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Handball: SGH St. Ingbert gegen TV Bad Ems

Eine fantastische Zuschauerkulisse, Kampf, Disziplin und mannschaftliche
Geschlossenheit von der ersten bis zur 60. Minute waren der Schlüssel
zum 40:32 Erfolg der SGH St. Ingbert über den TV Bad Ems. Damit haben
sich die St. Ingberter in der Oberliga-RPS eindrucksvoll zurückgemeldet,
und das, obwohl sich die Gruppe der Verletzten noch erhöht hat.

Alexander Wesely leidet an einer schmerzhafte Entzündung einer Sehne am
Fuß und Martin Schwarz ist eine Sehne am Fersenbein abgerissen. Wie gut,
dass Mannschaftsarzt Dr. Oliver Schneider gleich zur Stelle ist. Neben
Peter Jancik und Michael Deckert hat sich das SGH-Lazarett nun noch
vergrößert. Konrad Endress und Stephan Wendling von der zweiten Welle
der SGH mussten einspringen.

Sechs Siebenmeter für die Gäste, einer für die Heimmannschaft,
zahlreiche Zeitstrafen und eine Rote Karte kennzeichneten das sonst
faire Spiel, aber auch unglückliche Entscheidungen der beiden
Unparteiischen vom TG Osthofen. Die Abwehrarbeit beider Teams war nicht
zimperlich, dennoch wurden die Gastgeber ihrer Rolle als überlegene
Mannschaft gleich voll gerecht.

Durch das Führungstor der Lahnstädter in der ersten Minuten ließen sich
die St. Ingberter aber nicht von ihrem Konzept abbringen. Sie legten
Tempo vor, Jakub Balaz, Mirko Schwarz, Jan Weise, Roman Kraus und
Dominik Mader legten nach, die Trefferquote war deutlich höher als in
Kastellaun. Dann kam der SGH-Express mit aller Macht: zunächst drei
Treffer Vorsprung, dann das 14:7 (18.). Sofort nahm Bad Ems-Coach Klaus
Ohnhäuser eine Auszeit. Gäste-Manager Hennig Bargmann dazu „Wir sind dem
14:7 im ganzen Spiel nachgelaufen.“ Der St. Ingberter Angriff stimmte,
aber vor allem die Abwehr. SGH-Coach Peter Masica überzeugt: „Wir haben
das Spiel heute in der Abwehr gewonnen.“ Und damit meint er auch Rüdiger
Lydorf, der allein über 25 Schüsse parierte, darunter auch einen
Siebenmeter. Auch der fast vierzigjährige Konrad Endress leistete gut
Abwehrarbeit.

Bald hatten sich die Masica-Jungs ein gutes Polster von acht Toren
herausgearbeitet (19:11, 28.), Jakub Balaz, der, so Peter Masica,
wirklich stark gespielt hat, erhielt zu diesem Zeitpunkt seine zweite
Zeitstrafe und musste vorsichtiger agieren, damit nicht die Rote Karte
folgte. Mit 23:14 wurden die Seiten gewechselt. Da der SGH-Kader auf
Grund der Verletztenliste ziemlich reduziert war, hatte der Coach nicht
viel Möglichkeiten. Als Mirko Schwarz und Konrad Endress ihre Zeitstrafe
antraten (36.), konnte Bad Ems, so Manager Bargmann, kein Kapital daraus
schlagen. „Uns hat Cleverness gefehlt. Uwe Hens war weitgehend aus dem
Spiel genommen worden.“ Gerade in dieser Phase hat Dominic Mader mit
drei Toren in Folge Biss gezeigt (29:18, 39). Dann folgten die zweite
Zeitstrafe für Mirko Schwarz und die Rote Karte für Dominic Mader, der
gegnerische Spieler hatte ihn in den „Schwitzkasten“ genommen, Mader
versuchte sich mit einer schnellen Drehbewegung zu befreien, musste
dafür vom Platz. „Es hat unglücklich ausgesehen“, so Mader. Erneut nur
vier Feldspieler für die SGH auf dem Parkett, dennoch gelang es den
Gästen nicht, den Anschluss zu finden (36:25, 50.).

Wer geglaubt hatte, dass die Saarländer jetzt einbrechen, sah sich
getäuscht, es wurde gekämpft, das Zusammenspiel klappte wie in alten
Zeiten. „Wir waren überlegen, wir haben Disziplin gezeigt, das
umgesetzt, was der Trainer gefordert hat, zumindest 90 % des Spiels. Wir
sind trotz allem cool geblieben. Das Wichtigste ist, wir hatten Spaß am
Spiel“, so Konrad Endress. Die St. Ingberter gaben eine sportliche
Antwort auf manche fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen: das 40:32.
„Jeder hat seine Aufgabe erfüllt, es war eine geschlossene
Mannschaftsleistung“, analysiert Mirko Schwarz.

Dieses Mal war Peter Masica wirklich zufrieden mit seinem Team: „Die
Jungs sind stark zu Hause, besonders Roman Kraus hat mir gut gefallen,
was Würfe betrifft, das Anspiel, aber auch das Weiterspiel. Er ist über
seine Grenzen hinausgegangen. Wichtig war heute das gute Zusammenspiel,
dass unsere Abwehr gestanden hat. Wir haben gewonnen, weil wir gekämpft
haben.“ Zufrieden war auch Sponsor Gregor Deckert: „Das war unsere
Antwort auf Kastellaun.“

Tore für die SGH: Dominic Mader: 10/1, Roman Kraus und Jakab Balaz: je
8, Jan Weise: 4, Mirko Schwarz, Dirk Blaumeiser, Konrad Endress: je 3,
Thorsten Blaumeiser:1.

Nächstes Spiel nach der Osterpause: Samstag, 29.3., 19,30 Uhr in der
Sporthalle Homburg.

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