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Kinowerkstatt-Programm vom 23. – 26. Januar

Mysteriös: „Möbius“
Einen sehenswerten, selten gezeigten Film kann man an diesem Freitag, den 23. Januar, um 19 Uhr, in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, sehen: „Moebius“ von Gustavo Mosquera R. Der Film basiert auf einer Erzählung, die den Zuschauer in eine phantastische Welt entführt. Im U-Bahnnetz von Buenos Aires ist auf unerklärliche Weise ein ganzer Zug mit ungefähr dreißig Passagieren verlorengegangen. Niemand weiß, wo er ist. Nur gelegentlich hört man die Geräusche eines mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dahinjagenden Zuges. Ein Topologe wird damit beauftragt, das Mysterium aufzuklären, aber seine Erklärungen überzeugen niemanden, obwohl sie die einzig möglichen sind. Ein Mädchen von kindlicher Unschuld hilft dem jungen Mann, ohne es zu wissen, bei der Aufgabe, den Fahrplan des Zuges Nr. 86 zu rekonstruieren.
MOEBIUS, technisch einwandfrei gemacht, ist ein Film von eigenwilliger Schönheit. Die Vieldeutigkeit der Bilder, die Sorgfalt bei der Ausarbeitung jeder Figur, die stil- und formbewußte Kamera und eine gewisse poetische Kraft sind unverkennbare Zeichen großer Kunstwerke. All dies macht den Film zu einer ästhetischen Erfahrung mit unendlich vielen Bedeutungen und starker emotionaler Wirkung. MOEBIUS versetzt den Zuschauer in eine phantastische Welt.
Interessant ist die Entstehungsgeschichte des Films: MOEBIUS, der erste abendfüllende Spielfilm der Universidad del Cine, entstand in einem Workshop für höhere Semester unter der Leitung der Professoren Gustavo Mosquera R. (Studiengang Regie) und Maria Angeles Mira (Studiengang Produktion). Hauptintention war es, den Studenten einen Arbeitsabschluß zu verschaffen und sie so auf direktem Wege in die Welt der Kreativität und der Filmindustrie eintreten zu lassen.
Der Film „Moebius“ läuft im Rahmen des MathFilmFestivals 2008/9 und wird vorgestellt von Mathematik Professor Rainer Schulze-Pillot von der Universität des Saarlandes. Er ist auch nach dem Film für Fragen und Diskussion anwesend.

Plädoyer gegen den Krieg: „Waltz with Bashir“
Hauptfilm und Höhepunkt im Programm der Kinowerkstatt in dieser Woche ist „Waltz with Bashir“ (Israel / Deutschland / Frankreich 2008) von Ari Folman (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 , Länge: 87 min.) Waltz with Bashir, gerade mit dem Golden Globe ausgezeichnet, zu sehen am Freitag, den 23. Januar, um 21.45 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr. Der Film ist hochaktuell und handelt vom Libanon-Krieg: Ein Mann hat nachts immer denselben Alptraum: Er wird von 26 Hunden verfolgt und versucht zu ergründen, was es bedeutet. Es hat mit den Ereignissen von 1982 zu tun. Er war als junger Israeli dabei, als die Israelis in den Libanon einmarschierten und Bashir Gemayel bei seiner Wahl zum Präsidenten unterstützten. Wenige Wochen später wurde der christliche Präsident in Beirut erschossen, was Gemayels Anhängerschaft mit Racheakten quittierte. Vom 16. bis 18. September 1982 ereignete sich dann das Massaker von Sabra und Shatila, bei dem schätzungsweise bis zu 3.000 unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Beirut von christlichen Falangisten – geduldet von der israelischen Armee – ermordet wurden.
Ari war nachweislich als junger Soldat dabei und ist verblüfft, dass er jegliche Erinnerung an das damals Geschehene verloren hat.
Er beschließt, alte Freunde und Kameraden aufzusuchen und mit ihrer Hilfe diese Lücke in seinem Gedächtnis wieder zu füllen. Je tiefer er sich mit den Erinnerungen der anderen auseinandersetzt, desto klarer werden seine Gedanken und die Vergangenheit erscheint in surrealen Bildern … Davon handelt der bilderstarke Film, ein Plädoyer dafür, sich jeglicher Beteiligung am Krieg zu verweigern.

