Nachrichten

Donnerstag, 17. August 2017 · wolkig  wolkig bei 20 ℃ · Seminarangebote in der LMS zu Computer, Internet und TabletsMusikverein Rentrisch im Alten SteinbruchStraßenverkehrsgefährdung auf der A6

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Handball: Spielbericht HSG Kastellaun/Simmern gegen SGH St. Ingbert

In der harzfreien Halle in Kastellaun blieb das Team des
RPS-Oberligisten SGH St. Ingbert gegen den Tabellenletzten HSG
Kastellaun/Simmern weit unter seinen Möglichkeiten und verschenkte mit
dem 29:29 Unentschieden einen Punkt. Peter Jancik und Michael Deckert
fehlten verletzungsbedingt.

„Es scheint unser Problem zu sein“, so Alexander Wesely, „auswärts gegen
vermeintlich schwache Mannschaften zu gewinnen, das war in Kuhardt,
Saarburg und Wörrstadt so.“ Zwölf Zeitstrafen, zwei Rote Karten, zehn
Siebenmeter und auf SGH-Seite mehr als 25 verschossene Bälle, dazu
zahlreiche technische Fehler und etliche Ballverluste sprechen eine
deutliche Sprache. „Es kann nicht nur am Verzichten auf Harz gelegen
haben“, erläutert SGH-Coach Peter Mascia, der mit seiner Mannschaft bei
weitem nicht zufrieden war.

Ein Tempospiel war es keinesfalls, verhalten begannen beide
Mannschaften, lediglich Dominik Mader biss sich durch und erzielte vier
Tore in Folge, aber schon nach zehn Minuten führte der Tabellenletzte
mit 7:5, fünfzehn Minuten später mit sechs Toren Vorsprung (14:8,25.).
Die Fehler der St. Ingberter brachten die HSG ins Spiel, die nie mit
einem Sieg gerechnet hatten, so HSG-Spieler Jascha Berg. Nach einer
Auszeit der SGH lief es besser, es wurden nicht mehr so viel Torchancen
versemmelt, bis auf zwei Treffer hatten die Gäste zur Pause
aufgeschlossen (14:12).

In der zweiten Halbzeit wechselten Führung für die Gastgeber, Ausgleich,
Führung für die Gäste. Die Abwehr der St. Ingberter stand besser, aber
nicht so, wie in den letzten Heimspielen gegen UVS Rheintal oder den SV
Zweibrücken. Auch im Angriff wurden viele Chancen vergeben, Spielzüge
abgebrochen, unkonzentriert agiert, die ordnende Hand von Peter Jancik
wurde schmerzlich vermisst. Kastellaun zeigte die gleichen Schwächen,
aber die Jungs von Trainer Daniel Fellenzer kämpften und ließen ihren
Gegner keinen Vorsprung herausarbeiten. Immer noch versuchten SGH-Fans,
ihr Team zu mehr Leistung anzuspornen, die Führung gelang auch (17:18,
38.), Rüdiger Lydorf parierte gut und ermöglichte dadurch
Tempogegenstöße, die nicht so gut wie sonst verwandelt werden konnten,
es fehlte jemand wie Michael Deckert, der das Team motiviert hätte, so
Jan Weise. Den Saarländern gelang es einfach nicht, sich abzusetzen.

Dramatisch wurden die letzten fünf Spielminuten. Beim Stande von 29:27
für die Gastgeber, platzierten nach drei vergebenen Chancen Dominic
Mader und Alexander Wesely den glatten Ball endlich im Kasten (29:29),
der folgende Freiwurf des Gegners konnte pariert werden, Dominic Mader
(59.) kassierte wie Benjamin Vogt (41.) nach der dritten Zeitstrafe die
Rote Karte, dann Siebenmeter für die HSG, Manuel Weinmann wechselte ins
Tor, hielt den Strafstoß und rettete St. Ingbert damit noch einen Punkt.

Peter Masica bemängelte die fehlende taktische Disziplin, das zu
statische Spiel. „Die haben sich überhaupt nicht bewegt. Das war
Stand-Handball, wie Jugendspieler. Es kann nicht nur am Harz liegen. Nur
sechzig Prozent der Leistung wurden abgerufen.“ Die Antwort gibt Martin
Schwarz, der selbstkritisch resümiert: „Es war eine Riesenumstellung,
ohne Harz zu spielen, aber wir haben in St. Ingbert im Hinspiel 40:15
gewonnen und geglaubt, das können wir locker angehen, man braucht sich
keine Beine auszureißen.“

Tore für die SGH: Dominic Mader:7, Martin Schwarz: 6/5, Roman Kraus: 4,
Alexander Wesely, Jan Weise: je 3, Mirko Schwarz, Jakub Balaz und
Thorsten Blaumeiser je 2.

*Nächstes Spiel: Samstag, 15.03.2008, um 19:30 Uhr gegen den TV Bad Ems
(Ingobertushalle St. Ingbert).

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017