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Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Schimmelvermeidung

Sie wirken sich negativ auf das Raumklima aus und können gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Eine sachgerechte Bekämpfung ist daher dringend geboten.

Schimmel wächst überall dort, wo es feucht ist und Nährstoffe vorhanden sind, wie z.B. im Tapetenkleister, auf Leder, Holz, Papier, Textilien und vielen anderen Materialien. Ursache für feuchte Wandoberflächen sind oft falsche Gewohnheiten beim Heizen und Lüften in Verbindung mit dem schlechten Wärmeschutz des Hauses.

Ein Drei-Personen-Haushalt zum Beispiel produziert am Tag acht bis zwölf Liter Wasser durch Kochen, Geschirrspülen oder über die Atemluft. Diese Feuchtigkeit muss durch kontrolliertes Lüften wieder abgeführt werden, sonst kommt es zur Kondensation von Wasser an kalten Stellen, meist an den Außenwänden, Fensternischen oder Zimmerecken und folglich zu Schimmelwachstum.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale müssen leider immer wieder feststellen, dass in vielen Haushalten falsch gelüftet wird. Uneffektiv sind gekippte Fenster, weil der Luftaustausch durch den Spalt zu gering ist. Ein weiterer Nachteil der Spaltlüftung ist der hohe Energieverlust bei längerer Kippstellung und die Auskühlung der Fensterleibungen, was die Schimmelbildung noch fördert, so die Energieberater der Verbraucherzentrale.

Besser ist das Stoß- und Querlüften mit weit geöffneten Fensterflügeln, am besten in allen Räumen gleichzeitig. Je nach Nutzung der Wohnung soll etwa zwei bis vier Mal am Tag gelüftet werden, bei kalter Witterung 5 Minuten, bei milderem Wetter etwa 10 Minuten. Niemals dürfen mit der feucht-warmen Bad- oder Küchenluft angrenzende kühlere Räume wie das Schlafzimmer „beheizt“ werden!

Die relative Luftfeuchtigkeit soll zwischen 40 und 60 Prozent liegen; sie kann leicht mit einem Hygrometer kontrolliert werden.

Ursachen für feuchte Wände können vielfältig sein. Grundsätzlich gilt dabei: je besser die Wärmedämmung eines Hauses ist, desto geringer ist die das Risiko für Feuchtigkeits- und Schimmelbildung.

Auskünfte über die Zusammenhänge zwischen Schimmelbildung und Heizen und Lüften und Wärmedämmung geben die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Für eine persönliche Beratung in einer der zwölf Beratungsstellen ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894 / 955 2550.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017