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Kinowerkstatt – Programm v. 19. – 22. Dezember

Voll frontal
Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 19. Dezember, um 21.45 Uhr „Voll frontal“ (USA 2002 – Originaltitel: Full Frontal ) von Steven Soderbergh mit David Duchovny, Nicky Katt, Catherine Keener, Mary McCormack, David Hyde Pierce, Julia Roberts. (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 101 min.) Nach dem Kommerz („Ocean’s Eleven“) hat sich Regisseur Steven Soderbergh jetzt wieder der Kunst zugewendet: „Voll Frontal“, eine Hollywood-Satire, zeigt die Traumfabrik als Irrenhaus. Filmproduzent Gus (David Duchovny) lädt zur Feier seines Geburtstags in ein exklusives Hotel nach Beverly Hills ein – ein Fegefeuer der Eitelkeiten, in dem Julia Roberts in einer Doppelrolle brilliert. Sie verkörpert die Schauspielerin Francesca, die in einem Film-im-Film eine Reporterin darstellt, die einen schwarzen Filmstar (Blair Underwood) für ein Magazin porträtieren soll. Kompliziert? Das freut den Regisseur. Denn für’s breite Publikum soll „Voll frontal“ nicht sein. Laut Soderbergh ist es ein „Film über Filme für Leute, die Filme lieben“. So etwas spart eingängige Erklärungsversuche.
Die hier zelebrierte Verweigerung jeglicher Hollywood-Normen wirkt überraschend leichtfüßig und charmant. Soderbergh entwindet sich mal wieder seinem Ruf als Vorzeige-Intellektueller und hat statt dessen einfach Spaß am Filmemachen. Und dieser Funke springt durchaus über.

Kinowerkstatt zeigt „Lets Make Money“
Nachdem sich Erwin Wagenhofer in seinem vorletzten Film um die Globalisierung und die Ernährung gekümmert hat, beschäftigt er sich in seinem neuen Film mit der Globalisierung und dem Finanzmarkt. Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Sonntag, den 21. Dezember, um 20 Uhr und am Montag, den 22. Dezember um 20 Uhr den Film „Lets Make Money“ von Erwin Wagenhofer. Er blickt jetzt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat z. B. unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun? Die meisten von uns ahnen nicht einmal, wo ihr Geld ist. Sicher ist nur, dass es sich nicht bei der Bank befindet, der wir es anvertraut haben. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein – ob wir wollen oder nicht. Wenn Banken mit dem Spruch „lassen Sie ihr Geld arbeiten“ locken, geben wir uns einer Illusion hin: Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten. Spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Tagelöhner vermehren unser Geld, während sie selbst arm bleiben. Die Perversität des globalen Geldmarkts liegt einzig in der lokalisierten Wahrnehmung der Beteiligten: Die westlichen Investoren (seien dies gerissene Spekulanten oder Otto Normalverbraucher, der bloß sein Geld auf dem Girokonto aufbewahrt) empfinden Wachstum, Dividende, Geldvermehrung, Steigerung und Ausschüttung als positive Begriffe. Dabei sind sie allesamt Indizien dafür, dass irgendein Manager es irgendwo geschafft hat, irgendein ohnehin schon armes Würstchen noch ein Stückchen runterzuhandeln.

Tierfilm: „Der Fuchs und das Mädchen“ im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert.
Im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, läuft am Sonntag, den 21. Dezember (3. Advent), um 16 Uhr, der Spielfilm „Der Fuchs und Das Mädchen“ von Luc Jacquet mit Bertille Noel-Bruneau. (BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: o.A.Länge: 97 Minuten) Nach der Dokumentation „Die Reise der Pinguine“ legt Luc Jacquet nun einen berührenden Spielfilm vor, der seine Geschichte wieder in grandiosen Tier- und Naturaufnahmen erzählt: Die elfjährige Lila lebt mit ihren Eltern auf einem abgelegenen Bauernhof auf dem Lande. An einem Tag im Spätsommer begegnet sie zufällig einem jagenden Fuchs. Fasziniert folgt sie dem scheuen Tier und träumt davon, mit ihm durch die Welt zu streifen. Doch erst Monate später kommt es zur zweiten Begegnung. Der Fuchs entpuppt sich als Füchsin mit Jungen. Mit viel Behutsamkeit und einigen Tricks gewinnt Lila nach und nach das Vertrauen des Tieres. Auf vielen für Lila nicht ungefährlichen Streifzügen durch die Natur scheint zwischen ihr und der Füchsin, die sie liebevoll “Titou” nennt, eine wunderbare Freundschaft zu wachsen. Doch als Lila das Tier mit nach Hause nimmt, überschreitet sie eine Grenze …

„Die hügeligen Wiesen und urigen Nadelwälder werden durch Dokumentar-Aufnahmen aus dem Abruzzen-Nationalpark ergänzt, in dem es noch Bären, Wölfe und Luchse gibt. Ein vierzigköpfiges Filmteam ermöglicht Einblicke in die europäische Flora und Fauna, die das vermeintlich Heimische in ein nahezu exotisches Sehnsuchtsbild verwandeln. Wann haben wir zuletzt mit solcher Feinheit und undidaktischem Staunen Gräser, Bäume, Tiere betrachtet?“ (Heike Kühn, Frankfurter Rundschau vom 27.12.2007)

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St. Ingberter Anzeiger ·
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