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Geringverdienende Azubis im Saarpfalz-Kreis bekommen mehr Geld

Mehr Unterstützung für Azubis: Auszubildende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, sollen in Zukunft mindestens 11 Euro am Tag zur Verfügung haben. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) jetzt im Saarpfalz-Kreis hingewiesen. „Das Ausbildungs-Bafög wird zum August um rund 10 Prozent angehoben. Der so genannte Grundbedarf beträgt dann 341 Euro – plus anfallende Mietkosten von maximal 218 Euro sowie Fahrtkosten und Geld für Arbeitskleidung“, rechnet Heiner Weber, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Saar-Trier, vor. Außerdem dürften Azubis in Zukunft bis zu 400 Euro in einem Zweitjob dazuverdienen.

Die Anhebung des Azubi-Bafögs sei nötig: In manchen Branchen gebe es für die Auszubildenden so wenig Geld, dass von einer „Ausbildungsvergütung“ kaum noch gesprochen werden könne. „In Schneidereien werden im ersten Lehrjahr rund 200 Euro gezahlt“, so Weber. Auch angehende Bäcker müssten mit einem schmalen Salär von rund 385 Euro pro Monat auskommen. „Besser sieht es für die jungen Leute da schon auf den Baustellen aus“, so der Gewerkschafter. Sie erhalten im ersten Lehrjahr nach Tarif 571 Euro pro Monat, im dritten Lehrjahr überschreiten sie sogar die Tausend-Euro-Grenze. „Diese hohen Ausbildungsvergütungen sind auf harte Tarifverhandlungen zurückzuführen“, erklärt Weber.

Ob und wieviel Azubi-Bafög die Jugendlichen bekommen, können sie mit ein paar Mausklicks im Internet selbst herausfinden. Unter der Netzadresse www.babrechner.arbeitsagentur.de lassen sich die Ansprüche auf Berufsausbildungsbeihilfe schnell ermitteln.

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