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KSG-Maschinenbau aus St. Ingbert erhält EMAS-Registrierungsurkunde

Wussten Sie eigentlich, dass es im Saarland 49 Unternehmen und Betriebe gibt, die ein Umweltmanagementsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung durchgeführt haben? Auch die Firma KSG Maschinenbau in St. Ingbert ist EMAS-zertifiziert und hat jetzt ihr Umweltmanagementsystem öffentlich vorgestellt.

Im Rahmen einer Feierstunde, adie m Dienstag, 14. März in der Werkshalle der Firma KSG Maschinenbau in St. Ingbert mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Freunden der Firma stattfand, überreichte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Hermann Götzinger, die EMAS-Registrierungsurkunde an KSG-Geschäftsführer Hardy Hoffmann. Auch Umweltminister Stefan Mörsdorf gratulierte dem Geschäftsführer der Firma und dankte ihm für das freiwillige Umweltengagement seiner Firma, die es in St. Ingbert bereits seit nunmehr 35 Jahren gibt: „Immer mehr saarländische Unternehmen verpflichten sich mit einem Umweltmanagement nach EMAS zu einem verstärkten freiwilligen Engagement in Sachen Umweltschutz.

Diese selbst gesetzten Umweltziele konsequent umzusetzen, erfordert aber ein großes Maß an Disziplin, bei dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefordert sind“, so Mörsdorf. „Dass es nicht immer einfach ist, die ehrgeizigen Ziele einer Umwelterklärung zu erreichen, weiß ich aus eigener Erfahrung: Für das Dienstgebäude des Umweltministeriums haben wir seit drei Jahren ein Umweltmanagement System nach EMAS. Ich kann Ihnen aber versichern, dass sich Ihre Anstrengungen und Ihre Bemühungen lohnen werden. Denn die Umweltmanagementsysteme lohnen sich gleich zweifach: Sie nutzen der Umwelt und helfen vor schädlichen Umweltauswirkungen zu schützen. Außerdem schonen sie auch den Geldbeutel des Unternehmens, weil sie die alt eingefahrenen Unternehmensprozesse auf den Prüfstand stellen und so auch dabei helfen, wertvolle Ressourcen optimal einzusetzen und den Verbrauch nachhaltig zu reduzieren.“

Die KSG Maschinenbau GmbH, bei der aktuell zwölf Mitarbeiter angestellt sind, ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das in der zweiten Generation von Hardy Hoffmann geführt wird. Spezialisiert ist die Firma auf Problemlösungen im Straßenbau. Für diesen Arbeitsbereich fertigt die KSG Maschinenbau GmbH seit mehr als 35 Jahren Schneid- und Verdichtungsgeräte zum Anbau an Straßenwalzen aller Fabrikate an. Sie finden ihren Einsatz beim Schneiden von Asphalt und Verdichten von Straßenrändern. Darüber hinaus umfasst die Produktpalette auch Fugenschneider zum Schneiden von Asphalt- oder Betondecken sowie Kantenhacker zur Begradigung von Asphaltkanten. Ihr Umweltbewusstsein hat die Firma KSG Maschinenbau GmbH bereits bestens unter Beweis gestellt. Vor gut zwei Jahren ist das Unternehmen im Juli 2004 dem Umweltpakt beigetreten und ist seitdem als Mitglied im Umweltpakt Saar vertreten.

Zu den Umweltauswirkungen der Firma KSG Maschinenbau GmbH gehören vor allem der Energie- und Stromverbrauch für die Büroräume, die Werkhalle und der Bearbeitungsmaschinen. Da sich das Unternehmen in einem Wasserschutzgebiet befindet, sind auch die Anforderungen an den Umgang und die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen entsprechend hoch und verlangen von allen Mitarbeitern des Unternehmens ein umsichtiges Verhalten. Was die indirekten Umweltauswirkungen des Unternehmens angeht, wird in der Umwelterklärung hier der Aspekt Produktzyklus näher betrachtet. Da die Spezialmaschinen, die die Firma KSG Maschinenbau herstellt, eine hohe Langlebigkeit und bei entsprechender Pflege eine hervorragende Reparatureignung besitzen, sind die indirekten Umweltauswirkungen der Firma KSG Maschinenbau sehr gering und tragen so an sich schon zu einer Verringerung des Ressourcen- und Energieverbrauchs bei. Zu dem wesentlichen Umweltzielen des Unternehmens gehört neben der Reduktion des Strom- un d Gasverbrauchs um jeweils drei Prozent insbesondere die Verbesserung der Abfallentsorgung für Schmutzlappen und für den Restmüll.

Die Abkürzung EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und bezeichnet eine Verordnung der Europäischen Union über Umweltmanagementsysteme. Ziel von EMAS ist eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und eine Verringerung der Umweltauswirkungen des Betriebs an seinem Standort. Das Öko-Audit stellt somit ein wirksames und wertvolles Instrument der umweltorientierten Unternehmensführung dar.

Mit seinem Umwelt-Audit-Programm fördert das Umweltministerium die notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung und zur Durchführung eines Umwelt-Audits. Seit 2001 wurden – neben den Gemeinden Eppelborn und Illingen – insgesamt rund 60 Unternehmen auf ihrem Weg zu einem Umweltmanagementsystem vom Land finanziell unterstützt. Auch im bundesweiten Vergleich kann das Saarland sich sehen lassen: Mit 49 auditierten Organisationen pro eine Million Einwohner nimmt das Saarland unmittelbar hinter Thüringen innerhalb der 16 Bundesländer den zweiten Platz ein. Unternehmen, die sich für das EMAS-Förderprogramm des Umweltministeriums interessieren, finden nähere Informationen im Internet unter www.umwelt.saarland.de in der Rubrik Umwelt und Wirtschaft.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017