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„Auf Mythenjagd im Herzogswald“

Der Klimaschutz zählt zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – international und regional. So wird sich die globale Erwärmung auch auf die Kulturlandschaft zwischen Saar und Pfalz auswirken. Darüber hinaus droht der weltweit erwartete Temperaturanstieg laut einer Studie der York University ein Massensterben auszulösen, dem mehr als 50 Prozent der derzeit existierenden Tier- und Pflanzenarten zum Opfer fallen würden.
Im Vorfeld des diesjährigen Umwelt- und Friedenstages lässt sich am Sonntag, 14. September, entlang einer Vor-Ort-Begehung mit der im 18. Jahrhundert entstandenen Jägersburger Kulturlandschaft ein ebenso spannendes wie fragiles Ökosystem entdecken. Dabei grenzt es fast an ein Wunder, dass sich hier – als eines von wenigen in Deutschland – ein Parforcejagdrevier der Barockzeit fast vollständig erhalten hat. Dadurch wiederum verdichten sich hier Kunst und Kultur, Lebenswelten und Mythen zu einem ungewöhnlich intensiven Naturerlebnis.
Im Rahmen der Erkundung dieser bereits von Knigge beschriebenen Kulturlandschaft mit ihren weitläufigen Wäldern und Weiheranlagen werden Hintergründe und Besonderheiten einer über Jahrhunderte von Menschenhand gestalteten Natur erschlossen und allerlei erstaunliche Perspektiven eröffnet. Zugleich wird das 18. Jahrhundert als Schlüsselepoche einer flächendeckenden Landschaftsumgestaltung in Mitteleuropa, eines pragmatischen, aber auch künstlerisch zum Ausdruck gebrachten Umweltbewusstseins sowie der modernen Klimaforschung aufgezeigt: Immerhin war es der 1768 in Auxerre (Burgund) geborene Jean Baptiste Joseph Fourier, der mit seiner Entdeckung des „Treibhauseffektes“ den Beginn der Erforschung der globalen Erwärmung markiert.
Die von Klaus Friedrich konzipierte und begleitete Exkursion „Natur bewahren – Kultur bewahren: Auf Mythenjagd im Herzogswald“ findet am Sonntag, 14. September 2008, im Vorfeld des 22. Umwelt- und Friedenstages statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr der Innenhof der Gustavsburg in Homburg-Jägersburg. Im Kostenbeitrag von 5 Euro je Teilnehmer enthalten sind der Besuch des Burg- und Schlossmuseums sowie die fachkundige Führung durch die Jägersburger Kulturlandschaft.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine verbindliche Voranmeldung bei der KEB Saarpfalz unter Telefon (0 68 94) 9 63 05 16 erforderlich.
Weitere Informationen zum 22. Umwelt- und Friedenstag, der am 21. September 2008 zwischen 11 und 18 Uhr rund um das Homburger Forum stattfindet, gibt es im Internet unter www.umwelt-und-friedenstag.de

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