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Förderung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung

Viele Haus- und Wohnungseigentümer stecken ihr sauer verdientes Geld Stück für Stück in die energetische Sanierung ihrer Immobilie. Je nach Sanierungsbedarf und finanziellem Spielraum werden Zug um Zug Einzelmaßnahmen, wie z.B. die Erneuerung der Fenster oder die Wärmedämmung der Außenwand, in Angriff genommen. Finanziell unterstützt wurden bisher jedoch nur umfangreiche Maßnahmenpakete, für die der Eigentümer auch entsprechend tief in die Tasche greifen muss.
Seit Januar kann nun erstmals auch für die Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein Zuschuss beantragt werden. Folgende Einzelmaßnahmen in Wohngebäuden (Fertigstellung bis Ende 1994) können gefördert werden:
· Wärmedämmung der Außenwände
· Wärmedämmung des Daches bzw. der obersten Geschossdecke
· Wärmedämmung der Kellerdecke zum kalten Keller, von erdberührten Wand- und Bodenflächen beheizter Räume sowie von Wänden zwischen beheizten und unbeheizten Räumen
· Erneuerung der Fenster
· Austausch der Heizung
· Einbau einer Lüftungsanlage
Aber Achtung! – für die Durchführung der Einzelmaßnahmen gibt es energetische Mindestanforderungen, die dem Merkblatt der KfW zu entnehmen sind: so muss die Außenwand z.B. 16 cm dick isoliert werden (WLG040), die oberste Geschossdecke 28 cm (WLG040).
Die Einzelmaßnahmen werden mit einem Zuschuss von 5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, höchstens jedoch 2.500 Euro je Wohneinheit, gefördert. Eine Zusage erfolgt ab einem Mindestbetrag von 300 Euro, das heißt, die Investitionssumme muss mindestens 6.000 Euro betragen. Sollen z.B. alle Fenster eines Hauses für 10.000 Euro erneuert werden, beträgt die Höhe des Zuschusses 500 Euro.
Zu beachten ist, dass grundsätzlich alle Außenwände, das gesamte Dach oder die gesamte oberste Geschossdecke zu dämmen sowie alle Fenster zu erneuern sind. Ausnahmen vom Umfang der Maßnahmen (z. B. es können nur drei von vier Außenwänden gedämmt werden) müssen von einem Sachverständigen plausibel und detailliert begründet werden.
Fragen zur energetischen Sanierung, erforderlichen Dämmstärken, konkrete Anforderungen an neue Fenster, alternativen Energiesystemen, weiteren Förderprogrammen etc. können in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale geklärt werden.
Für eine Energieberatung in einer der 12 Beratungsstellen der saarländischen Verbraucherzentrale ist eine Anmeldung erforderlich.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017