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Grusel-Lesenacht – Die Pilotregion Saarland macht Kindern Lust auf Lesen

Saarbrücken, den 27. Oktober 2008. Im Dickicht der Medienangebote bei Kindern die Lust am Lesen zu fördern ist der Ansatz einer Arbeitsgruppe der Pilotregion Saarland, die Teil der Initiative der Bertelsmann Stiftung „Unternehmen für die Region“ ist. Am 29.10.2008 um 18.00 Uhr gestalten verschiedene Künstler in Kooperation mit „Deutschland liest“, der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem LOS Saarbrücken mit Unheimliche Geschichten und Gruselmusik die „Grusel-Lesenacht“. Bei der Gruselnacht werden klassische Märchen vorgelesen, untermalt von Musik und eigens für diese Veranstaltung komponierten Klang- und Rhythmuselementen. Lesen und Verstehen von Texten und Lösen von Problemen ist eine grundlegende Schlüsselqualifikation für alle Formen des Lernens, des Aufbaus von Wissensstrukturen, für den schulischen Erfolg wie auch für gesellschaftliche Teilhabe. Lesen nicht zu verordnen, sondern bei jungen Menschen die Begeisterung und Motivation zu wecken, sich auch lesend fort- und weiterzubilden, hat sich das LOS, Lehrinstituts für Orthographie und Schreibtechnik zur Aufgabe gemacht. Das LOS ist federführend im Verbundprojekt „Mathematische Lesekompetenz“, eines von vielen Projekten der Pilotregion Saarland, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in die Zukunft der Jugend und des Standortes Saarland zu investieren.

Bei der Freizeitgestaltung nutzen Jugendliche zwischen zwölf und 19 noch immer am häufigsten den Fernseher: 92 Prozent sitzen mindestens mehrmals pro Woche davor. Bereits an zweiter Stelle kommt der Computer, den 84 Prozent der Jugendlichen regelmäßig verwenden. Den dritten Platz teilen sich der MP3-Player und das Handy, die jeweils von 82 Prozent mehrmals pro Woche genutzt werden. Bücher dagegen werden nur von 37% regelmäßig genutzt, so die Ergebnisse der JIM-Studie 2007 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.
Im multimedialen Umfeld der heutigen Zeit sind medienspezifische Nutzungskompetenzen von zentraler Bedeutung. Kindern und Jugendlichen müssen diese Kompetenzen dementsprechend früh vermittelt werden. Dabei sollte das „gute alte Lesen“ nicht zu kurz kommen- auch wenn es laut JIM Umfrage nicht gerade einen hohen Stellenwert bei den Heranwachsenden einnimmt. Das Verbundprojekt „mathematische Lesekompetenz“ hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche auf einer soliden Bildungsbasis fit zu machen. So soll erreicht werden, dass sie sich für Fragen aus Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften interessieren, sich mit ihnen beschäftigen können und sich erfolgreich für entsprechende Ausbildungsstellen, bzw. Studiengänge und für offene Stellen in der Industrie bewerben.
„Viele Kinder haben eine Abneigung gegen Bücher und sehen im Lesen keinen Sinn. Vor allem lese-/rechtschreibschwache Kinder haben oft schon negative Erfahrungen damit gemacht. Bei dieser Veranstaltung erfahren die Kinder, dass Lesen sehr spannend ist und ebenso Gefühle weckt wie Fernsehen und Computer. Dadurch bekommen sie einen anderen Bezug zum Lesen und lassen sich leichter an das Thema heranführen“, sagt Sandra Schwarz, Institutsleiterin des LOS Saarbrücken.

Christoph Zapatka liest klassische Märchen, untermalt von Musik, die Roland Kunz eigens für diese Veranstaltung komponiert hat. Bernd Wegener steuert besondere Klang- und Rhythmuselemente bei.
Die Veranstaltung findet am 29.10.2008, 18.00 Uhr in der Johanneskirche (gegenüber dem Rathaus) in Saarbrücken statt.

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