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Große Werkschau des Malers Albert Weisgerber im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt

Die Werke Albert Weisgerbers, bestens vertreten in der deutschen Museumslandschaft, warten darauf vom Publikum wieder entdeckt zu werden, so Sigrid Bertuleit, Museumsleiterin des Museums Georg Schäfer in Schweinfurt.
Unter dem Titel „Albert Weisgerber. Wege der Lebensfreude – Wege der Lebensklage“ richtet das renommierte Ausstellungshaus in Schweinfurt mit einer großangelegten Schau aktuell den Blick auf den bedeutenden saarländischen Maler, dessen künstlerisches Schaffen bis heute ein verschollener Wert ist.
Ein besonders großes Konvolut an Exponaten empfängt das Schweinfurter Museum aus dem Albert Weisgerber Museum, St. Ingbert, dessen Sammlung bis zur Neueröffnung des Museums in der Alten Baumwollspinnerei derzeit auf Reisen ist. Das Museum Georg Schäfer, freut sich aber auch Leihgaben aus der Hamburger Kunsthalle, der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, des Saarlandmuseums sowie aus mehreren Privatsammlungen präsentieren zu können.
Albert Weisgerber (1878 – 1915) gehörte wie August Macke und Franz Marc zur aufstrebenden Malergeneration des frühen 20. Jahrhunderts, die den Weg in die Moderne wies. Sein Künstlerleben fand allzu früh ein jähes Ende. 1915 fiel der hochbegabte Wahl-Münchner mit 37 Jahren in einem Schützengraben bei Fromelles in Flandern. Gleichwohl hatte er bis zu seinen Tod mit mehr als 450 Gemälden sowie unzähligen graphischen Arbeiten ein facettenreiches Oeuvre von hoher künstlerischer Qualität und Aussagekraft geschaffen.
Bekannt wurde der in St. Ingbert geborene Maler vor dem Ersten Weltkrieg vor allem als erster Präsident der „Neuen Münchner Secession“, einer fortschrittlichen Künstlervereinigung, in der sich die Avantgarde der deutschen Kunst versammelte. Berührt wurde der Paris-Reisende und Italienkenner von den französischen und deutschen Impressionisten, unter anderem von der Malerei Manets, von Toulouse-Lautrec, Cézanne, Hodler und Matisse’, der ebenso wie Hans Purrmann zu seinen Malerfreunden zählte. Weisgerber, dessen Werk und Person epochale Brüche und Spannungen durchlebten, suchte eine eigenständige Position zwischen den Avantgarden. In der Vielfalt ihrer Wandlungsformen, zwischen impressionistischer Sinnlichkeit und expressiver Geste verspricht die Ausstellung für die Freunde der Kunst um 1900 eine besonderes Erlebnis zu werden.
Das Museum Georg Schäfer, das mit seiner herausragenden Sammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum in einer Reihe steht mit den Sammlungen deutscher Kunst in der Nationalgalerie, Berlin und der Neuen Pinakothek München, wurde nach den Plänen des Berliner Architekten Volker Staab in den Jahren 1998-2000 errichtet.
Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.museumgeorgschaefer.de

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