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Kinowerkstatt – Programm vom 3. – 6. Oktober

Das Beste kommt zum Schluss
Am Freitag, den 3. Oktober, um 19 Uhr und am Samstag, den 4. Oktober um 21 Uhr, zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, den Spielfilm „Das Beste kommt zum Schluss“ (USA 2007) von Rob Reiner mit Jack Nicholson, Morgan Freeman, Serena Reeder, Jonathan Mangum, Beverly Todd, Sean Hayes (Prädikat: wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 97 min.) Zwischen dem Großunternehmer und Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) und dem Mechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) liegen Welten. Am Scheideweg ihres Lebens teilen sie sich jedoch zufällig dasselbe Zimmer im Krankenhaus und entdecken dabei, dass sie zwei Dinge gemeinsam haben. Sie wünschen sich beide, ihre restliche Zeit so zu verbringen, wie sie es schon immer wollten, bevor sie „den Löffel abgeben“, und beide wollen endlich herausfinden, wer sie eigentlich wirklich sind, um Frieden mit sich selbst schließen zu können. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, ihre Lebensfreude wiederzuentdecken. Dabei entwickelt sich nicht nur eine Freundschaft, sondern sie lernen auch, das Leben in vollen Zügen zu genießen -mit Einsicht und Humor.
Säen und ernten: Zwei Filme zum Thema.
Traditionel wird bei uns am ersten Sonntag im Oktober das Erntedankfest gefeiert, „Thanksgiving“ in Amerika ist einen Monat später: Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt an diesem Sonntag, den 5. Oktober, ab 18 Uhr, anläßlich des Erntedankfestes zwei Filme zum Thema: Um 18 Uhr ist der Film „Unser täglich Brot“ (Österreich 2005), von Nikolaus Geyrhalter zu sehen. Der Film wirft einen Blick in die Welt der industriellen Nahrungsmittel-produktion und der High-Tech-Landwirtschaft: Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge – eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.
Im Anschluss, um 20 Uhr (auch Montag um 20 Uhr) läuft der Film „Farmer John – Mit Mistgabel und Federboa“ von Taggart Siegel. Erzählt wird die seltsame Lebensgeschichte von John Peterson, der während der großen US-amerikanischen Landwirtschaftskrise der 1980er-Jahre fast den gesamten Hof seiner Familie verlor und Jahre später aus seinem kreativen Exil in Mexiko zurückkehrte, um sich der ökologischen Landwirtschaft zu widmen. Seine künstlerische Ader, stets aktiv von ihm in Szene gesetzt, und die daraus entstehenden persönlichen und wirtschaftlichen Zäsuren bringen ihn mehrmals an den Rande des persönlichen Ruins. Doch seine Wertschätzung für Land, Bauernarbeit, Obst und Gemüse gibt ihm immer wieder die Kraft, den Mut und die Energie ein neues Kapitel seines Lebens aufzuschlagen. Sei es als Künstler oder als Bauer. Die eigenen Hände in die frische Erde zu graben, um dieses Gefühl geht es John bei seiner Arbeit.
In sehr intimen Interviews, ausdrucksstarken Bildern und dank einer 50-jährigen Familiengeschichte von Filmdokumenten erzählt Regisseur Taggart Siegel die bewegende, faszinierende, berührende und intensive Lebensgeschichte von John Peterson eindringlich, überzeugend und unterhaltsam.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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