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Donnerstag, 19. Oktober 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 13 ℃ · Von Kelten und Römern – Zeitreise in die regionale VergangenheitScheck für die DLRG Ortsgruppe St. Ingbert e.V.Zweiter ZDF-Saarland-Krimi „In Wahrheit: Tödliches Geheimnis“

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Kinowerkstatt – Programm v. 18. – 21. April

Übersicht:
„Metropolis“ mit Live-Musik-Begleitung (Freitag, 18. April (Premiere), Samstag, 19. April + Sonntag, 20. April, jeweils um 20 Uhr) „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ (Kinder- und Familienkino: Sa. 19. April, 16 Uhr) „Von einem der auszog: Wim Wenders frühe Jahre“ (Mo. 21. April, 18 Uhr) anschließend „Alice in den Städten“ (Mo. 21. April, 20 Uhr)

TROMLA’s Metropolis
Am Freitag, den 18. April, um 20 Uhr lädt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zur Premiere der Aufführung des Stummfilmklassikers „Metropolis“ von Fritz Lang mit Live-Musik-Begleitung ein. Es spielt der inzwischen auch international bekannte Musiker TROMLA, bekannt für aussergewöhnliche Musikereignisse. Erinnert sei an seine Aufführung der „West-Side-Story“ mit Schlagzeugbegleitung, ebenfalls in der Kinowerkstatt uraufgeführt. Die musikalische Begleitung des Fritz Lang-Klassikers ist TROMLA’s eigene Kreation und ein Traum, den er sich verwirklicht: „Metroplis“ mit Schlagzeug, Percussion und Klavier zu begleiten. Dabei sind moderne musikalische Einflüsse zu hören, wie z. B. Techno, Free-Jazz, und verschiedene Klangimprovisationen. „Der Film ist sehr spektakulär, Massenszenen mit Tausenden von Darstellern kommen vor, dabei soll die Musik das Visuelle drastisch unterstreichen in einer einmaligen modernen und komplexen Version der Stummfilmbegleitung mit
Live-Musik. so wird z. B. bei der zentralen Szene, der Verwandlung eines Menschen in einen Roboter, in einem wahnwitzigen sich steigernden Stakkato auf einer Vielzahl von Schlaginstrumenten, der Prozess vertont. Dabei kommen zum Einsatz: Schlagzeug, Bongos, Kazoo, Flöte, Klavier, Bleche, Glockenspiele.“ (TROMLA zu seinem Projekt)

Wiederholungen der Aufführung sind am Samstag, den 19. April und am Sonntag, den 20 April, jeweils um 20 Uhr.

Eintritt: 3.-/6.- Euro.

Info zu TROMLA:
Die SOLO-Konzerte von Christoph Hans – TROMLA sind Live-Ereignisse, die sich gängiger Stilnormen entziehen. TROMLA läuft umher, spielt im Stehen, im Liegen. Es werden neben allerlei Trommeln auch Bleche, Rohre, Fässer, Stangen, Boden, Wände, die Stühle der Zuschauer und und und zum Klingen gebracht. Die Bühne ist nicht gleich Bühne. Unter Umständen wird der ganze Saal zur Performance genutzt. Das Konzert passt sich dem Raum, in dem es passiert, an. Getragen von einem unablässig groovenden Beat, der entfernt schon mal an Techno erinnern kann, dienen die Solo-Konzerte nicht dem Schlagzeug als solches, denn der Musik. Techno auf die humane Art, ohne Elektronik, der pure verrückte Klang von Ölfässern, Glaszylindern, Tom-Toms. Der irre Spaß zu sehen, woraus man die irrsten Klänge erzeugen kann, darauf zu feiern, ohne Sampler oder Plattenspieler.

Meist sieht man ihn nachts. Beim Trommeln im Saarbrücker Studenten-Club „blau“ oder mit der Band „Reaktor“. Eigentlich kommt der 29-jährige Tromla alias Christoph Hans aus Hassel, in der Kinowerkstatt hatte seine
live-Schlagzeugbegleitung zur „West-Side-Story“ Premiere. Mit dreizehn stand er zum ersten Mal auf der Bühne, damals noch als Schlagzeuger im klassischen Orchester. Nach dem Fachabitur trommelte und verdiente er sein Geld in einer Tanz- und Unterhaltungsshowband. Spielte hier und dort in Orchestern, machte Black Music, zeichnete Comics und drehte Kurzfilme. In seinem ersten Spielfilm „Der Hering“ beschäftigt sich der vielseitige Trash-Künstler mit den Abgründen der hedonistischen Feierkultur: Besoffene, Verdrogte, Depressive, vorsichhinplappernde Dauertänzer – eben
das komplette Personenkarusell einer rundum gelungenen Houseparty wird gezeigt. Infos zu TROMLA im Internet: www.TROMLA.de
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Stephen King – Verfilmung
Im Kinder- und Familienkino der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, ist am Samstag, den 19. April, um 16 Uhr „Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers“ (USA, 1986, ab 6 Jahren, 91 Min.) nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, zu sehen. Regie führte Rob Reiner, es spielen Will Wheaton, River Phoenix, Corey Feldman, Jerry O’Connell, Richard Dreyfuss.

Castle Rock, ein kleines, langweiliges Nest in den USA im Jahr 1959: Vier etwa zwölfjährige Jungen begeben sich auf eine zweitägige Reise, die für sie zum Abschied von ihrer Kindheit wird. Gordie, der Geschichtenerzähler, der scheinbar selbstbewusste Chris, der etwas überdrehte Teddy und der dicke Vern sind Außenseiter, die von ihrer Umgebung nicht ernst genommen werden. Eines Tages glauben sie eine Chance zu haben, von den anderen endlich anerkannt zu werden. Sie machen sich auf die Suche nach einem etwa gleichaltrigen Jungen, der irgendwo mitten auf der Strecke von
einem Zug erfasst und getötet wurde. Wenn sie die Leiche als Erste finden, werden sie bestimmt als Helden gefeiert.

