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Das Schloss erlebbar machen

Es war der rechte Rahmen für die Unterzeichnung eines wichtigen Rahmenvertrages: Im Karlsberger Hof trafen sich Staatssekretär Rainer Grün vom saarländischen Ministerium für Umwelt, Forstdirektor Michael Klein vom SaarForst Landesbetrieb, Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner und Landrat Clemens Lindemann, um die Kooperation zur Weiterentwicklung des WaldParks Schloss Karlsberg verbindlich zu regeln.

Fixiert: Die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung mit Forstdirektor Michael Klein, OB Karlheinz Schöner, Staatssekretär Rainer Grün und Landrat Clemens Lindemann (v.l.) im Karlsberger Hof.

Landrat Clemens Lindemann erinnerte eingangs daran, dass der WaldPark Schloss Karlsberg ein im Grundsatz bereits Anfang der 1990er Jahre begonnenes Kooperationsmodell sei. Damals habe der Saarpfalz-Kreis zusammen mit Dr. Paul Weber an der Orangerie begonnen, erste Sanierungsarbeiten durchzuführen. Seit diesem ersten Projekt seien zahlreiche Freilegungs-, Sicherungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen realisiert worden. Als Beispiel nannte Landrat Lindemann Arbeiten am Tschifflik-Pavillon, Karlsberg Weiher, Bärenzwinger, Hirschquelle oder Tosbecken.
Erklärtes Ziel der Rahmenvereinbarung zwischen den vier Partnern ist es, an die „Denkmalobjekte und Kulturlandschaftselemente auf Schloss Karlsberg zu erinnern, sie zu erhalten und zu pflegen, das Schloss erlebbar zu machen und das Gesamtareal in besonderer Forum zu erschließen sowie touristisch in Wert zu setzen.“ Hierzu soll unter anderem eine Grundinfrastruktur mit Wegesystem, Parkplätzen und Informationspunkten aufgebaut werden. Auch sei daran gedacht, so Landrat Lindemann weiter, einzelne Flächen durch kulturelle Aktivitäten besonders hervorzuheben.
Die Federführung für das Projekt hat der Saarpfalz-Kreis, wobei die archäologischen und denkmalpflegerischen Maßnahmen und die Inwertsetzung des Waldparks wie seine kulturelle Bespielung unter der gemeinsamen Leitung von Stadt Homburg und Kreis stehen. Die Stiftung Karlsberger Hof wird auf mehreren Ebenen in die Arbeit mit einbezogen. Und vor dem Hintergrund, dass etwa ein Fünftel der Fläche des Waldparks Schloss Karlsberg zu Rheinland-Pfalz gehören, ist eine permanente Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz wie mit der Stadt Zweibrücken und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land sichergestellt.

Überblick: Am Modell des WaldParks Schloss Karlsberg ging man erste Vorhaben durch. Sybille Weber von der Stiftung Karlsberger Hof wies auf weitere mögliche Projekte hin.
Fotos: Steigner / Saarpfalz-Kreis

Doch die Vertreter der vier „Parteien“ trafen sich nicht nur, um im historischen Ambiente des Karlsberger Hofes die Rahmenvereinbarung zu unterzeichnen, sondern man nutzte auch die Gelegenheit, um mit den ebenfalls anwesenden Experten über konkrete Maßnahmen für die nächste Zukunft zu sprechen. Priorität hat zurzeit die Trockenlegung der Orangerie. Nur so könne das Mauerwerk stabilisiert und damit gesichert werden. Erst dann könne der Bauzaun wieder entfernt werden, der allen Anwesenden ein echter Dorn im Auge ist. Auch soll die Sichtachse von der Orangerie über den Karlsberg Weiher auf die Stadt wieder hergestellt werden. Das Tosbecken (Wasserauffangbecken) an den Schwanenweihern soll so gestaltet werden, das seine barocke Ausgestaltung wieder erkennbar wird.
Und schließlich wird ein Herzenswunsch vieler realisiert: Der hölzerne Steg, der einst die kleine Insel auf dem Karlsberg Weiher erschloss, soll wieder aufgebaut werden. Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner erteilte den Auftrag zur Erstellung der Statik für den Steg, der SaarForst will den Bau übernehmen.
Beim abschließenden Blick auf das Modell von Schloss Karlsberg wurde allen Beteiligten deutlich, dass es noch viel zu tun gibt – und man deshalb nun auch gezielt auf Zuschüsse zuständiger Ministerien und Europäischer Gremien hinarbeite.

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