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Gewerkschaft fordert 8,7 Prozent mehr Geld für Gebäudereiniger

Lohnplus für Gebäudereiniger: Die rund 1.500* Reinigungskräfte im Saarpfalz-Kreis sollen in Zukunft 8,7 Prozent mehr Geld in der Lohntüte haben. Das hat die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in den laufenden Tarifgesprächen gefordert. „Trotz des Mindestlohns von 8,15 Euro pro Stunde ist die Gebäudereinigung ein Niedriglohn-Sektor. Selbst ein Vollzeitbeschäftigter lebt nicht selten an der Armutsgrenze. Das kann nicht die Zukunft der Branche sein“, betont Heiner Weber, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Saar-Trier. Bei den laufenden Tarifverhandlungen solle daher ein Mindestlohn von 8,86 für die Beschäftigten herausspringen. „Mittelfristig muss eine Reinigungskraft aber mindestens 10 Euro pro Stunde verdienen. Wer den ganzen Tag arbeitet, muss auch davon leben können“, fordert Weber.

* Diese Gesamtzahl der Beschäftigten in der Gebäudereinigung setzt sich wie folgt zusammen:
– rund 650 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
– rund 850 geringfügig Beschäftigte auf 400 Euro-Basis (Quelle: Berechnungen der IG BAU)

Zudem sei ein deutliches Lohnplus für Niedrigverdiener notwendig, um die Binnennachfrage in den nächsten Monaten zu stützen. „Für diese Beschäftigten wird die wirtschaftliche Luft immer dünner. Im Gegensatz zum Vorstandsmitglied einer Bank stecken sie ihr Geld daher nicht in riskante Wertpapiere, sondern geben es fast vollständig für ihren Lebensunterhalt aus – und kurbeln so den Konsum kräftig an“, so der Gewerkschafter. Mit einem kräftigen Lohnplus müsse außerdem dafür gesorgt werden, dass das geplante Konjunkturpaket am Ende nicht ausschließlich der Wirtschaft und höheren Einkommensstufen zugutekomme. „Für einen Niedrigverdiener bleibt der Kauf eines Neuwagens auch mit der größten Abwrackprämie nur ein schöner Traum. Höhere Löhne aber landen direkt in seiner Geldbörse – und damit auch in den Kassen des Einzelhandels im Saarpfalz-Kreis“, sagt Weber.

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