Auf ihrem Weg entlang der Eisenbahnschienen sind sie zum ersten Mal auf sich allein gestellt und überstehen gemeinsam eine Reihe von großen und kleinen Abenteuern. Als sie jedoch am Ziel sind, ist alles ganz anders… „Eine der geglücktesten Stephen-King-Verfilmungen.“ (Lexikon des internationalen Films) und „Ein außergewöhnlich schöner Film über die Abenteuer einer Jugend an der Grenze zum Erwachsenwerden. (SFB-Radio, Berlin)
Eintritt: für Kinder 1,50, begleitende Erwachsene 2,50 Euro, Sonstige 4.- Euro.
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Wiederholt wird am Montag, den 21. April die Dokumentation über Wim Wenders „von einem der auszog: Wim Wenders frühe Jahre“ von Marcel Wehn.
„Ich bin meine Geschichte.“ antwortet Kamikaze in Wim Wenders’ IM LAUF DER ZEIT auf die Frage „Wer bist Du?“ Der Geschichte von Wim Wenders spürt dieser Dokumentarfilm nach und stellt eine Verbindung zwischen dessen früher Biografie und Werk her. Im Fokus steht das Leben des Regisseurs bis zu seinem Weggang in die USA nach seinem internationalen Durchbruch mit „Der amerikanische Freund“. In offenen und sehr persönlichen Gesprächen erzählt Wim Wenders von seinem behüteten Elternhaus im Oberhausen
der Nachkriegszeit. Man begleitet ihn auf dieser Reise in die Vergangenheit nach Paris, wo er als junger Maler lebt und den Entschluss fasst, Filmemacher zu werden. Er berichtet über Erlebnisse, Erfolge und Misserfolge als Filmstudent auf dem Weg zum Regisseur. Es entsteht ein Bild des Lebensgefühls und der Aufbruchstimmung der Studenten des ersten Jahrgangs an der Filmhochschule in München. Neben Wenders selbst, kommen u.a. Peter Handke, Robby Müller, Rüdiger Vogler, Bruno Ganz und Lisa Kreuzer als einige seiner wichtigsten Wegbegleiter, zu Wort. In ihren Aussagen und Erinnerungen sprechen sie über die wiederkehrenden Grundthemen in Wenders’ Filmen. Es geht um Identitätssuche, Einsamkeit, Freundschaft und Kommunikation. Ebenso zur Sprache kommen ganz persönliche Erfahrungen in der privaten und beruflichen Beziehung zu Wenders. In Verbindung mit Ausschnitten aus seinen frühen Filmen wird deutlich, dass Wenders immer wieder authentische Erlebnisse und Menschen seines eigenen Lebens verarbeitet hat. Der Film vermittelt dadurch einen ganz neuen Einblick in Wenders’ frühes Filmwerk.

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„Alice in den Städten“ (Deutschland 1974) Kamera: Robby Müller, Musik: Chuck Berry, The Can, Canned Heat mit Edda Köchl (Freundin in New York), Yella Rottländer (Alice), Lisa Kreuzer (Mutter), Sibylle Baier (Frau), Didi Petrikat (Freund in Frankfurt), Hans Hirschmüller (Polizist), Lois Moran (Flughafenhostess), Ernest Boehm (Verlagsagent), Sam Presti (Autoverkäufer), Rüdiger Vogler (Philipp Winter) läuft im Anschluss an die Dokumentation über Wim Wenders noch einmal am Montag, den 21. April, um 20 Uhr. „Alice in den Städten“ gilt bis heute als einer der persönlichsten Filme von Wim Wenders, nicht zuletzt weil der Regisseur hier über die Geschichte einer ungewöhnlichen Reisebeziehung zu Motiven fand, die auch für viele seiner späteren Arbeiten bestimmend sein sollten. Am Anfang steht die professionelle und private Krise des Journalisten Philip Winter (Rüdiger Vogler), der während eines desillusionierenden USA-Aufenthalts sowohl den ästhetischen, vor allem aber den emotionale Zugang zu der ihn mgebenden Welt verloren zu haben scheint. Als Winter nach Europa zurückkehren will, erklärt er sich widerwillig bereit, für die Dauer der Reise die neunjährige Alice (Yella Rottländer) in seine Obhut zu nehmen. Da die Mutter des Mädchens jedoch nicht zum verabredeten Treffen in Amsterdam erscheint, beginnt für Winter und Alice eine gemeinsame Odyssee, die sie ins deutsche Ruhrgebiet führt und in deren Verlauf Alice ihrem skeptischen Begleiter neue Sichtweisen eröffnet. Von Kameramann Robby Müller in berückenden Schwarzweissbildern illustriert, verschränkt Wenders‘ Film dabei virtuos die Dynamik eines gleichsam unsentimentalen wie anrührenden Road Movie mit dem Drang des Künstlers nach kritischer Selbstreflexion. Wenders selbst formulierte den zugrundeliegenden Impetus von „Alice in den Städten“ wie folgt: „Für mich ist der „kindliche Blick sozusagen die Sehnsucht des Kinos. Das ist das, was das Kino, wenn es wirklich bei sich selbst ist, leisten kann: einem Erwachsenen einen unschuldigen Blick zurückgeben.“

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