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Stellungnahme des Vorsitzenden im Juz-Verein Timo Abel zur Äusserung der CDU-Fraktion

So scheinen hinter manchen Danksagungen und Beteuerungen zu unserer ehrenamtlichen Arbeit dann doch eine kritische Haltung gepaart mit (für mich) nicht nachzuvollziehenden Vorurteilen die Oberhand zu behalten. Wie anders lässt sich sonst die Äusserung der CDU-Fraktion des Ortsrates erklären? Diese begrüßt den Verlust unseres Standortes, in welchem seit Jahrzehnten Jugendkultur erwuchs und sich mit dieser Örtlichkeit fest verknüpfte. Die Jugendlichen welche in und an dem Gebäude “alte Pfarrgass-Schule” arbeiteten und sich selbst organisierten, prägten dieses genau so wie es umgekehrt der Fall war und ist. Müssen wir das Gebäude verlassen bleiben nicht nur Erinnerungen, sondern auch künstlerische Werke an und in dem Gebäude zurück, die sich nicht einfach übernehmen lassen. Was kann man also an einem solchen Verlust begrüßen ?(erst recht wenn man in einer politischen Verantwortung vor Jugendlichen steht)? Die CDU-Fraktion schreibt dazu folgendes: ”Mit der Einbeziehung größerer Teile der St. Ingberter Jugendlichen und der Aufwertung der Jugendarbeit durch ein Jugendbüro und ein neues Gebäude für die Jugendarbeit gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu einem „JUZ für alle”. Damit wird die Behauptung aufgestellt, es bestehe derzeit kein “Juz für alle”. Dass das völliger Blödsinn ist, muss man wohl nur Menschen erklären, die nie in diesem Jugendzentrum verkehrt haben. Hier treffen sich Menschen sämtlicher Altersstufen, Jugendkulturen, Nationalitäten, religiöser und politischer Anschauungen. Hier fanden und finden Musik- und Rapworkshops genauso statt, wie Öffentlichkeitarbeits- und Theater-AGs. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass Vorurteile abgebaut und soziale Kompetenzen erlernt werden. Vielleicht hätte es so manchem nicht geschadet, wenn er oder sie in der Jugend selbst das Juz besucht hätte. Bevor die Herren und Damen der CDU also die Frage stellen, ob wir nicht nur für die “eigene Klientel”(was immer das auch heißen mag) etwas erarbeiten wollen, hätten sie besser einmal nachgefragt, wie viel Stunden Arbeit ich und andere in Veranstaltungen gesteckt haben, die nicht in unserem unmittelbaren Interessengebiet liegen. Ebenfalls ist mir eine ablehnende unsererseits gegenüber der Musikschule völlig neu. Wir begrüßen es natürlich, dass es in St.Ingbert eine Musikschule gibt. Ist die Musik doch ein elementarer Bestandteil jeglicher Jugendarbeit und Jugendkultur. Aus diesem Grund werden wir der Stadtverwaltung gerne behilflich sein ein geeigneteres Gebäude für die Musikschule zu finden als unser Jugendzentrum. Vielleicht würde sich da ja eine der leerstehenden Schulen anbieten, welche nicht erst mit viel Geld renoviert und saniert werden müssen. Und das von uns geforderte Konzept wurde schon längst allen Fraktionen vorgelegt, noch bevor die Stadtverwaltung überhaupt ein eigenes erarbeitet hatte. Da dies der CDU-Fraktion nicht bekannt ist und ich hier niemandem Denunziantentum unterstellen möchte, kann eine solche Forderung nur auf Unwissenheit beruhen. Daraus schlussfolgere ich, dass unser Konzept zumindest in manchen Gremien der Stadt nicht diskutiert, geschweige denn zur Kenntnis genommen wurde. Vielleicht wäre ja jetzt der passende Zeitpunkt um dies zu tun!!! (Dies ist die vollständige Stellungnahme zur Äußerung der CDU-Fraktion) Mit der Bitte um Veröffentlichung Timo Abel Kontakt:0689436821/068948481 (nachzulesen auf der aktuellen Jugendzentrumsseite unter http://www.juz-igb.de) ebenfalls dort ist die Stellungnahme des CDU-Ortsrates nachzulesen.

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