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Wieder 24-Stunden-Lauf im September


Über die einzigartige Atmosphäre beim 24-Stunden-Lauf in St. Ingbert spricht man heute noch. Im September vergangenen Jahres trafen sich rund 600 Läuferinnen und Läufer im Mühlwaldstadion, um für den Häuserbau in Sri Lanka Spenden zu „erlaufen“. Jetzt wiederholt der Veranstalter, die Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael, dieses erfolgreiche Event zum dritten Mal. Am 20. und 21. September 2008 werden Runden für den guten Zweck gelaufen – wieder im Mühlwaldstadion, wieder von 15 Uhr bis 15 Uhr, bei Tages- wie bei Flutlicht.

. Anders ist in diesem Jahr das Projekt, für das sich Sponsoren, Organisatoren, Helfer und schließlich die Läufer engagieren. Die Schirmherrschaft haben Sr. Gabriele Kuhn, pädagogische Geschäftsführerin der St. Dominikus Schulen gGmbH, und Georg Jung, Oberbürgermeister von St. Ingbert übernommen.

Unter dem Slogan „Fit for Fair“ unterstützt der Lauf die AIDS-Arbeit
der Dominikanerinnen im St. Dominic’s Hospital in Ghana. Unter den vielen Projekten vor Ort hat sich der Veranstalter für ein Programm entschieden, das die Übertragung des AIDS-Virus von Mutter zu Kind bei der Geburt verhindern soll. Die meisten Kinder von positiven Müttern werden erst bei der Geburt infiziert und könnten mit geeigneten Medikamenten gerettet werden. Den Müttern erhalten Babynahrung, damit sie das Virus nicht durch die Muttermilch übertragen. Das St. Dominic’s Hospital in Ghana wird seit vielen Jahren vom Albertus-Magnus-Gymnasium und der Albertus-Magnus-Realschule in St. Ingbert unterstützt. Die Familien in Ghana sind sehr arm und können sich die lebensnotwendige Babynahrung nicht leisten. Mit 25 Euro im Monat kann ein Baby gesättigt werden. Im vergangenen Jahr wurden rund 24.000 Euro „erlaufen“.

Die Teilnehmer erwartet wieder eine einzigartige Atmosphäre: „Es ging hier nicht um Höchstleistung und Top-Zeiten, sondern um den olympischen Gedanken: „Dabei sein bzw. Helfen ist alles“, berichtet Pfarrer Andreas Keller aus der Gemeinde St. Pirmin und St. Michael. Und damit meint er auch die Vielfalt der Sportler: Ob Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Walker, Marathon-Läufer, ob Kindergartenkind oder Rentner, ob schnell oder langsam, ob jung oder alt – jeder beteiligte sich nach seinem Leistungsvermögen. Dabei legten 600 Läufer 7.900 Kilometer zurück.

So funktioniert der Lauf
Die Teilnehmer formieren sich in Gruppen. Jede Gruppe versucht, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Stadionrunden zu laufen, wobei ein Teilnehmer eine oder mehrere Runden laufen kann. Dabei können die Mitglieder der einzelnen Gruppen abwechselnd auf die Bahn gehen.
Es wird eine Mindeststartgebühr erhoben, die eine Grundspende darstellt. Zusätzlich sollen die Teilnehmer bei Verwandten, Nachbarn und Freunden mit Spendenkarten Rundengeld sammeln.

Buntes Rahmenprogramm
Zu dem sportlichen Geschehen wird auch das umfangreiche Rahmenprogramm zahlreiche Teilnehmer und Besucher ins Mühlwaldstadion locken. Dazu gehören ein feierlicher Sonntagsgottesdienst, Tanzvorführungen der DJK SG, Musik der Ramba-Zamba-Band der St. Christophorus Schule, der Band 365, der Jazz-Combo der Uni-Bigband-Homburg, der Band des St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasiums und der Samba-Band „Samba Ei Jóóh“. Zudem werden bei gutem Wetter Heißluftballons der Ballonsportgruppe Alibebi starten. Für die Kinder werden ein Hüpfkissen und Spiele angeboten und die Kindergärten von St. Pirmin und St. Michael verwöhnen die Sportler und Besucher mit einer Cocktail-Bar. Natürlich wird auch für die Verpflegung der Läufer und Zuschauer gesorgt.

Die Idee
Die Idee zur Veranstaltungsform des „Solilauf“ kam Pfarrer Keller im Laufe der letzten Jahre. Weil bei den traditionellen Hungermärschen immer weniger Kinder und Jugendliche mitmachten, hatte er eine sportlichere Solidaritätsveranstaltung im Sinn: Einen 24-Stunden-Lauf mit umfangreichem Rahmenprogramm. Dank der großartigen Unterstützung aus der Pfarrei St. Pirmin und St. Michael nahm die Idee immer mehr Gestalt an. Im Jahr 2006 führte die Pfarrgemeinde zusammen mit der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) der Saarpfalz den ersten Solilauf durch, der ein voller Erfolg wurde.

Anmeldungen, Spendenkarten und weitere Informationen unter www.solilauf.de. Fragen beantwortet auch gerne Gabriele Strobel unter Tel.: 06894/570670.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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