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Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49

Wie vielfältig das Kinoangebot sein kann und welche Angebote das „andere (kommunale) Kino“ machen kann, zeigt sich in dem viertägigen Programm vom 21.–24. August, das die Kinowerkstatt St. Ingbert zusammen mit dem international renommierten Filmkritiker Georg Seeßlen zusammengestellt hat. Georg Seeßlen, Autor zahlreicher Bücher, Bio-Filmografien zu David Lynch, Steven Spielberg, Stanley Kubrick, Herausgeber verschiedener Filmlexikas, Filmkritiker wird am vierten Abend persönlich in der Kinwerkstatt sein und lädt zusammen mit Markus Merz alle Kinobegeisterten zu einem multimedialen Event ein. Motto der gesamten Veranstaltung: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Kinos.“

Und es trifft sich gut, dass gleichzeitig an diesem Wochenende das kommerzielle Kino in St. Ingbert eine neue Zukunft bekommt und als „Neues Regina“ wiedereröffnet wird. Denn, so Wolfgang Kraus von der Kinowerkstatt: „Eine Stadt wie St. Ingbert braucht ein kommerzielles Erstaufführungskino, das eine ganz andere Zielsetzung hat wie ein kommunales Kino. Werden im kommerziellen Kino die grossen neuen Produktionen gestartet, werden im kommunalen Kino Filme präsentiert, die auf dem (kommerziellen) Markt kaum Chancen haben, aber vom kulturellen und künstlerischen Standpunkt sehr zeigenswert sind. Diese können nur in einem subventionierten Kino adäquat präsentiert werden. Dieser Aufgabe haben sich die kommunalen Kinos und in St. Ingbert die Kinowerkstatt, seit nunmehr 30 Jahren (seit rund einem Jahr mit engagierten Filmliebhabern auch im Verein organisiert) verschrieben. Somit ergänzen sich beide und das kommunale Kino schafft wiederum Publikum für das grosse Kino.“

Filmkritiker Georg Seeßlen wird in seinem Vortrag (Sonntag, den 24. August um 19 Uhr) über die besonderen Aufgaben der kommunalen Kinos referieren. Denn der Bgriff ‚kommunales Kino‘ ist festehend und bedeutet Präsentation von ganz anderen Filmen mit zusätzlichem Angebot. Seeßlen: „kommunales Kino ist Kino der Vergangenheit, ist Kino fremder Kulturen, ist Museumskino und Kunstkino und experimentelles Kino.“
St. Ingbert kann sich glücklich schätzen, zusätzlich zum kommerziellen Kino ein solches Angebot vorweisen zu können – und es wird geschätzt. Dies drückt sich auch in der Förderung durch die Kommune, den Kreis und das Land aus. Und – St. Ingbert ist die einzige Stadt im Saarland, ausser der Landeshauptstadt, die ein solch breites Kinoangebot aufzuweisen hat.

Beginnen wird die Film- und Diskussionsreihe zum Thema „Entwicklung des Kinos mit einen Rückblick auf Vergangenheit und Gegenwart und einem Ausblick in die Zukunft des Kinos“ am Donnertstag, den 21. August, um 19 Uhr mit einem Beispiel für das Kino der Vergangenheit: Gezeigt wird ein Stummfilm mit Live-Musikbegleitung „‚Nathan, der Weise“ nach dem Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Manfred Noa.
Am zweiten Abend präsentiert sich das regionale Kino mit zwei Filmen: Alfred Guldens „Grenzfall Leidingen“ (Alfred Gulden wird anwesend sein) – Freitag, 22. August, 19 Uhr – und „Per oder Pica“ des Luxemburger Filmemachers Pol Cruchten. (Freitag, 21 Uhr) Das „andere“ Kino hat hier die Aufgabe, die regionale Identität von Filmemachern und ihre ersten Versuche zu fördern.
Das Kino fremder Kulturen ist vertreten durch die senegalesische Regisseurin Safi Faye mit ihrem emanzipatorischen Film „Mossane.“ (Samstag, 23. August, 19 Uhr)
Das Kino der Zukunft wird durch Toy Story (mit einem Making Of) besetzt sein – dem ersten vollständig am Computer erstellten abendfüllenden Kinofilm. (Samstag, 23. August 16 Uhr) und am letzten Abend (Sonntag, 24. August, um 19 Uhr) präsentieren Georg Seeßlen und Markus Merz allen Kinobegeisterten ihr multimediales Event. Für die anschließende Präsentation des anderen ‚Kinos von unten‘ sind alle Filmemacher aus der Region (in St. Ingbert gibt es nicht wenige), die ihre Handyfilme, selbstgedrehten Filme zeigen wollen, in die Kinowerkstatt eingeladen. Es wird gebeten, diese Filme zur Vorauswahl ab Montag, den 18. August, zwischen 10 und 15 Uhr, in der Kinowerkstatt vorbeizubringen (DVD oder Video-Format). Die Filmemacher können ihre Filme am 24. August ab ca. 21 Uhr präsentieren.
mehr Infos unter www.kinowerkstatt.de

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