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Jusos und Grüne Jugend fordern Nachtbus für St. Ingbert

In der „Familienstadt“ St. Ingbert braucht auch die junge Generation eine Stimme für ihre Interessen. Eines dieser Missstände ist ein fehlendes öffentliches Verkehrsmittel für die Anbindung der Wohngebiete an die Innenstadt am Wochenende.

„Es ist wichtig, dass alle St. Ingberter Jugendlichen die Möglichkeit haben, abends auszugehen, unabhängig der Fahrbereitschaft der Eltern und der finanziellen Möglichkeit für Taxen,“ so Christian Bohr, Vorsitzender der Grüne Jugend. „Abends mit Freunden weg zu gehen darf nicht durch fehlende Mobilitätsmöglichkeiten verhindert werden, da das Abendleben gerade für junge Leute sehr bedeutsam ist.“

Der Vorsitzende der Jusos, Dominik Schmoll ergänzt: „Eine Ausweitung des Stadtbusses auf diese Abend- und Nachtstunden bietet verschiedene Vorteile: Die Jugendlichen haben die Möglichkeit sicher nach Hause zu kommen, ohne sich alkoholisiert ins Auto setzen zu müssen und damit Leben zu gefährden. Des Weiteren muss es möglich sein, dass Jugendliche kostengünstig Freunde in der Innenstadt treffen können.“

Beide politischen Jugendorganisationen haben dazu gemeinsam ein Konzept ausgearbeitet.

Ziel ist ein Nachtbus-System an Freitagen nach 22:00 Uhr und Samstagen nach 16:00 Uhr, da zu diesen Zeiten der Normalbusverkehr endet, und nur durch ein dürftiges und unzuverlässliches Anrufsammeltaxi (AST) um einige Stunden weiter ergänzt wird.

Jusos und Grüne Jugend fordern daher ein geregeltes Nachtbussystem am Wochenende.

Es soll stündlich abends und in der Nacht ein Bus in einem Kreisverkehr zwischen St. Ingbert über Rohrbach, Hassel, Oberwürzbach zurück in die Kernstadt verkehren. Rechnet man die Zeiten bestehender Teilabschnitte im Normalverkehr zusammen, so kommt für diese Schleife durch diese vier Stadtteile auf etwa 50 Minuten, was einen Taktrhythmus von einer Stunde garantieren würde. Das Bestreben ist eine Grundversorgung für alle Stadtteile herzustellen, ohne dort alle Haltestellen anfahren zu müssen, wie dies tagsüber der Fall ist.

Der in Rohrbach wohnende und auch betroffene Grüne Jugend-Vorsitzende Christian Bohr: „Zu einer Stadt, die sich nach außen hin gerne jugend- und familienfreundlich präsentiert, gehört auch ein tragfähiges Mobilitätsangebot für die Jugendlichen zu später Stunde.“ Juso-Chef Dominik Schmoll: „Wir hoffen, dass dieser Vorschlag in der Verwaltung ein offenes Ohr zur konstruktiven Diskussion findet und eine Chance auf Realisierung hat.“

Beide Jugendverbände befürworten einen runden Tisch aus Jugendlichen, Entscheidungsträgern und Nahverkehrsexperten für eine offene Diskussion und sich um die Verwirklichung eines Nachtbusses in St. Ingbert bemüht.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017