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Donnerstag, 19. Oktober 2017 · wolkig  wolkig bei 13 ℃ · Bunter Nachmittag für SeniorInnen in der OberwürzbachhalleSaarländische Künstler sind bei Künstlermarkt vertretenVon Kelten und Römern – Zeitreise in die regionale Vergangenheit

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Kinowerkstatt – Programm v. 26. – 30. Juni

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Donnerstag, den 26. Juni, um 20 Uhr im Rahmen des Filmfestivals „über morgen“ den Film „Les Lip – oder die Macht der Phantasie“ (Frankreich 2007) Regie: Christian Rouaud, 118 Min., DF. Die LIP-Uhren aus Besançon genossen in den 60ern und 70ern Weltruf und dienten als offizielle französische Zeitmesser. Bis der bis dato fortschrittliche und erfolgreiche Firmeninhaber Fred Lip die industrielle Fertigung verschlief und sein kriselndes Unternehmen von der Schweizer Konkurrenz aufgekauft wurde. Als die Beschäftigten entlassen werden sollten, begann ein eskalierender Arbeitskampf, an dessen Ende die Belegschaft sich in der Fabrik verschanzte und die Produktion eigenmächtig weiterführte. Von 1973 bis 1975 gelang den Arbeitern in Besançon ein soziales Experiment: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten, besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie. Zwei Jahre lang gelingt es ihnen, die Produktion weiterzuführen, Konzepte selbstbestimmter und gleichberechtigter Arbeit zu erproben und Entlassungen zu verhindern, bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird.
Die Aktivisten von einst melden sich in Christian Rouauds spannender Doku-Chronik zu Wort. (kino.de)

Am Freitag, den 27. Juni, um 19 Uhr und 21.45 Uhr, am Samstag, den 28. Juni, um 21 Uhr, sowie am Montag, den 30. Juni, um 20 Uhr läuft Martin Scorceses‘ „Shine a Light“ (USA 2007) – Regie: Martin Scorsese, Albert Maysles – Darsteller: (Mitwirkende) Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ron Wood, Bill Clinton, Hillary Clinton, Christina Aguilera. Nach dem Oscar-Gewinn für „Departed – Unter Feinden“ schwenkt Regisseur Martin Scorsese die Kameras jetzt auf die erfolgreichste Rockband der Welt: Die Rolling Stones. Mit seinem Film SHINE A LIGHT beweist er aber nicht nur seine Meisterschaft als Regisseur. SHINE A LIGHT ist auch ein Gipfeltreffen der besten Kameramänner und -frauen Hollywoods, die das Konzert aus jedem denkbaren Blickwinkel festhalten. Die brillante Tonspur vermittelt das Gefühl, als stünde man mittendrin. Die Dokumentation beginnt mit humorvollen, in schwarzweiß gedrehten Vorbereitungsszenen für das Konzert. Scorsese versucht an die Liste der Reihenfolge der Songs zu kommen. Nicht so einfach, schließlich steht die erst kurz vor Konzertbeginn fest. Kein leichtes Unterfangen für einen Regisseur, der seinen Film und den Einsatz der Kameras vorher planen muss.
Das Besondere daran ist vor allem die technische Umsetzung: 14 Kameras kommen zum Einsatz (nicht die üblichen vier oder fünf), alle bedient von erfahrenen Kameramännern, von denen die meisten schon mit dem Oscar prämiert worden sind; unter anderem Robert Richardson (‚Aviator‘), John Toll (‚Last Samurai‘), Andrew Lesnie (‚Herr der Ringe‘ – Trilogie) und Emmanuel Lubezki (‚Sleepy Hollow‘). So entstehen Bilder, die so in einem Konzertfilm nicht üblich sind und weit über den Durchschnitt hinaus gehen. Gestik und Mimik der Stones werden präzise eingefangen und der Zuschauer bekommt Momentaufnahmen geboten, die er auf einem Live-Konzert nie mitbekommen könnte.

Filmfestival ‚über morgen‘: „Menschen, Träume, Taten“

Im Rahmen des Filmfestivals ‚über morgen‘ läuft am Sonntag, den 29. Juni, um 20 Uhr „Menschen, Träume, Taten“ (Deutschland 2007)- Regie: Andreas Stiglmayr.

Auf der Suche nach einem zukunftsorientierten Gesellschaftsentwurf stieß Filmemacher Andi Stiglmayr in der Altmark – 150 km westlich von Berlin – auf die vor zehn Jahren gegründete Modellsiedlung „Sieben Linden“. 120 Menschen haben sich zu unterschiedlichen Nachbarschaften zusammengefunden und versuchen dort die verschiedenen Bereiche des Lebens – wie Arbeit, Freizeit, Kommunikation, Heilung, Bildung, Ökonomie, Ökologie und Kultur – miteinander zu verbinden.

Einfühlsam aber nicht beschönigend erzählt der Film anhand des Alltags und der Gedanken zweier Mitgründer des Dorfes von den Herausforderungen des Gemeinschaftslebens mit seinen persönlichen, ethischen und ökologischen Ansprüchen, sowie von Zwiespälten, Erfolgen, Verirrungen und den täglichen Begegnungen von Menschen, die einen anderen Weg gehen als den üblichen.

Nach dem bundesweit erfolgreichen Kinofilm „Der bayerische Rebell“ über den eigenwilligen Liedermacher Hans Söllner stellt Stiglmayr nun ein Projekt vor, in dem die Sehnsüchte einzelner Menschen praktikable, nachhaltige Lösungen für ein gelungenes Lebensmodell hervorbringen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017