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SPD: Müllverwiegung

Dieses Votum der schwarz-grünen Mehrheit war aber nicht einstimmig, da die St. Ingberter Sozialdemokraten diesen Weg nicht für gut heißen. Nach Meinung ihres Fraktionsvorsitzenden, Thomas Berrang, ist die Alternative der Müllverwiegung familienfeindlich. Da Familien mit Kindern mehr Abfall haben, bedeutet das für diese höhere Müllgebühren. Das widerspricht der in zahlreichen Aspekten zur Kommunalpolitik vertretenen Meinung der SPD, dass nur durch den Zuzug neuer Familien beziehungsweise der Nichtabwanderung hiesiger Familien die städtische Infrastruktur (Schulen, Schwimmbad, Park etc…) in den nächsten Jahrzehnten gehalten werden kann, soll St. Ingbert nicht irgendwann ein Vorort Saarbrückens werden. Also können Familien nach Meinung der SPD nicht mit der Müllverwiegung belastet werden.
Weiterhin besteht die Gefahr der Vermüllung: Thomas Berrang: “Wer sich die Mülltonnen nicht mehr leisten kann, schmeißt seinen Müll einfach in den Wald, auf Parkplätze oder füllt fremde Mülltonnen, wenn es keiner merkt. Mit sinkendem Realeinkommen steigt die Gefahr, den teuren Müll illegal fort zu schaffen nach dem Motto „Not kennt kein Gebot““.
Auch hätte das komplizierte System der Müllverwiegung den Nachteil, dass die Müllautos technisch aufgerüstet werden müssten, um den Müll überhaupt wiegen zu können. Und in Zeiten knapper Kassen, kann die Müllverwiegung auch zur Gebührenerhöhung genutzt werden.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017