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Es werden neue Schöffen gewählt

Neuwahlen für die nächste fünfjährige Amtszeit (2009 bis 2013) finden im Oktober 2008 durch die zuständigen Schöffenwahlausschüsse, unter anderem auch beim Amtsgericht St. Ingbert, statt.

Zuvor muss der St. Ingberter Stadtrat aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine Vorschlagsliste aufstellen, die mindestens doppelt so viele Kandidaten enthalten soll, wie an Schöffen benötigt werden. Für St. Ingbert beträgt diese Mindestzahl 35 Personen.

Zur Aufnahme in diese Vorschlagsliste sucht die Stadtverwaltung Bewerberinnen und Bewerber, die in St. Ingbert wohnen und am 01.01.2009 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind nur deutsche Staatsangehörige. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Polizeibeamte, Bewährungshelfer usw.) oder Religionsdiener und Ordensleute sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Neben diesen formalen Kriterien sollen die Bewerber aber vor allem bestimmte Grundfähigkeiten mitbringen. Schöffen nehmen an Strafverhandlungen teil und üben das Richteramt in vollem Umfang und mit gleichem Stimmrecht aus wie die hauptamtliche Richterin oder der hauptamtliche Richter.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Urteilsreife, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – körperliche Eignung. Von Schöffen wird in erster Linie Menschenkenntnis erwartet. Rechtskenntnisse bringen die Berufsrichter mit. Schöffen müssen aber auch Objektivität und Unvoreingenommenheit bewahren können und über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn verfügen.

St. Ingberter Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einer solch verantwortungsvollen Tätigkeit haben und bereit sind, ihre Menschenkenntnis, ihre Lebenserfahrung und ihr Rechtsempfinden für fünf Jahre in den Dienst der Strafrechtspflege zu stellen, können sich bis zum 31. März 2008 bei der Stadtverwaltung, Abteilung Zentrale Dienste, Christoph Scheurer, Tel-Nr. 13 261, bewerben.

Ihnen wird per Post oder E-Mail ein Formular zugesandt, in das die notwendigen Daten einzutragen sind. Der Vordruck kann auch persönlich im Rathaus, Am Markt 12, I. Stock, Zimmer 107, abgeholt werden.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Bundesverbandes ehrenamtlicher Richterinnen und Richter e.V. unter www.schoeffen.de.“

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