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Kinowerkstatt – Programmübersicht vom 5. – 8. Dezember

Mathe-Jahr 2008: Mathe-Filmreihe mit Professor Schulze-Pillot in der Kinowerkstatt St. Ingbert.
In der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, wird die interessante Reihe der Mathe-Filme zum Jahr der Mathematik am Freitag, den 5. Dezember, um 19 Uhr fortgeführt mit einem absoluten Highlight und Kultfilm: „Pi“ (USA 1997) von Darren Aronofsky. „Pi“ ist ein „Muss“ in dieser Reihe, ein Filmereignis nicht nur für Mathefreaks und Liebhaber des Science-Fiction-Kinos. Fachkundig begleitet wird die Mathe-Filmreihe von Mathematik- Professor Rainer Schulze-Pillot von der Uni des Saarlandes, der eine Einführung gibt und anschließend für Fragen und zur Diskussion bereit steht. Mit einem eingängigen Soundtrack und phantastischen Aufnahmen nimmt Aronofsky den Zuschauer mit in die beängstigende Nummernwelt des Mathematikgenies Max Cohen. Menschenscheu und seit seiner Kindheit von ständigen Kopfschmerzen geplagt ist er ein Genie auf seinem Gebiet: Er kann selbst schwierige Aufgaben mit etlichen Stellen hinter dem Komma im Kopf berechnen und ist der festen Überzeugung, dass sämtliche Vorgänge in der Natur sich in Zahlenmustern zusammenfassen ließen. Für ihn ist alles auf der Welt Mathematik. Bestimmte Muster machen selbst die Natur vorhersehbar und die Zukunft kann mithilfe einer universellen Weltformel berechnet werden. Dieser Überzeugung ist das Mathematikgenie Max Cohen (Sean Gullette) und jagt seit Jahren dieser allgegenwärtigen „Universalformel“ hinterher, mit der man sogar die Aktienkurse vorhersagen kann. Er ist sich sicher, dass dieses immer wiederkehrende Muster mit der wohl mysteriösesten Zahl der Mathematik zu tun hat: der unendlichen Kreiszahl Pi. Als er kurz vor dem Durchbruch steht, werden skrupellose Wall-Street-Makler auf Max und seine Formel aufmerksam. Kein Wunder, denn wer die Aktienkurse bereits im Voraus kennt, beherrscht die Weltwirtschaft. Mit allen Mitteln versuchen sie von Max die Formel zu bekommen. Doch das ist nicht das einzige Problem des Ausnahmewissenschaftlers: Auch die Anhänger einer radikalen jüdischen Glaubensgemeinschaft haben es auf Maxs Rechenkünste abgesehen, denn mithilfe seiner Weltformel könnten sie den göttlichen Code in der Thora entschlüsseln und Gottes wahren Namen herausfinden. Je tiefer Max in den Sog von Pi gerät, desto mehr leidet er unter Anfällen, Halluzinationen und Paranoia. Bald kommen ihm Zweifel, ob Pi und somit seine ganze Forschungsarbeit jemals zu einem Ergebnis führen kann. Auf dem Sundance Film Festival gewann Aronofsky mit „Pi“ die Auszeichnung für die beste Regiearbeit. Vollkommen zurecht, denn die Szenenabfolge kann genialer nicht sein. Die Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit verschwimmen genauso schnell, wie die zwischen Genie und Wahnsinn. In „Pi“ beweist der Harvard-Absolvent Aronofsky, dass man mit einem Minimalbudget von 60.000 Dollar einen wirklich guten Film drehen kann.

Winky und Janosch
Im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, laufen im Dezember Filme auch schon für die ganz Kleinen: Am Sonntag, den 7. Dezember, um 16 Uhr ist „Winky will ein Pferd“ (Niederlande/ Belgien, 2005) von Mischa Kamp mit Ebbie Tam, Aaron Wan, Han Yi, Anneke Blok, Jan Decleir, Peter Bolhuis, Salli Harmsen, Betty Schuurman u. a. zu sehen, frei für jedes Alter, 96 Minuten.
Die sechsjährige Winky Wong zieht mit ihrer Mutter zum Vater, der in Holland ein chinesisches Restaurant eröffnet hat. Alles ist hier anders als in ihrer Heimat China: Die Menschen sehen anders aus und sprechen eine merkwürdige Sprache. Die Eltern sind sehr tradtionsverbunden und stehen möglichen neuen Freundschaften der Tochter sehr vorsichtig gegenüber. Am liebsten verbringt Winky daher ihre Zeit bei Tante Cor und Onkel Siem, die in der Nachbarschaft eine Reitschule betreiben. Winky wünscht sich so sehr ein eigenes Pferd, und sie hört in der Schule vom Nikolaus, und dass man sich von ihm etwas wünschen kann. Kurzerhand wünscht sich Winky ein Pferd. Tatsächlich kommt der Nikolaus auf einem weißen Pferd in die Schule geritten …

Und als Vorfilm läuft passend zur Janosch-Ausstellung aus der Reihe „Janoschs Traumstunde“ „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ (19 Minuten, ab 4 Jahren).

Filme in Originalfassung
Filme in Originalfassung (mit deutschen Untertiteln) laufen regelmässig am ersten Sonntag im Monat in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Zum Start des neuen Films der Coen-Brüder zeigt die Kinowerkstatt an diesem Sonntag, den 7. Dezember, um 18 Uhr, ein früheres Meisterwerk „O Brother, Where Art Thou?“ (USA 2000) mit George Clooney, John Turturro, Tim Blake Nelson, Holly Hunter u.a. Musik: T Bone Burnett.

Tage und Wolken
Am Samstag, den 6. Dezember, um 21 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, 7. und 8. Dezember, jeweils um 20 Uhr ist „Tage und Wolken“ (Italien / Schweiz 2007) von dem italienischen Regisseur Silvio Soldini in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen. Soldini, gefeierter Regisseur von „Brot & Tulpen“, drehte seinen neuen Film ‚Tage und Wolken‘ in der Hafenstadt Genua. Die wunderschönen, unterkühlten Bilder der Stadt am Meer und die genau beobachteten Veränderungen zwischen den Menschen begeisterten in Italien über 1,3 Millionen Besucher und brachten dem Film zwei Auszeichnungen mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello ein.

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