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Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung St. Ingbert

Rückengesundheit und Darmkrebs sind weitere Schwerpunkt-Tage

Nach großen Vorbereitungen wird das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) am 23. März im Dachgeschoss des alten Krankenhauses (Gesundheitspark 2) eröffnet.

Am Samstag, 25. März, hat die Bevölkerung von 10 bis 16 Uhr Gelegenheit, sich die Räumlichkeiten anzusehen und sich über die Leistungen zu informieren. Über den Tag verteilt werden unter anderem auch Kurzvorträge zu Themen wie Medical fitness, Gesunde Ernährung, Möglichkeiten der kindlichen Frühförderung oder Kinderrückenschule zu hören sein. In den Räumlichkeiten des alten Krankenhauses werden sich auch die einzelnen Fachabteilungen des Kreiskrankenhauses St. Ingbert sowie weitere Kooperationspartner mit ihrem Leistungsspektrum darstellen. Als besondere Attraktion ist bei gutem Wetter ein Start des Heißluftballons der Ballonsportgruppe Alibebi St. Ingbert geplant. Das genaue Programm wird rechtzeitig in der Tagespresse veröffentlicht.

Wenn auch das Präventionszentrum bei einem ersten Blick auf Räumlichkeiten und Ausstattung einem Fitness-Center durchaus ähnlich sieht, so ist doch das Leistungs­spektrum anders orientiert. Die Zielgruppe umfasst Menschen, die qualitativ hochwertig ihre Gesundheit fördern wollen, sondern gerade auch Menschen mit chronischen Erkrankungen.. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Kranke, chronisch Rückenkranke, ältere Menschen mit Osteoporose oder Lungenkranke. Ein weiterer Schwerpunkt sollen Menschen mit Gelenkarthrose sein. Hier kommt neben einer intensiven Bewegungstherapie auch der Gewichtsreduktion mit Umstellung der Ernährung und der gesamten Lebensweise eine wichtige Rolle zu. Grundsätzlich gilt dies auch nach dem Einbau einer künstlichen Gelenkprothese. Eine unzureichende Bewegung, mangelhafte muskuläre Führung und Übergewicht führen zu einem schlechten Endergebnis und nicht selten zum Versagen des Gelenkes.

Zunehmend in den Mittelpunkt des medizinischen Interesses rückt die Gruppe übergewichtiger Kinder. Häufig finden sich hier auch Haltungsschwächen, verstärkt durch Bewegungsmangel. Kindgerechte und familienorientierte Präventionsmaßnahmen umfassen die Aufklärung über diese Problematik, die Umstellung der Ernährung und eine spielerische Bewegungstherapie.

In allen Bereichen ist eine Kooperation mit anderen Dienstleistern im Gesundheitswesen angestrebt. In die Organisation des Präventionszentrums ist daher ein Beirat integriert. Ihm gehören Vertreter niedergelassener Ärzte, Vertreter der ortsansässigen Fitness-Center, der Krankengymnasten sowie der Krankenkassen an. Auch der ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses St. Ingbert ist Mitglied. Der Beirat gibt Empfehlungen zum Leistungs­spektrum, zu den Qualitätsstandards und zu möglichen Kooperationen.

Es ist weiterhin vorgesehen, dass einzelne Projekte wissenschaftlich ausgewertet werden. In vielen Bereichen ist heute noch unklar, mit welchen Maßnahmen eine optimale Prävention erreicht werden kann. Auch hier möchte das Präventionszentrum in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert eine zukunftsorientierte Arbeit leisten.

Insgesamt ist das Projekt Präventionszentrum getragen von der Überzeugung, dass nur durch umfassende vorbeugende Maßnahmen – gerade auch unter persönlichem Einsatz der betroffenen Menschen – die gesundheitliche Versorgung optimal aufrecht erhalten werden kann. Genauso, wie es in dem bekannten Slogan heißt: „Vorbeugen ist besser als heilen“!

Im Vorfeld der Eröffnung beteiligen sich das Kreiskrankenhaus und das Präventionszentrum sowie externe Referenten an zwei bundes- beziehungsweise landesweiten Präventionsveranstaltungen.

Am 15. März 2006 ist der Tag der Rückengesundheit. Von 18 bis 20 Uhr finden hierzu im Mitarbeiter- und Gästekasino des Kreiskrankenhauses St. Ingbert folgende Vorträge statt: „Biomechanik und Erkrankungen der Wirbelsäule unter chiropraktischen Gesichtspunkten“ mit Dr. M. Barton, Chiropraktik-Praxis, Gesundheitspark St. Ingbert, „Haltungsschäden bei Kindern – Prophylaxe und Therapie“ mit Frau Schales, Physiotherapeutin, „Osteoporose“ mit Chefarzt Dr. Eckert, Geriatrische Reha-Klinik St. Ingbert, „Medical Fitness“ mit Frau Woll, Geschäftsführerin Präventionszentrum St. Ingbert. Zur Diskussion und zu Detailfragen stehen an diesem Abend auch die Ärzte des Kreiskrankenhauses zur Verfügung.

Und am 22. März 2006 ist Präventionstag zum Thema Darmkrebs. Diese Veranstaltung wird im Rahmen der vom Ministerium für Gesundheit organisierten Präventionswoche gegen Darmkrebs durchgeführt. Ab 19 Uhr finden im Mitarbeiter- und Gästekasino des Kreiskrankenhaus St. Ingbert folgende Vorträge statt: „Die Möglichkeiten der Dickdarmspiegelung (Coloskopie) einschließlich der Abtragung von Polypen“ mit Dr. Scheck, niedergelassener Gastroenterologe, St. Ingbert; „Die operativen Verfahren der Darmkrebsbehandlung“ mit A. Dindoyal, Sektionsleiter Viszeralchirurgie, Kreiskrankenhaus St. Ingbert; „Neue Möglichkeiten bei der medikamentösen Behandlung des Dickdarmkarzinoms“ mit Privat-Dozent Dr. Matzdorff, Klinik für Hämatologie und Onkologie Caritasklinik St. Theresia, Saarbrücken.

In Kurzvorträgen sollen die Möglichkeiten vorgestellt werden, mit welchen Verfahren eine sichere und frühzeitige Diagnose einer Krebserkrankung des Darmes erfolgen kann. Die Informationen über die weiteren operativen und medikamentösen Behandlungen verdeutlichen, welche guten Therapiemöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, durch eine gute Prävention die Erkrankung im Frühstadium zu erkennen und so zur Ausheilung zu bringen.

Vor und nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, sich an Ausstellungsständen über die Instrumente und Verfahren der Darmspiegelung zu informieren.

Im Rahmen der Veranstaltung stehen auch die Chefärzte des Kreiskrankenhauses St. Ingbert, Dr. Hammer (Medizinische Klinik) und Dr. Mischo (Chirurgische Klinik) mit ihren Oberärzten für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

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