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SPD fordert Lernmittelfreiheit

Bildung müsse Landessache sein. Im Saarland werden nach Meinung der Sozialdemokraten die Familien im bundesweiten Vergleich mit am stärksten durch Schulbuchkosten belastet. Darüber hinaus müssten Eltern auch für die Kosten von z.B. Schreib- und Arbeitsmaterial, Aufenthalten im Schullandheim, Klassenfahrten und Wandertage aufkommen.
In vielen Bundesländern sei die Lernmittelfreiheit entweder vollständig oder teilweise umgesetzt, in Form einer entgeltlichen oder unentgeltlichen Schulbuchausleihe. Das Saarland gehöre zu den wenigen Bundesländern, in denen es einen reinen Eigenerwerb von Schulbüchern gebe. Der SPD Vorsitzende Thomas Berrang: „Wenn das Saarland sparen muss, dann nicht bei den Bildungschancen!“.
Zwar bestehe im Saarland für Bedürftige ein Anspruch auf Schulbucherstattung, die Zuschüsse deckten allerdings oft nicht die tatsächlichen Kosten für die Lernmittel ab. Gegen das saarländische Modell spreche auch, dass Familien, welche nur gering über der Einkommensgrenze liegen, sofort die vollen Kosten zu tragen hätten, zumal sich diese Einkommensgrenze seit Jahren nicht mehr erhöht habe.
Die SPD St. Ingbert fordert die Landes-SPD auf, weiter dieser Fehlentwicklung entgegen zu wirken. Auf entsprechende Initiativen der SPD-Landtagsfraktion hat die CDU-Landesregierung mit dem Vorschlag reagiert, eine Schulbuchausleihe mit einer Gebühr von 30 bis 60 Euro für die Eltern unter Kostenbeteiligung der kommunalen Schulträger im Saarland einführen zu wollen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017