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Sonntag, 20. August 2017 · wolkig  wolkig bei 13 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

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Kinowerkstatt – Programm 6. – 9. Juni 2008

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt an diesem Wochenende, Freitag, den 6. Juni, um 19 Uhr, sowie am Sonntag, den 8. Juni, um 20 Uhr den sehenswerten Debütfilm einer jungen Regisseurin: Julia von Heinz mit „Was am Ende zählt“ (Spielfilm, 100 min. 2007). Carla ist mit großen Plänen von zu Hause abgehauen, sie will nach Lyon, um dort Mode zu studieren. Schon am Bahnhof wird ihr alles gestohlen, sie strandet völlig mittellos und muss sich an Rico halten, der sie aufliest, auf dessen Baustelle sie Geld verdienen kann, um weiter zu ziehen. Auf der gleichen Baustelle, einem Boot, das zur Kneipe werden soll, lebt Lucie mit ihrem Bruder Michael. Hier ist ihre Welt, ihr Zuhause, hier will sie bleiben. Wie von Schicksalsfäden werden Lucie und Carla mit ihren gegensätzlichen Lebensentwürfen zusammengeführt. Carla sieht bei Lucie, wie es ist, einen Platz im Leben zu haben, für Lucie öffnet sich mit Carla eine neue, größere Welt. Als Carla kurz vor ihrer Weiterreise feststellt, dass sie schwanger ist, scheint ihr Traum endgültig geplatzt. Zu einem Arzt kann Carla nicht, da sie über ihren Vater versichert ist. Lucie, die sich sehnlichst wünscht, dass Carla bleibt, schlägt ihr einen Pakt vor: „Du bekommst das Kind unter meinem Namen, ich nehme es dann.“ Darauf lässt sich Carla ein. Bis zur Geburt verstecken sich die beiden in einer Wohnung, Michael nistet sich als Mitwisser ein. Doch dann will Carla ihr Baby nicht verlassen. Sie fordert von Lucie, sich aus ihrem Umfeld zu lösen, ihren Bruder zu verlassen. Doch die Situation muss erst eskalieren, bis die beiden Mütter zu großen Entscheidungen bereit sind.
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„Control“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert.
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, widmet dieses Wochenende, Freitag, den 6. Juni, 21.45 Uhr, Samstag, 7. Juni, 21 Uhr und Montag, den 9. Juni, um 20 Uhr dem legendären Joy Division-Sänger Ian Curtis, der mit seinem einzigartigen Gesang zu einer der Ikonen der Postpunk-Bewegung wurde. Mit „Control“ (Großbritannien, USA 2007) gibt der weltberühmte Fotograf Anton Corbijn sein fulminantes und überragendes Debüt als Filmregisseur.
„Control“ umspannt die bewegte Bandgeschichte von Joy Division (und auch Geburtsstunde der Popmusik-Metropole Manchester), von Ian Curtis‘ privaten Anfängen vor dem Badezimmerspiegel über die ersten Auftritte mit der Band als Vorgruppe der Sex Pistols, den ersten großen Plattenvertrag, Curtis‘ heftigen Kampf mit privaten und schweren gesundheitlichen Problemen. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee fasst er einen folgenschweren Entschluss … Anton Corbijns Porträt der New Wave-Legende Ian Curtis von Joy Division war als Liebhaberprojekt geplant – und geriet zu einer furiosen Film-Hymne auf eine der wichtigsten Epochen der Popmusik.
Control ist kein Musikfilm, und auch keine Dokumentation. Corbijn nahm es auf sich, die Geschichte einer großen Band (und vor allem die ihres legendenumwobenen Sängers Ian Curtis) als reinen Spielfilm zu inszenieren – ein Unterfangen, das gnadenlos hätte schief gehen können, in diesem Falle aber geradezu magisch stimmig ist.

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