sie ist eine Parabel über die Geburt einer Gemeinschaft sozial Benachteiligter, ausgelöst durch die Wiedergeburt eines Namenlosen, der den fast totalen Verlust seines Gedächtnisses hinnehmen muss. Die Rolle des Opfers spielt der berühmte finnische Schauspieler Markku Peltola, der in Kati Outinen ein Mitglied der Heilsarmee trifft, deren Liebe den Mann ohne Vergangenheit zur Neueroberung seiner persönlichen und gesellschaftlichen Würde motiviert. Der Film zeugt von einem tiefen Verständnis menschlicher Beziehungen und ihrer Nähe zu biblischen Themen wie Tod und Auferstehung, Armut und Besitzgier, Selbstsucht und Selbsthingabe; die Geschichte ist schlicht, lakonisch und geradlinig erzählt. In vielem ist Kaurismäki damit heimlich einer der letzten, die noch das wirklich klassische Hollywoodkino fortschreiben. Es ist kein Zufall, dass es in DER MANN OHNE VERGANGENHEIT so viele Anklänge gibt an film noir, Melo und Musical.

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