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Kinowerkstatt – Programm vom 16. – 19. Januar 09

Golden Globe als bester Fremdsprachenfilm für „Waltz with Bashir“ Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt nur am Sonntag, den 18. Januar, um 20 Uhr den mit dem Golden Globe ausgezeichneten Film „Waltz with Bashir“ (Israel / Deutschland / Frankreich 2008) von Ari Folman (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 , Länge: 87 min.)
Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari Folman von seinem Alptraum. Ein Alptraum, in welchem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht – immer die gleiche Anzahl an Hunden. Die beiden kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon-Krieg Anfang der 80er Jahre bestehen muss. Ari ist verblüfft, dass er jegliche Erinnerung an das damals Geschehene verloren hat.

Er beschließt, alte Freunde und Kameraden aufzusuchen und mit ihrer Hilfe diese Lücke in seinem Gedächtnis wieder zu füllen. Je tiefer er sich mit den Erinnerungen der anderen auseinandersetzt, desto klarer werden seine Gedanken und die Vergangenheit erscheint in surrealen Bildern …
„Waltz With Bashir“ ist eine auf fantastische und packende Art visualisierte, autobiographische Dokumentation, die sich mit dem Phänomen der Verdrängung, dem ersten Libanonkrieg im Allgemeinen und dem Massaker von Sabra und Shatile im Besonderen auseinandersetzt. 1982 marschierten die Israelis in den Libanon ein und unterstützten Bashir Gemayel bei seiner Wahl zum Präsidenten. Wenige Wochen später wurde der christliche Präsident in Beirut erschossen, was Gemayels Anhängerschaft mit Racheakten quittierte. Vom 16. bis 18. September 1982 ereignete sich dann das Massaker von Sabra und Shatila, bei dem schätzungsweise bis zu 3.000 unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Beirut von christlichen Falangisten – geduldet von der israelischen Armee – ermordet wurden.

Liebes – und Gangsterkomödie.
Am Freitag, den 16. Januar, um 19 Uhr läuft in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, noch einmal die köstliche Komödie „You kill me“ (USA 2007) von John Dahl mit einem hinreißenden Ben Kingsley, einer verführerischen Téa Leoni, Luke Wilson, Dennis Farina, Philip Baker Hall, Marcus Thomas, Scott Heindl, Alison Sealy-Smith.
Frank (Ben Kingsley) hat einen wichtigen beruflichen Auftrag, doch er vermasselt ihn, da er schlicht und einfach einpennt, als es darauf ankommt. Schuld ist der Alkohol. Seine ausgeprägten Alkoholprobleme machen ihn unzuverlässig, als Gangster und Killer ist er damit gänzlich ungeeignet. Es bedarf einer Therapie, damit er wieder funktioniert.
John Dahls selbstironisches und lakonisches Gangster-Lustspiel unterzieht das Genre der Mafia-Komödie einer gründlichen Erneuerung. Der Film ist sowohl eine romantische Liebeskomödie als auch ein Mafia-Thriller, und dass das funktioniert, liegt an einem hinreißenden Ben Kingsley, der sich als verletzbarer und zynischer Einzelgänger von einer ganz neuen Seite zeigt.

„Leningrad Cowboys go America“
Am Freitag, den 16. Januar, um 21.45 Uhr und am Montag, den 19. Januar, ist in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, ein Klassiker und Kultfilm des modernen Kinos zu sehen: LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA (Finnland 1989, FSK: ab 12, 76 Min.) von Aki Kaurismäki über die schlechteste Rock’n’Roll Band der Welt, die übrigens auch schon in Saarbrücken spielte. Irgendwo in der Tundra, im Niemandsland, haust die schlechteste Rock ’n‘ Roll-Band der Welt, perfekt gestylt, doch ohne Publikum und ohne die geringste Chance auf kommerziellen Erfolg: die LENINGRAD COWBOYS. Sie beschließen, ihren Nationalstolz zu begraben und in die Vereinigten Staaten zu gehen, wo die Leute „jeden Mist fressen“. Dieser Film erzählt die Geschichte ihrer Reise über den Ozean und durch den Kontinent, eine Geschichte von verrufenen Kneipen und anständigen Leuten im Hinterhof der Hamburger-Nation.
„Beklemmend komisch – Kaurismäki stellt die Roadmovies von Wenders oder Jarmusch auf den Kopf: Der Süden der USA, gesehen aus dem Kofferraum eines weißen Cadillac.“ Süddeutsche Zeitung

Kinowerkstatt – Komödie
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Samstag, den 17. Januar um 21 Uhr „I hired a contract Killer“ (Finnland / Schweden – 1990) von Aki Kaurismäki (Buch: Aki Kaurismäki, Kamera: Timo Salminen, Musik: Billie Holiday, Joe Strummer, Roy Brown, Little Willie John, 80 Min.) mit Jean-Pierre Léaud (Henri), Margi Clarke (Margaret), Kenneth Colley (Killer), Serge Reggiani (Vic), Imogen Clare (Sekretärin). Stellen Sie sich vor, sie verlieren ihren Job, privat läuft es auch nicht so rosig und sie beschließen, sich umzubringen. Weil sie den Mut dazu nicht haben, heuern sie einen Vertragskiller an. Doch dann kommt alles anders, sie verlieben sich, fassen neue Pläne – aber der Killerauftrag läuft noch. So ergeht es Henri Boulanger, einem Franzosen in London. Vertrag ist Vertrag. Wird er überleben?…

Michel aus Lönneberga im Familienkino.
Im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarragsse 49, ist am Sonntag, den 18. Januar, um 16 Uhr „Michel bringt die Welt in Ordnung“ (Schweden, 1973) von Olle Hellbom, nach dem Drehbuch von Astrid Lindgren und ihren Kinderbüchern zu sehen. (BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: ab 6, 89 Min.) Es ist dies der dritte und letzte Film aus Astrid Lindgrens Michel-Serie – ein perfekt inszenierter Film für Kinder ab sechs Jahren. Michel, fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse, lebt auf dem Hof Katthult in Lönneberga, das ist ein Dorf in Småland in Südschweden. Mit seinen runden blauen Augen und dem hellen wolligen Haar könnte man ihn fast für einen Engel halten, wenn er schläft. Aber wenn er nicht schläft, dann hat er mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge in ganz Lönneberga oder ganz Småland oder ganz Schweden oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt!

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