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SGH St. Ingbert – Handball


Im Team der Ersten wird sich einiges verändern: Nicht mehr dabei sind Jan Weise und Alexander Wesely, die in die Zweite wechseln. Dazu gekommen sind Oliver Küch, Holger Lührs und Lukas Zverina, die eine echte Verstärkung bedeuten. Die Planungen der SGH St. Ingbert sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Bis zum Rundenbeginn wäre eine Vergrößerung des Kaders noch möglich.

Oliver Küch (19) hat mit dem Handball schon als Mini begonnen, besuchte
das Handball-Internat in Eisenach und spielte in der letzten Saison
A-Jugend-Regionalliga sowie als Aktiver beim THSV Eisenach (OL). Als
Rechtshänder fühlt er sich auf allen Positionen auf dem Feld wohl.

Holger Lührs (30) kam wie Küch sehr früh zum Handball, vorbelastet durch
seinen Vater Wolfram Lührs (bekannter Feld-Handballspieler, 1.Liga). Als
Jugendlicher spielte er mit seinen Verein, der HSG Coburg, um die
Südwestdeutschen Meisterschaften, war Mitglied der
Junioren-Nationalmannschaft. 1997-2008 Jahre agierte er in der zweiten
Bundesliga. Der Franke ist Linksaußen oder spielt Rückraum-Mitte.

Lukas Zverina (25) ist Tscheche, kam mit neun Jahren zum Handball,
spielte zweite und erste Liga, zuletzt bei HC Sokol Prerov (1.Liga).
Auch bei Hazena Brno (Extraliga, Auswahl-spieler aus der ersten
slowakischen und tschechischen Liga) hat er schon mitgemischt. Seine
Positionen sind Rückraum links und Rückraum Mitte.

Thomas Bonerz (35) machte schon als Knirps mit sieben Jahren durch
Freunde Bekanntschaft mit den Handballsport, entwickelte sich gut und
hatte Glück mit seinen Jugendtrainern des TV Hermeskeil, so dass er als
Landesauswahlspieler ausgesucht und mehrmals zu Sichtungsspielen für die
Jugend der Deutschen Handball-Bundes eingeladen wurde.
Seinem Heimatverein blieb er treu, gehörte schon mit 17 Jahren zum
damaligen Oberliga-Kader des TV Hermeskeil, wo er unter anderem mit
Rainer Bernardi, ehemals TV Niederwürzbach, in einem Team spielte. So
sollte es weitergehen, doch eine schwere Knieverletzung zwang den
SGH-Coach schon 1991, einen Gang weniger einzulegen. Das veranlasste ihn
keineswegs, dem Handball Adieu zu sagen. Mit 23 Jahren übernahm der
Student der Mathematik und Physik an der Universität Kaiserslautern
schon die Trainerfunktion seines ehemaligen Vereins, der zu dieser Zeit
in der Verbandsliga zu Gange war. Ab 1996 leitete er dann das Training
der Handballmannschaft der Universität Kaiserslautern, mit der er 1998
deutscher Hochschulmeister und ADH-Pokalsieger wurde, sein größter Erfolg.
„In der vergangenen Saison“, so Bonerz, „kann man mit Fug und Recht vom
SGH-Lazarett sprechen: Kaum ein Spieler hat die Saison ohne längere
Verletzung bzw. Operation überstanden, was die momentane Position des
Vereins im Mittelfeld erklärt, denn ein Spieler wie Peter Jancik ist
nicht so leicht zu kompensieren.“
„Deshalb muss es mein Ziel für die nächste Saison sein, die Spieler
möglichst verletzungsfrei durch die Runde zu bekommen, damit die Ziele,
die wir uns stecken, erreicht werden können.“ Sein Trainingskonzept ist
wissenschaftlich fundiert und kann sich sehen lassen: Bonerz legt sehr
viel Wert auf konditionelle Grundlagen, die das Verletzungsrisiko
zumindest minimieren können. Für jeden Spieler wird ein individuelles
Trainingskonzept erstellt, das auf den Messungen von Laktat-Tests
basiert. Dazu gehört auch ein individuelles Krafttraining. Ausdauer,
Schnelligkeit, Koordination genauso wie die Stärkung des
Mannschaftsgeistes. Einheiten im Hochseilgarten oder auf dem Drachenboot
gehören daher zum ebenso zum Trainingskonzept. Für das gute Abschneiden
in einer Saison, so Bonerz, „ist auch ein genügend großer und qualitativ
hochwertiger Kader“ von Bedeutung. Mein Konzept möchte ich mit
Torwarttrainer Roger Strobel realisieren. Ziel ist, mittel- bis
langfristig, talentierte Jugendliche aus dem eigenen Verein an das
Niveau der Ersten heranzuführen. Eine Zusammenarbeit mit
Jugendkoordinator Mirko Schwarz (links) ist von Nöten.“
Mehrere Trainingsspiele sind vorgesehen: Gegen Regionalligamannschaften
wie die VTZ Zweibrücken, gegen Verbandsligisten wie die SGH II, gegen
die Saarlandligisten Nordsaar und TBS, Das erste Heimspiel findet am
Samstag, den 13.9. um 19,30 Uhr in der Ingobertushalle gegen den
Aufsteiger TV Moselweiß statt.
Ziele will Abteilungsleiter Handball, Klaus Weiland, noch keine
konkreten nennen. „Die Mannschaft muss sich noch finden. Nach den ersten
Spielen wird sich zeigen, wo wir uns einsortieren können. Vier neue
Mannschaften sind dazugekommen, darunter ein Absteiger aus der
Regionalliga.“

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