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Ausstellung „Miteinander“ in der Rathausgalerie

Gemeinschaftsausstellung in der Rathausgalerie in Sankt Ingbert vom 22. Juni bis 8. August 2008
Die Vernissage findet am Sonntag, den 22. Juni 2008 um 11 Uhr statt.

Vom 22. Juni bis 8. August 2008 präsentiert die Rathausgalerie in Sankt Ingbert mit der Ausstellung „Miteinander“ ein spannendes Zusammenspiel von farbintensiver abstrakter Malerei, pointierten Zeichnungen, vielseitigen Objekten und skulpturalen Arbeiten.
Die Vernissage findet am Sonntag, den 22. Juni 2008 um 11 Uhr in der Rathausgalerie statt.

Der Ausstellungsbesucher kann sich neben den Arbeiten, die als „Solowerke“ entstanden sind auf die von Ruth Engelmann-Nünninghoff, Christine Lill und Angelika Lill-Pirrung gemeinsam entwickelten farb- und formexperimentellen Werke auf Papier freuen.

Bei Ruth Engelmann-Nünninghoffs Arbeiten trifft der Besucher auf Formationen, die ihre Körperlichkeit verloren, die sozusagen eine Verwandlung ins Stofflose der Kunst und damit einhergehend eine ungemeine Ästhetisierung erfahren haben. Klare Linien stehen Auffächerungen, amorphe Gestalten kristallinen Gebilden gegenüber. Die Künstlerin führt uns die Bandbreite phantasievoller Formensprache vor Augen. Neben dem Zusammenwirken der Formen ist für sie in gesondertem Maße die Farbe Stimmungsträger. Hierzu greift Engelmann-Nünninghoff auf reine, leuchtende Farben zurück, die zumeist auf dem Papier miteinander kommunizieren, sich verbinden und entwickeln.

Dagegen führen Christine Lills Tuschezeichnungen dem Betrachter in einer kraftvollen, sehr reduzierten Formensprache die scheinbare Leichtigkeit des Pinsels bzw. der Rohrfeder vor Augen. Gegenspieler der schwarzen Tusche bildet das weiße Papier, dem die Künstlerin eine große Bedeutung bei misst, da es den dunklen Tiefen, die hellen Höhen entgegen setzt. Aus diesem kontrastreichen Wechselspiel gelingt es Christine Lill schließlich, Figurationen hervorzubringen. Mit Verve entwickelt sie in wenigen schwarzen, vorausschauenden Zügen expressive Formen, die den Betrachter zu eingehender Betrachtung auffordern und gleichzeitig seiner Fantasie freien Lauf gewähren. So erwarten den Ausstellungsbesucher Gestalten mit markanten, bisweilen deformierten Köpfen und Gliedmaßen, die sich in Andeutungen verlieren und gerade dadurch einen charismatischen Zug erlangen.

Die Arbeiten von Angelika Lill-Pirrung sind inspiriert von archaischen Mustern, von Spuren, die die Zeit Gegenständen eingeschrieben hat. Zeichen und Symbole der alten Kulturen beeinflussen bis heute einen Großteil sowohl der plastischen als auch er malerischen Arbeiten Lill-Pirrungs. Der Betrachter trifft auf Fundstücke, Dinge des Alltags, die scheinbar – aber auch nur scheinbar – aus dem Blickfeld gerückt sind. Es geht um „das Suchen, Finden, Sammeln, Kombinieren und Transformieren […]. Auf verwittertem Holz, auf Schwemmhölzern, verrostetem Metall, alten Gebrauchsgegenständen“, so die Künstlerin, „entdecke ich Spuren, faszinierende Spuren des Gebrauchs, des Verfalls, Spuren der Zeit.“ Angelika Lill-Pirrungs Metamorphosen sind einfühlsame Zeitzeugen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und damit greifen sie ein wichtiges Thema von Kunst auf: die Überzeitlichkeit.

„Miteinander“ spielen die drei Künstlerinnen jedoch nicht nur innerhalb der gemeinsam entstandenen Werke, sondern auch in der Gegenüberstellung ihrer Arbeiten, die sich durch unterschiedliche künstlerische Schwerpunktsetzungen auszeichnen. Es geht sowohl um das Bewahren der eigenen „Handschrift“, um die gegenseitige Abgrenzung als auch um den harmonischen Einklang, das Zusammenwirken der Arbeiten im Ausstellungsraum.

Rathausgalerie St. Ingbert
Am Markt 12
66386 St. Ingbert

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr.
Der Eintritt ist frei

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