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Sehn Stiftung unterstützt saarländische Schüler

St. Ingbert. Förderunterricht, der sich an den persönlichen Lernzielen eines Schülers orientiert, maßgeschneiderte Unterstützung in enger Abstimmung mit dem Fach- oder Klassenlehrer: Laut PISA-Studien scheint dies in Deutschland immer noch ein Privileg für finanziell besser Gestellte zu sein. Mit ihrem Schüler-Stipendium will die Baustoffwerk Sehn Stiftung aus St. Ingbert nun dafür sorgen, dass auch sozial benachteiligte Kinder in den Genuss dieser individuellen Förderungsmöglichkeiten kommen.

„Wir wissen, dass viele Schüler aus einkommensschwachen Familien oder Kinder mit bildungsfernem Elternhaus kaum Chancen haben, eine optimale und speziell auf sie zugeschnittene Unterstützung zu erhalten“, betont Stefan Burk, Vorstand der Baustoffwerk Sehn Stiftung. Darunter leide in erster Linie die Leistungsfähigkeit des Schülers, etwa wenn sich Eltern aufgrund einer finanziellen Notlage eine dringend benötigte individuelle Förderung einfach nicht leisten könnten. „Hier wollen wir mit unserem Stipendium ansetzen, und diesen jungen Menschen die Perspektive auf bessere Bildung geben, denn Wissen ist der Baustoff unserer Gesellschaft“, so Burk weiter.

In einer groß angelegten E-Mail-Aktion wurden zu Beginn der letzten Woche über 100 Schulen zwischen Saarbrücken und Homburg angeschrieben. Alle saarländischen Schulen können noch bis sechs Wochen nach Beginn des neuen Schulhalbjahres besonders förderungsbedürftige Schüler aus den Klassenstufen fünf bis neun für das Förderprogramm der Stiftung vorschlagen. Angesprochen sind vor allem Schüler, deren Eltern Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag bekommen.

Gut zehn dieser Schülerinnen und Schüler werden dann im nächsten Halbjahr als Stipendiaten der Baustoffwerk Sehn Stiftung mit bis zu 100 Euro monatlich unterstützt. Je nachdem, in welchem Bereich der Fach- oder Klassenlehrer Förderungsbedarf für den einzelnen Schüler sieht, kann die Unterstützungsleistung in Form von individuellen Förderstunden, Sprachunterricht oder Hausaufgabenhilfe eingesetzt werden.

Über diese zielgerichtete Verwendung der Stiftungsgelder freut sich auch die saarländische Staatssekretärin für Bildung, Dr. Susanne Reichrath. „Mit ihrem besonderen Engagement zeigen die Stifter, wie wichtig die Ausbildung unserer Kinder für die Zukunftsperspektive der Region ist“. „Ganz besonders schön ist es, dass sich das Stipendium an Kinder richtet, deren Eltern eine zusätzliche Förderung gerade nicht bezahlen können“. Dies verbessere die Chancen der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt enorm, betont Reichrath, die gleichzeitig versprach, sich persönlich bei den saarländischen Schulleitern für eine rege Beteiligung am Bewerbungsverfahren einzusetzen.

Stiftungsvorstand Stefan Burk sieht das Stipendium aber nicht nur vor dem Hintergrund verbesserter Jobperspektiven für den einzelnen Schüler. Für ihn ist das langfristig angelegte Projekt auch eine Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens. „Jedes Jahr kommen pünktlich zu Ausbildungsbeginn die Klagen aus der deutschen Wirtschaft über den schlechten Bildungsstand unserer Schüler“, so Burk. Anstatt zu jammern, solle jeder Betrieb lieber aktiv Hand anlegen und schauen, wo er sich in seiner Region für eine bessere Bildung der potenziellen Auszubildenden engagieren könne.

„Mein größter Traum wäre es“, bilanziert Burk, „wenn sich in etwa zwei bis vier Jahren ein junger Mensch bei uns im Werk um einen Ausbildungsplatz bewirbt, dem die gezielte Förderung unseres Schüler-Stipendiums dabei geholfen hat, fit und stark für den Arbeitsmarkt zu werden“.

Über das Baustoffwerk Sehn

Das Baustoffwerk Sehn aus St. Ingbert gliedert sich in die drei selbständigen Geschäftsbereiche Kanalbauprodukte, Fertiggaragen und Straßenbauprodukte. Mit Kundennähe und kreativen Marketingmaßnahmen wie der Ausschreibung von Wettbewerben reagiert das Unternehmen auf die Herausforderungen des Baugewerbes und beschreitet dabei auch neue und außergewöhnliche Wege. Die Baustoffwerk Sehn Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche des Saarlandes aktiv und bedarfsgerecht zu unterstützen. Als alteingesessenes und mit der Region verbundenes Unternehmen stellt sich das Baustoffwerk Sehn seiner gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung. Neben der Hilfe in akuten Notlagen sollen die Stiftungsgelder auch dazu beitragen, dass sich die Situation der Kinder und
Jugendlichen langfristig verbessert.

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