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Wärmepumpen meist keine sinnvolle Alternative

Viele Verbraucher wollen unabhängig sein von fossilen Energieträgern. Eine
mit den Slogans „kostenlose Wärme aus der Umwelt“, „flexibel einsetzbar“
oder „saubere Energie ohne Abgase“ beworbene Wärmepumpe scheint vielen
Verbrauchern diese Unabhängigkeit und gleichzeitig geringe Heizkosten zu
versprechen. So werden verstärkt Wärmepumpen in der Energieberatung
nachgefragt, berichten die Energieberater der Verbraucherzentrale.
Aus Sicht der Verbraucherzentrale muss der undifferenzierte Einsatz
elektrischer Wärmepumpen dringend hinterfragt werden. Sie können wahre
Stromfresser sein und sind nur in ganz eng begrenzten Fällen sinnvoll
einsetzbar.
Gegenwärtig machen Wärmepumpen nur Sinn in einem optimal gedämmten Neubau, bei dem mit niedrigen Vorlauftemperaturen ein geringer Wärmebedarf abgedeckt werden soll. Im Altbau ist allgemein die energetische Sanierung die
sinnvollere Maßnahme. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind systembedingt schlechter als Erdwärmepumpen und wegen ihres hohen Stromverbrauchs und ihrer schlechten Ökobilanz deshalb generell nicht zu empfehlen. Selbst bei Erdwärmepumpen mitguten Rahmenbedingungen sind gute Jahresarbeitszahlen keinesfalls garantiert, was in einem aktuellen Feldversuch am Oberrhein aufgezeigt wurde.
Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, sollte bedenken, dass er seinen
Heizbedarf dauerhaft an den überwiegend fossil und atomar erzeugten Strom
koppelt.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, rechtzeitig vor der Entscheidung für ein
Heizsystem einen anbieterunabhängigen Rat einzuholen. Die Energieberater
beraten neutral und individuell zu den verschiedenen Heizungssystemen und
ziehen dabei das gesamte Gebäude sowie dessen Nutzung mit ein. Sie ermitteln, ob die Rahmenbedingungen eine Wärmepumpe rechtfertigen und zeigen Alternativen auf.
Für eine persönliche Beratung in einer der 12 Beratungsstellen im Saarland
ist eine Anmeldung erforderlich.
In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894/955 2550.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017