Nachrichten

Samstag, 16. Dezember 2017 · leichter Regen  leichter Regen bei 2 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Altpapierentsorgung muss in Händen der Stadt bleiben

Müllentsorgung ist Daseinsvorsorge: Diese obliegt den Städten und Gemeinden.

Deshalb stellt die Stadt St. Ingbert ihren Bürgerinnen und Bürgern kostenlos blaue Papiertonnen zur Entsorgung von Altpapier zur Verfügung.

Die Stadt empfiehlt den St. Ingberterinnen und St. Ingbertern „blaue Tonnen“, die von privaten Entsorgern angeboten werden, abzulehnen.

Dies ist auch die Empfehlung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Städtebau und Umwelt beim Städte- und Gemeindebund, Dr. Peter Braun, erklärte:
„Der gezielte Zugriff von Privatunternehmen auf einzelne werthaltige Bestandteile, sowohl im Hausmüll als auch insbesondere beim Altpapier, bedeutet eine Kommunalisierung der Entsorgungskosten zu Lasten der Bürger, während die Gewinne privatisiert werden.“

Derzeit kämpfen zahlreiche Kommunen in ganz Deutschland darum, die mit dem Altpapier zu erzielenden Einnahmen nicht an Privatunternehmern abtreten zu müssen, sondern sie als wichtigen Beitrag zum Erhalt eines funktionierenden Entsorgungssystems einsetzen zu können.

Der Erlös, den die Stadt St. Ingbert aus dem Papierverkauf erzielt, trägt zur Stabilisierung der Müllgebühren bei. Zudem wird er für den Ausbau des Wertstoffhofsystems eingesetzt. Die Gelder werden so sogar zu einem wichtigen Bestandteil interkommunaler Zusammenarbeit.

Durch die zusätzlichen Aufgaben, die die Müllabfuhr übernimmt, werden neue Arbeitsplätze direkt vor Ort in St. Ingbert geschaffen. Die neuen Mitarbeiter werden nach gültigem Tarifvertrag bezahlt.

Durch die Stadt ist zudem eine zuverlässige und Flächen deckende Verteilung und Abholung der Tonnen gewährleistet.

Gerd Lang, der Leiter der Abteilung Umwelt und Biosphäre bei der Stadt St. Ingbert sagt: „Jeder Bürger bestimmt mit der Entscheidung, ob er sein Altpapier seiner Kommune oder einem gewerblichen Sammler zur Verfügung stellt, selbst über die Abfallgebührenentwicklung“.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017