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Kontrollierte Wohnungslüftung

Jede Wohnung muss ausreichend gelüftet werden. Dies dient im Wesentlichen der Abfuhr von Feuchtigkeit, welche sich durch Waschen, Kochen, Trocknen und Duschen, aber auch durch die menschliche Atmung in der Raumluft ansammelt. Daneben werden jedoch auch Schadstoffe abgeführt, welche aus Baumaterialien, Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen ausdünsten.
Nun ist mit dem Luftwechsel, welcher bei der Mehrzahl der Gebäude durch Fensterlüftung erfolgt, in der Heizzeit ein nicht unerheblicher Energieverlust verbunden. Die von außen einströmende, kalte Frischluft muss durch die Heizung erst einmal wieder auf Raumtemperatur gebracht werden. Die wertvolle Wärme ist mit der verbrauchten Luft nach draußen weggelüftet worden. Laut Aussage der Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes können diese so genannten Lüftungswärmeverluste – je nach Gebäude – mehr als 50% des gesamten Heizenergiebedarfs ausmachen. Je besser die Dämmung des Hauses, umso höher ist ihr Anteil.
Hier bietet der Einbau einer Anlage zur kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung Abhilfe. Ein Zentralgerät saugt die Luft in den mit Wasserdampf belasteten Räumen, wie Bad und Küche, ab. Dieser warme Luftstrom wird im Gerät über einen Wärmetauscher geführt und gibt dabei seine Wärme im Gegenstrom an die von außen angesaugte, kalte Luft ab. Die so erwärmte Frischluft wird dann den Wohn- und Schlafräumen zugeführt. Gute Lüftungsanlagen erreichen – bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch für die Ventilatoren – Wärmerückgewinnungsgrade von über 95 %. Ein zusätzlicher Nebeneffekt der Anlage besteht darin, dass die zugeführte Luft gefiltert wird, was vor allem für Allergiker ein wesentliches Zusatzargument sein kann.
Die Energieberater der Verbraucherzentrale empfehlen den Einsatz einer solchen Lüftungsanlage vor allem im Neubau-Bereich, aber auch im Rahmen der energetischen Sanierung von Altbauten. Voraussetzung für den optimalen Nutzen der Wärmerückgewinnung ist die luftdichte Ausführung der Gebäudehülle, welche im Hinblick auf die Vermeidung von Bauschäden jedoch ohnehin garantiert sein sollte.
Nähere Informationen und eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung erhalten Sie bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017