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Auf jedes Dach eine Solaranlage

Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung stoßen bei vielen Hausbesitzern nach wie vor auf großes Interesse. „Die immer weiter steigenden Preise für Öl, Gas und Strom sind neben dem Klimaschutz die Hauptmotivation für eine solche Investition“, sagt Jürgen Zimper, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Zudem gibt es noch attraktive Zuschüsse von der Bundesregierung.
„Bei günstigen Voraussetzungen kann eine Solaranlage bis zu 60 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs abdecken. Und in den Sommermonaten kann der Heizkessel für die zentrale Warmwasserbereitung abgeschaltet bleiben“, so die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Für die reine Brauchwassererwärmung reichen in der Regel 4 bis 5 Quadratmeter Kollektorfläche für einen Haushalt mit vier Personen.
Wenn man eine größere Kollektorfläche installiert, kann in den Übergangsmonaten auch die Heizung unterstützt werden. Reicht im Winterhalbjahr die Sonneneinstrahlung nicht aus, heizt in der Regel die konventionelle Heizung nach. „Die Erneuerung der Heizungsanlage ist ein guter Zeitpunkt, über einen gleichzeitigen Einbau einer Solaranlage nachzudenken. In jedem Fall sollte man eine spätere Nachrüstung einplanen und bereits die erforderlichen Anschlüsse und Leitungen legen lassen“, raten die Experten von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.
Im Unterschied zu Solarkollektoren, die Trinkwasser erwärmen, wird bei einer Photovoltaik-Anlage mit Hilfe von Solarzellen Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt. „Diese Form der Stromerzeugung zählt zu den umweltfreundlichsten Arten der Energieerzeugung“, so die Energieberater der Verbraucherzentrale. „Zwar sind die Investitionskosten dafür vergleichsweise hoch, doch aufgrund des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes erhält man 20 Jahre lang 46,75 Cent für jede erzeugte und ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde, wenn die Anlage in diesem Jahr in Betrieb genommen wird. Zudem werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsgünstige Darlehen für die Finanzierung der Anlage zur Verfügung gestellt.

Wer keine eigene Photovoltaikanlage errichten will oder kann, weil er kein eigenes Haus hat oder die Dachfläche nicht geeignet ist, kann über Bürger-Solargenossenschaften Anteile an einer Photovoltaik-Anlage erwerben.
Auskünfte zur Solarenergienutzung geben die Energieberater der Verbraucherzentrale.

Für ein persönliches Beratungsgespräch in einer der 12 Beratungsstellen im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich.
In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894 / 955 2550.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017