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Sonntag, 20. August 2017 · sonnig  sonnig bei 16 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

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Weniger Geld für warmes Wasser

Der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung wird oft als Nebenprodukt der Heizung angesehen. Dabei hat sie im Durchschnitt einen Anteil von etwa 30 Prozent am Energiebedarf für die Wärmerzeugung. Am teuersten ist nach Angaben der Verbraucherzentrale die elektrische Warmwasserbereitung – Strom ist gegenüber Öl oder Gas etwa 2, 5 Mal teurer. Ist eine Zentralheizung vorhanden, kann die Wassererwärmung ohne viel Aufwand durch diese übernommen werden.
Wer Heizenergie sparen will, sollte sparsam mit warmem Wasser umgehen, beispielsweise beim Duschen. Auch durch Absenkung der Warmwassertemperatur kann man viel Energie sparen. Es ist allerdings darauf zu achten, dass bei einer zu niedrigen Temperatur die Gefahr der Verkeimung durch Legionellen steigt.
Was oft nicht bedacht wird sind die Verluste in den Rohrleitungen und im Speicher, die man durch einfache Maßnahmen reduzieren kann. In einem Ein- bis Zweifamilienhaus sind so Einsparungen von 50 bis 300 Euro im Jahr möglich.
Das warme Wasser muss über mehrere Meter Rohrleitungen vom Heizungsraum bis zur Zapfstelle transportiert werden. Selbst bei guter Dämmung geben die Rohre die Wärme an die Umgebung ab und sorgen damit für Verluste. Heißes Wasser, das in den Rohren steht, kühlt ab und muss beim Aufdrehen des Wasserhahns erstmals ausgespült werden, und das nachfolgende Warmwasser muss erst die Rohrleitung aufheizen, bis endlich verwendbares Warmwasser aus dem Hahn kommt. Man hat also Energie- und Wasserverluste – abgesehen davon, dass man warten muss, bis die ersehnte Wärme endlich aus dem Hahn fließt.
Diesem Problem kann man mit einer Zirkulationsleitung begegnen. Das heißt, eine Pumpe treibt das heiße Wasser ständig zur Zapfstelle, wo es bei geschlossenem Hahn über die Zirkulationsleitung zum Speicher zurückfließt. Dreht man den Hahn auf, ist sofort heißes Wasser da. Nachteil: Die ständig heißen Leitungsrohre verlieren viel Wärme. Dem kann man dadurch begegnen, dass die Bereitstellung des Warmwassers mittels einer Zeitschaltuhr auf die Tageszeiten (z.B. morgens, mittags, abends je 2 Stunden), in denen es häufig gebraucht wird, beschränkt. Dadurch werden die Verluste auf 6 Stunden am Tag herabgesetzt.
Eine Zirkulationspumpensteuerung kann die Verluste noch weiter senken. Mit diesen Geräten, sie kosten zwischen 250 und 400 Euro, kann die Zirkulationspumpe bedarfsgerecht dann eingeschaltet werden, wenn warmes Wasser benötigt wird. Dies kann über Funkschalter oder über eine Steuerung erfolgen, die mittels eines Temperaturfühlers geregelt wird, der an der Warmwasserleitung in unmittelbarer Nähe des Speichers angebracht ist.
Über technische Einzelheiten und weitere Energiesparmaßnahmen informieren Sie die Energieberater der Verbraucherzentrale nach Voranmeldung in einem persönlichen Gespräch.
In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894 / 955 2550.

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1865–2017