Kaurismäkis „Leningrad Cowboys“
Mit knochentrockener nordischer Komik und in einem billigen Road-Movie Ambiente im Off-Hollywood-Stil zauberte der finnische Regisseur Aki Kaurismäki einen Kultstreifen, den man gesehen haben muß und sich immer wieder ansehen kann: „Leningrad Cowboys go America“ (Finnland 1989, ca. 78 min. FSK: ab 12) mit Matti Pellonpää, Jim Jarmusch, Pekka Virtanen, Mato Valtonen, Mauri Sumén läuft noch einmal am Samstag, den 24. Januar, um 21 Uhr. Irgendwo in der Tundra, im Niemandsland, haust die schlechteste Rock ’n‘ Roll-Band der Welt, mit perfekt gestylter Haartolle, doch ohne Publikum und ohne die geringste Chance auf kommerziellen Erfolg: die LENINGRAD COWBOYS. Sie beschließen, ihren Nationalstolz zu begraben und in die Vereinigten Staaten zu gehen, wo die Leute „jeden Mist fressen“. Dieser Film erzählt die Geschichte ihrer Reise über den Ozean und durch den Kontinent, eine Geschichte von verrufenen Kneipen und anständigen Leuten im Hinterhof der Hamburger-Nation.
„Beklemmend komisch – Kaurismäki stellt die Roadmovies von Wenders oder Jarmusch auf den Kopf: Der Süden der USA, gesehen aus dem Kofferraum eines weißen Cadillac.“ Süddeutsche Zeitung

Im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, läuft am Sonntag, den 25. Januar, um 16 Uhr „Der verlorene Schatz der Tempelritter II“ von Giacomo Campeotto. (FSK: ab 6, Länge: 79 Minuten)
Ein dunkles Geheimnis, vier mutige Freunde, ein aufregendes Abenteuer und ein Schatz von unermesslichem Wert machen den zweiten Teil der dänischen Erfolgsproduktion wieder zu einem Highlight für die ganze Familie! Kathrine und ihre drei Freunde geraten einmal mehr in einige gefährliche Situationen, als sie den Hinweisen folgen, welche sie zum Schatz führen sollen. Dass dabei Kathrines Vater in die Fänge der schwarzen Bruderschaft gerät, stellt die Freunde vor eine neue Herausforderung… In ihren letzten Sommerferien hatten die vier Freunde Kathrine, Mathias, Nils und Fie eine aufregende Zeit bei der Suche nach einem alten Schatz hinter sich, den die Mitglieder eines dunklen Ordens für sich selbst beanspruchten. Deshalb freut sich Katrine in diesem Sommer beim Besuch ihres Vaters auf Bornholm auf eine entspannte Zeit mit ihren Freunden. Kaum dort angekommen, wird gleich der Vater entführt und offenbar steckt wieder der Geheimbund der Dunklen Bruderschaft dahinter. Die Suche nach ihm führt die vier Freunde auf die Insel Gotland, wo sie in die Festaktivitäten einer Mittelalterwoche hineingeraten. Deren Höhepunkt ist die Nachinszenierung einer alten Legende, nach der eine Königstochter in einen Turm eingemauert wird. Zu spät erkennen die Kinder, dass der Geheimbund eigentlich hinter Katrine her ist, um durch sie doch noch an den Schatz zu gelangen. „Es ist eine gelungenen Fortsetzung mit guten Unterhaltungswert. Für die ganze Familie geeignet. Spannung, Unterhaltung, Witz, Spaß, Aktion alles ist vorhanden. Man merkt, daß die Darsteller sichtlichen Spaß an der Schauspielerei hatten aber auch den nötigen Ernst an den Tag legten. Er ist von uns Bedingungslos zu empfehlen.“ (Toralf Stiebler)

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